Samstag, 5. April 2014

"Durch den Sommerregen" von Melanie Hinz

Durch den Sommerregen
Eigentlich müsste ich dieses Buch verabscheuen ...

... aber ich liebe es!

Vor dieser Geschichte habe ich um „zeitgenössische“ Liebesromane einen Bogen gemacht. Die Ich-Perspektive war ebenfalls nicht unbedingt etwas, was ich gerne mochte.

Aber „Durch den Sommerregen“ hat mich von der ersten Seite an gepackt. Helena und Gabriel sind von Anfang an so real und lebendig, dass ich fast das Gefühl habe, sie nicht zwischen den Seiten eines Buches, sondern im Eiscafe um die Ecke getroffen zu haben.

Helena hat eine tiefe Bindungsphobie und weiß zuerst überhaupt nicht, wie sie mit Gabriels sanfter aber zielstrebiger Werbung umgehen soll. Eine kleine Sommeraffäre könnte man sich doch gönnen oder?
Wenn man schon glaubt, die Richtung wäre klar, gewinnt das Buch eine unerwartete Tiefe. Gabriels traumatische Vergangenheit wirkte auf mich keinen Moment aufgesetzt oder konstruiert. Sein Charakter ist so komplex und echt, das ich atemlos verfolgt habe, ob und wie er und Helena eine Chance auf eine gemeinsame Zukunft haben.

Dies ist ein Liebesroman, deshalb ist es keine wirkliche Überraschung, dass es ein Happy End gibt. Der Roman hat eine Leichtigkeit, die einem Spaß macht und dabei eine Tiefe, die man in dem Genre eher selten findet.

Falls ich mir jemals ein Tattoo stechen lasse, dann in Mönchengladbach ;) (Wer weiß, ob die Jungs und Mädels nicht doch echt sind, so lebendig wie sie rüberkommen…)

Von mir gibt es mindestens 5 Punkte und eine Leseempfehlung!

"Durch den Sommerregen" war, nach einer Kurzgeschichte, der erste Roman, den ich von Melanie Hinz gelesen habe. Danach konnte ich nicht widerstehen und habe nach und nach ALLE anderen Roman auch verschlungen. Gabriel und Helena begeistern mich nach wie vor und ihre Geschichte ist eines meiner Lieblingsbücher.

P.S.: Eine persönlich Einsicht: Auf amazon habe ich diesen Text im September 2013 veröffentlich. Vorher habe ich nie verstanden, wofür man eine 99ste Rezension zu einem Buch braucht. Man braucht sie nicht. Ich WOLLTE einfach eine schreiben, weil ich so begeistert war! Und das geht demjenigen, der die 100ste oder irgendwann einmal die 200ste schreibt, wahrscheinlich genau so.

Bildquelle: amazon




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