Mittwoch, 12. November 2014

"Pips Physiologie" von Cosima Thomas

 Viele kleine Freundenblubber …

OK!!! Ich muss es einfach vorweg gestehen: Ich liebe dieses Buch!

Pip und Ronja sind nun schon über ein Jahr ein Paar und haben eine stabile Beziehung aufgebaut. Da geschieht etwas Schreckliches, dass beide zuerst einmal wieder an den Rand eines Abgrundes bringt. Aber Pip hat gut aufgepasst und von Ronja gelernt. Diesmal muss er nämlich die Stärke finden, die sie beide brauchen, um gemeinsam die Zukunft zu meistern.
(Wenn ich einen ganz winzigen Kritikpunkt an der Geschichte habe, dann diesen: Natürlich kommen die meisten Leute über den Verlust, den Pip und Ronja erleben, hinweg. Aber vergessen wird man ihn nie und der Alltag stellt sich in der Regel auch weniger schnell wieder ein …)

Pip und Ronja jedenfalls sind fest entschlossen glücklich zu werden. Ist es ein Spoiler, wenn ich erzähle, dass es ihnen gelingt? Ich finde nicht. Weil das Besondere an dieser Geschichte gar nicht unbedingt ist, das sie es schaffen, sondern WIE sie es zusammen erreichen und WAS sie dabei empfinden.

Mir ganz persönlich hat dieses Buch einfach gut getan.
Auch der erste Band der Serie von Cosima Thomas, „Pips Anatomie“, den man unbedingt vor „Pips Physiologie“ gelesen haben sollte, ist eine tolle Geschichte. Er beleuchtet sehr eindringlich Pips dunklen Stunden und seine negativen Gedanken.
Hier aber ist der Fokus ganz anders: Pip lernt mit Ronja an seiner Seite endlich Schritt für Schritt wieder Freude und Vertrauen zu zulassen.
Ich habe den beiden ganz furchtbar gerne auf ihrem Weg zugeschaut. In mir sind lauter kleine Freudenblubber aufgestiegen, immer dann wenn die beiden mal wieder ein besonders schönes oder ein verboten romantisches Erlebnis hatten. Dabei fand ich das Buch an keiner Stelle kitschig. Ok. Vielleicht ein ganz winziges bisschen. Aber nie zuviel. Gerade genau richtig …

Wer nach einem handfesten Drama sucht, der sollte nach Band 1 mit der Serie aufhören und sich den zweiten Band lieber sparen. Aber wer auch seine Freude daran hat, zu beobachten, wie zwei Menschen richtig, richtig glücklich miteinander werden, wird hier seinen Spaß haben. Übrigens fehlt es der Story nicht an Tiefgang: Ganz nebenbei erzählt sie nämlich, wie wichtig und wie richtig Akzeptanz sind und dass auch Menschen mit einem Handicap fast alles im Leben erreichen können.

Fazit: Die Geschichte hat für mich einen Wohlfühlfaktor von deutlich mehr als 5 Sternen und bekommt eine gutgelaunte Leseempfehlung. Das Glück ist nur so aus den Seiten heraus geflossen und hat eine alte Weisheit bestätigt: Geteiltes Glück ist doppeltes Glück.
Danke für eine riesige Portion davon! Ich strahle immer noch wie die Lampen, die Ronja immer im ganzen Haus entzündet …

.Bildquelle: amazon

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