Sonntag, 23. November 2014

"Baby Boy"



Oh weia …

Ich gebe zu: Schon der Untertitel ("Ein homosexuell erotische Romantik" (!!!) oder auch "Deutsche Sprache = Schwere Sprache") hätte mich warnen können. Aber ich war neugierig und der Nachmittag was verregnet …

Justin ist vom Land (Das muss in Amerika echt völlig hinter dem Mond liegen!) und kommt in die große Stadt. Er ist jung und braucht Geld, traut sich aber noch nicht einmal vor die Tür, um sich einen Job zu suchen.
Seine einzige Ablenkung ist das Gestöhne aus der Nachbarwohnung. (Lautmalerisch geschickt mit unzähligen Ahhhhs, Arghs und Aghs in Szene gesetzt!). Als er seinen (natürlich jungen und attraktiven) Nachbarn kennen lernt, macht der ihm einen überraschenden Vorschlag.

OK. Der Vorschlag ist jetzt nicht wirklich überraschend, wenn man den Klappentext gelesen hat. Verblüffend ist allerdings, wie wenige Worte man doch braucht, um diese sogenanntes Buch zu schreiben. Damit meine ich hier gar nicht die Anzahl, sondern den relativ beschränkten Wortschatz, der benutzt worden ist.


Kleines Beispiel gefällig:
Zitat: ... "Schrei!", schrie die ältere Stimme, ehe die jüngere Stimmer lauter stöhnte. "Schrei!" sagte die ältere Stimme … Zitatende

Meine Stimmung hat das ewige Geschrei und Gestöhne der verschiedenen Stimmen jedenfalls empfindlich gestört.
Kann sein, dass die Story als Filmchen oder Comic funktioniert, aber als Buch? Tut mir leid, aber ein Mindestmaß an wohlgewählten Worten ist bei einem Roman (!) schon notwendig.

Die Geschichte gefällt mir nicht, also 2 Punkte.
Leseempfehlung? Echt jetzt?
(Arghhhhh, schrie die innere Stimme und stöhnte laut.)

Bildquelle: amazon


Anmerkung: Das Buch gibt es in gefühlt 25 Varianten zu kaufen. Die Rezi gilt eigentlich für jede davon.

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