Dienstag, 8. April 2014

"Siebenmal Männerliebe" von Sissi Kaipurgay

Liebes(kurz-)urlaub?
 
Siebenmal MännerliebeEinfach mal ausspannen, die Seele baumeln lassen, nix tun und schon sieht man(n) die Welt aus einem ganz anderen Blickwinkel ...
Aber das in "Siebenmal Männerliebe" von Sissi Kaipurgay "nix passiert", wie im Klappentext behauptet wird, ist so nicht ganz richtig: Die Männer fahren als Single ins (verlängerte) Wochenende und kommen - oh Wunder - als Paar zurück. Männerliebe halt!

Dabei sieht es am Anfang gar nicht gut aus: Eine baufällige Hütte mit Stinke-Klo im finsteren Wald hinter Kassel scheint auf den ersten Blick nur bedingt für ein romantisches Date geeignet zu sein. Aber die Hütte hat es in sich! Sie verhilft gleich drei Paaren zum Liebesglück. Ob das jetzt an dem wild-romantischen Ambiente am See liegt, oder doch nur an der durchgelegenen Matratze in dem einzigen vorhandenen Bett? Wer kann schon schlafen, wenn man sowieso nur an das eine denken kann und der andere des Nachts unweigerlich näher rutscht ... und näher ... und ...

Urlaub auf Amrum ist da schon gediegener. Allerdings braucht man dort eine ordentliche Jacke, um dem ständigen Wind zu trotzen. Blöd, wenn man die vergessen hat. Oder vielleicht doch nicht? Der muntere Tausch von Kleidungsstücken bringt Erstaunliches ans Tageslicht und führt dazu, dass die Jungs sich plötzlich mit ganz anderen Augen sehen. Natürlich ist auch Louis kein "doofer Arsch" sondern eigentlich sogar richtig nett.

Bei den letzten Geschichten musste ich erst mal grinsen: Schneeberge in Hamburg? Wo gibt es denn so was? Egal, die eisige Kälte lässt sich am besten mit einem heißen Herzen aushalten. Vergnügt kann man verfolgen, wie sich aus der Clique, die zum Rodeln abzieht, zwei Paare bilden. Theo, Vince, Gunnar und Heiner setzten auch weiterhin auf körperliche Aktivitäten. Ich glaube aber, sie bevorzugen in Zukunft Bettsport. Der Schnee hält sich in Hamburg meist eh nicht lange ...

Typisch Sissi Kaipurgay: Bei allen sieben Storys kann man herzhaft lachen und sie schaffen es doch, das Herz zu berühren. Jeder der Helden hat seine eigenen kleinen sympathischen Macken.
Mein Lieblingscharakter ist diesmal übrigens klar, auch wenn er keinen Partner findet: Die alte Hütte am See verfügt über ihre ganz eigene Magie. Es ist ein Mini-Spoiler, aber trotzdem: am Ende hat sie wunderbarer Weise ein neues Bett. Mal sehen, welchen Zauber sie in Zukunft anwendet, damit die Männer einsehen, welchen Mann sie nun wirklich lieben ...

Von mir gibt es für dieses Buch mit sieben liebevollen Kurzurlauben mal wieder 5 Punkte und eine Leseempfehlung.

Bildquelle: amazon

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