Donnerstag, 26. Februar 2015

"Cum Book" von Gerry Stratmann

Ich hätte es besser wissen müssen…

Ehrlich gesagt, hat mich ein Buch mit dem Titel „Cum Book“ zuerst nicht wirklich gereizt. Das hört sich für mich mehr nach lieblosem Porno als nach sinnlicher Erotik an.

Mir gefällt aber der Schreibstil von Gerry Stratmann (Kat Marcuse kannte ich vorher nicht) und reinschauen kann man ja mal…

Gefunden habe ich dann fünf Geschichten voller Gefühl, Verlangen, Lust und Liebe. Wer technischen Rein-Raus-Sex sucht, ist hier falsch. Ohne dass mit deutlichen Worten gespart wird, liegt die Sinnlichkeit hier in der Beschreibung von Berührungen und Empfindungen.

Wer sich noch nie mit dem Thema SM / BDSM beschäftigt hat, sollte unbedingt mit der Story „Leid und Liebe“ von Kat Marcuse beginnen. Die Perspektive der Beobachterin erlaubt es, sich erst einmal „aus der Distanz“ zu nähern. Die wunderbar gewählten Worte nehmen einen aber dann unmerklich gefangen und bringen das Geschehen sehr nahe. In der Story „Session“ wird danach die gleiche Situation auf der Ich-Perspektive geschildert, was zumindest für mich, deutlich schwerer zu ertragen ist.

Aber auch die anderen drei Geschichten sind richtig klasse.

In „Harter Tag“ bewahrheitet sich der alte Spruch: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.

Im Zeitalter von internet und e-book schaut man nach „Wie man sich täuschen kann“ auf und verspürt spontan Lust noch einmal eine gute alte Bibliothek zu besuchen…

Und zu „It´s Showtime“ kann man nur sagen: Gewisse Termine sollte man einhalten, sonst ist man selber schuld. (Girns)

Von mir gibt es für "Cum Book" 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.


Und eine Warnung: Nein, nicht vor den expliziten Szenen! Ich befürchte der Schreibstil der beiden Autoren macht leider süchtig. 

Ich hätte das schon nach den ersten Büchern von Gerry Stratmann wissen müssen.

Zur Rezi von "Sommerträume" mit weiteren Geschichten von Kat Marcuse geht es übrigens hier: "klick".

Bildquelle: amazon

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