Mittwoch, 25. Juni 2014

"Wilde Vögel fliegen" von den HomoSchmuddelNudeln

Wahnsinn!!!
 
Wilde Vögel fliegenAxel bleibt keine Wahl: Er muss bei einer Dokumentation über die Vogelinsel, die er über den Sommer betreut, mitarbeiten. Dazu kommen der Kameramann Pavel und der Journalist Laurenz für eine Woche auf seine einsame Insel.
Eigentlich hasst und fürchtet Axel Menschen. Er ist glücklich in seiner Einsamkeit und es graust ihm davor, sein Paradies zu teilen. Aber Pavels unkomplizierte Freundlichkeit besänftigt ihn und Laurenz ...
Ja, was empfindet er eigentlich für Laurenz?

Das Buch ist schwer zusammenzufassen. Nicht, weil die Geschichte kompliziert, schwierig oder unlogisch wäre, sondern weil ihre besondere Faszination von der wunderbaren Atmosphäre ausgeht, die Sissi Kaipurgay und Sandra Gernt eingefangen und zwischen die Zeilen gebannt haben. Während man liest, sieht man nicht nur die Männer über die windzerzauste Insel streifen, sondern man schmeckt förmlich die salzige Luft auf der Zunge und hört die schrillen Schreie der Möwen.

Das Meer ist, ob bewusst oder unbewusst, neben Axel und Laurenz ein weiterer Hauptcharakter. So sicher, wie Eben und Flut kommen und die Wellen an den Strand rollen, so unwiderstehlich fühlen sich die beiden Männer zu einander hin gezogen. Und genau wie im Watt Land und Wasser miteinander ringen, so kämpfen Axel und Laurenz mit ihrer Vergangenheit, um eine glückliche Zukunft zu haben. Dabei bleibt ihnen nicht viel Zeit: unaufhaltsam rückt der Tag näher, an dem Laurenz die Insel verlassen und Axel zurückbleiben muss. Wie soll es danach weiter gehen?

Es ist einfach Wahnsinn, wie toll sich hier die wunderbar plastische Beschreibung der Natur und die der Gefühle zweier Männer zu einem stimmigen Gesamtbild verflechten.
In Gedanken grabe ich immer noch meine Zehen in den Sand, gebe 5 Punkte, eine Leseempfehlung und sage einfach "Danke schön!" an die Autorinnen für die tolle Geschichte und den unerwarteten Strandurlaub.
 
Da das Buch ein Gemeinschaftsprojekt für die HomoSchmuddelNudeln ist, geht der Erlös komplett an den Verein Straßenkids e.V. in Hamburg. Die Autorinnen sowie alle anderen Mitwirkenden verzichten auf ihre Honorare.
 
Also los, Leute: Eine wahnsinnig tolle Geschichte lesen und dabei ganz nebenbei auch noch etwas Gutes tun!
 
Bildquelle: amazon

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