Donnerstag, 11. Dezember 2014

"Backmuffel" von Rufus Bärenfänger


Frech und direkt!

David ist jung, steht aber auf ältere … Bären. Seine Neigungen bindet er allerdings nicht jedem auf die Nase, schließlich ist er auch Mensch und nicht nur Mann. Die gesetzten Herren, mit denen er in seiner Freizeit Bogenschießen übt, fischen sowieso nicht an seinem Ufer und müssen nicht wissen, was er in seiner Fantasie so mit ihnen treibt.
Von genau solchen Gedanken abgelenkt, lässt sich David von Gero überreden, an der Weihnachtsfeier teilzunehmen. Danach will er endlich noch einmal durch die einschlägigen Clubs ziehen. Zu seiner großen Überraschung zeigen ihm dann allerdings Gero und zwei engagierte Bäcker in einer privaten Nachfeier, wie sündig man Backzutaten verwenden kann und dass brennende Hitze nicht unbedingt immer in einem Ofen erzeugt wird.

Rufus Bärenfänger lässt seinen „Backmuffel“ David eine wirklich heftig-süße Nacht erleben. Das hier ist keine Romanze, sondern erzählt sehr frech und direkt, wie sich ein „Jungbär“ und drei gestanden Männer miteinander vergnügen.

Ich habe diese Kurzgeschichte leicht fassungslos, aber voller Faszination gelesen. Weil ich immer noch zwischen Lachen und Kopfschütteln genauso schwanke, wie zwischen 4 und 5 Punkten, gebe ich jetzt einen winzigen Weihnachtsbonus und eine Leseempfehlung, die allerdings nicht für zartbesaitete Gemüter gilt. „Süß“ heißt hier definitiv nicht „niedlich“! Die Story ist eher deftig und spart nicht mit expliziten Szenen.
Ich zumindest sehe Liebesperlen plötzlich mit ganz anderen Augen …


Bildquelle: amazon

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