Samstag, 29. November 2014

"Der Weihnachtssheriff" von Norma Banzi



Lebendig und liebevoll erzählt

Steve braucht nach einem Infarkt dringend eine Auszeit von New York und kauft in einer sehr ländlichen Gegend ein Haus am See. Bei seinem ersten Besuch landet er gleich im Graben und wird von der örtlichen Polizei „gerettet“.
Irritiert stellt Steve fest, dass der Sherif ein Weihnachtsmann-Kostüm trägt und dass ihn dies ziemlich heiß macht. Gott sei Dank ist Mason nicht sauer, sondern zuerst ein wenig amüsiert dann deutlich interessiert …
Aber kann das gut gehen? Ein typischer New Yorker Broker und eine heimatverbundener Kleinstadtsheriff?

Die Geschichte ist typisch für Norma Banzi: „
Der Weihnachtssheriff“ erzählt zwar in sich abgeschlossen, wie sie Steve und Mason Kennenlernen, miteinander Weihnachten feiern und vielleicht sogar mehr als eine Affäre gefunden haben, aber Teil der Story ist auch die Kleinstadt „Lake Beautown“ mit ihren eigenwilligen Bewohnern.

Bei Norma Banzi habe ich immer das Gefühl, dass die Figuren sehr echt sind. Egal, ob sie eine Haupt- oder Nebenrolle spielen, sie sind nie nur Stichwortgeber, sondern scheinen jeder eine ganz eigene Geschichte zu haben. Am liebsten würde ich gemütlich durch die Stadt spazieren und hier und da ein Schwätzchen mit ihren Bewohnern halten. Ein klein wenig wird sich mein Wunsch wohl erfüllen, weil weitere Bücher geplant sind, die dann in der „Lake Beautown“-Reihe veröffentlicht werden. Den Anfang machen übrigens Jeff und Ken, die beiden Surfer, die man schon aus "
Sonne, Strand, Cocktails und zwei knallharte Seals" kennt. Auf die Geschichte der beiden freue ich mich jetzt schon.

Übrigens habe ich ziemlich am Anfang von „
Der Weihnachtssheriff“ einmal gedacht: „Wow! Das ging jetzt aber sehr schnell …!“
Entsprechend ist das „erste Mal“ von Steve und Mason nicht besonders romantisch, aber doch der Anfang von etwas Besonderem. Norma Banzis Helden sind Menschen, die mitten im Leben stehen. Sie sehnen sich nach Liebe und Partnerschaft, aber sie haben auch ihre Verpflichtungen, ihre Familien und ihre Vergangenheit, die sie geprägt hat. Sie handeln nicht immer „politisch korrekt“ und nicht jedes Detail ihres Lebens wird in der Story ausgeleuchtet, man erfährt aber genug, um voller Spannung zu verfolgen, ob und wie die Männer ihr Glück finden.
Die Autorin schafft (zumindest für meinen Geschmack) immer wieder die Gradwanderung, eine Geschichte zwar rund zu machen und den Leser mit dem Gefühl eines Happy Ends zurückzulassen, gleichzeitig aber zu verdeutlichen, dass für die Helden nun nicht „das Licht ausgeht“, sondern sie ihr Leben weiter leben.
Ich freue mich jedes Mal, wenn ich in einer der Storys einen alten Bekannten wiedertreffe und so eine weiter kleine Episode aus dessen Leben kennenlernen darf.

Von mir erhält die Geschichte 5 glänzende Sheriffsterne. Empfehlung: Der Leser sollte von seinem Recht zu Schweigen Gebrauch machen und die vergnügliche Story rasch selber lesen. Das Recht auf einen Anwalt gibt es, er wird aber nicht nötig sein …


Bisher erschienen in der Lake Beatown - Reihe:
1. Teil: Der Weihnachtssheriff
2. Teil: 
Der Sexgott am falschen Ort

Link zur Homepage: Norma Banzi 


Bildquelle: amazon

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