Sonntag, 23. November 2014

"Arabian Nights" von Luca B. Seeger




Bäumchen, wechsel dich!

Zuerst einmal das Positive: Luca B. Seger kann schreiben, und zwar richtig gut!

"Arabian Nights" ist allerdings keine erotische Romanze. Wenn auf 59 Seiten vier Männer und eine Frau in wechselndes Konstellationen ihr "Vergnügen" miteinander haben, bleibt SEHR wenig Raum für Rahmenhandlung oder gar eine Charakterzeichnung. Für solche Bücher gibt es ein Wort: Po***.

Dagegen habe ich gar nichts, wieso auch? Hin und wieder lese ich das sogar ganz gerne.

Was mich aber hier richtig sauer gemacht hat, war Folgendes: Gerade weil Luca B. Seger so gut mit Worten umgehen kann, merkt man fast gar nicht, was einem da präsentiert wird, und was in dieser Form für mich persönlich ein No-Go ist:
Mit leichter Hand wird ausführlich geschildert, das für beide Seiten erfüllender Sex statt findet. Ist doch toll, oder? Aber wenn man genauer hinschaut, findet man mehr als nur eine Vergewaltigung, eine Entführung, Erpressung, sexuelle Belästigung von Abhängigen und (das setzt dem ganzen die Krone auf) Kindesmissbrauch.
(Zitat: " ... Von klein auf hatte er das getan. Abbas hatte ihm schon früh gezeigt, wo sein Platz war, nämlich unter ihm und das nicht nur in übertragenem Sinne ...").

Das sich nach diesen Übergriffen alle völlig befriedigt fühlen und "mehr" wollen, ist schon fast perfide. Das ist ein Schlag ins Gesicht jeder Person, die "nein" gesagt hat oder sich, wie der junge Diener Djadi (Wie alt ist der eigentlich?), das noch nicht einmal getraut hat und trotzdem gegen den eigenen Willen benutzt wurde.

Von Luca B. Seger / Alegra *** möchte ich eigentlich gerne noch mehr lesen. Aber solange in den Büchern sexueller Missbrauch als normal und sogar erfüllend dargestellt wird, werde ich die Finger davon lassen. Das kann und will ich nicht akzeptieren.

Diese Story bekommt von mir ganz knappe 2 Punkte. Keine Empfehlung!!!

Bildquelle: amazon

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