Montag, 16. Februar 2015

Serie "Life Tree Master Trooper" von Alexa Kim

Triebgesteuerte Supersoldaten?

Die Serie von Alexa Kim umfasst folgende Teile, von denen die ersten schon erschienen sind, die restlichen noch in Planung:


1. Torn (breits erschienen, Rezi siehe unten)
2. Crow 
(breits erschienen, Rezi siehe unten)
3. Ace 
(breits erschienen)
3.1 Faun 
(breits erschienen, Rezi siehe unten)
4. Kryo (erscheint Juni/Juli 2015)
5. Thunder
6. Beast
7. Doom


Aus dem Klappentext:
Die „Master Trooper-Reihe“ richtet sich an alle, die Liebesgeschichten ein wenig archaischer, härter und dominanter mögen. Obwohl es sich um eine Romance-Serie handelt, enthält sie Ideen von Dominanz und Unterwerfung.
Wer dies nicht mag, sollte lieber zu einer anderen Serie greifen.
Alle diejenigen, die gerne in eine Welt mit starken Alpha-Männern und einer archaischen Endzeithandlung eintauchen, fühlen sich in meiner neuen Serie bestimmt gut aufgehoben …

Obwohl jeder Teil der Master Trooper Reihe eine in sich abgeschlosene Geschichte ist, basiert die Handlung doch stark auf der fortlaufenden Hintergrundhandlung, sodass es empfehlenswert ist, die Teile der Reihenfolge nach zu lesen.

Zusammenfassend sei gesagt: Es geht um dominante Alpha-Männer in einem SF-Szenario. Wer in dem Genre gerne liest, ist hier gut bedient. Die Storys sind eine leichte,sexy Lektüre für zwischendurch. Viel Tiefe darf man aber nicht erwarten.

Im Anschluss findet man die Rezi zu Torn, Crow und Faun.
...
Der Post wird evtl. erweitert, wenn weitere Bände erschienen sind.
Ich kann die Finger eh´ nicht von den Büchern lassen, egal ob ich sie empfehle oder nicht.

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Band 1: Torn
Die Organisation Life Tree hat in einer dystopischen Zukunft genetisch manipulierte Supersoldaten gezüchtet, die sich nun auf "natürlichem" Wege vermehren sollen, um eine breitere Genbasis zu schaffen. Die menschlichen Frauen nehmen an dem Projekt nicht freiwillig teil. Deshalb ist Larona auch zunächst außer sich vor Angst, als man sie zu Torn bringt.
Unerwartet versucht der Riese auf seine Weise sanft zu sein und seine übermächtigen Triebe so gut es geht zu beherrschen. Nach und nach stellt Larona fest, dass die Monster an ganz anderer Stelle sitzen und Torn merkt, dass man ihn sein Leben lang belogen hat. Aber Beziehungen sind den Männern verboten. Kann es trotzdem eine Zukunft für die beiden geben?

Fairerweise sagt Alexa Kim schon im Klappentext genau, worauf man sich einlässt: Die Story dreht sich weitestgehend um "das Eine", hat aber wenigstens einen ordentlichen Handlungsrahmen. Tiefsinn fehlt allerdings weitestgehend. Die "Master Tropper" sind kleine, sexy Happen für zwischendurch, nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Mit der Bewertung tue ich mich ein wenig schwer. "Torn" muss man mit Sicherheit nicht lesen. Ich persönlich mag aber diese Art von Geschichten hin und wieder ganz gerne und weiß jetzt schon, dass ich auf jeden Fall noch mindestens einen Folgeband haben möchte. Ich bin echt gespannt, wie die Serie sich entwickelt. Deshalb gibt es von mir knappe 4 Punkte, aber eine Leseempfehlung nur für Genre-Fans.

Zum Schluss zwei kleine Anmerkungen:
1. Hin und wieder hapert es ein wenig mit der Logik. Aber ok. Die Story ist eine Romanze und keine naturwissenschaftliche oder gesellschaftspolitische Abhandlung. Also: Geschenkt!
2. Im Print würde man bei der vorliegenden Formatierung von "Großdruck" reden. Ich gebe aber ehrlich zu, dass ich noch nicht herausgefunden habe, ob und wie sich dies beim kindle auf die Anzahl der Seiten auswirkt. "Gefühlt" war ich sehr (!!!) schnell durch.



Band 2: Crow folgt seinem Herzen

Crow ist einer der jüngeren Master Trooper, aber seine Anlagen als Alpha zeigen sich jetzt schon deutlich. Folgerichtig fordert er bei der Revolution die Leitung von Sektion A für sich. Seine Kameraden sind fast alle bereit, seinen Anspruch anzuerkennen, nur Strike lehnt sich voller Wut dagegen auf. 

Wer wird diesen tödlichen Konflikt gewinnen? Es geht nämlich nicht nur um die Position des Anführers. Crow kämpft um etwas, was ihm wichtiger ist als alles andere: Er will unbedingt die Ärztin Dr. Leslie Barner als Partnerin an seiner Seite. Aber kann die stolze, unabhängige Leslie sich einem Mann unterwerfen? Außerdem hat sie ein Geheimnis …

Auch "Crow", der zweite Band der „Master Trooper“, ist ein kleiner, sexy Happen für Zwischendurch. Mir hat es Spaß gemacht, nicht nur die Geschichte von Crow und Leslie zu lesen, sondern auch zu verfolgen, was aus Torn und Larona wird. Die Charaktere gewinnen ein klein wenig an Tiefe, was ihnen gut tut.

Fazit: Wieder verdiente 4 Punkte und eine Leseempfehlung für Genrefans.

Anmerkung: Schon beim letzten Mal habe ich mich ein wenig an einigen Logik-Fehlern gestört. Wenn man einen SF-Roman schreibt, heißt das für mich nicht, dass plötzlich alle Naturgesetzte außer Kraft gesetzt werden können. Das Tempo, in dem Leslie und ihre (ungelernte!) Aushilfe vorlegen, um erfolgreiche Kreuzungen auf Genbasis zu etablieren und dann auf natürlichem Wege erfolgreich anzubauen, ist schon mehr als erstaunlich. Wie man eine Mutation genetisch (bei einem Erwachsenen) umkehren kann, entzieht sich auch meiner Vorstellungskraft. Hier hätte ich mir ein wenig mehr Tiefe gewünscht. Die einfache Erklärung: „Man ist halt viel weiter“ reicht mir irgendwie nicht aus.




Band 3.1: Faun, der unwillige Kämpfer 

Faun ist ein schweigsamer Einzelgänger, der sich den strengen Regeln von Life Tree und den archaischen Regeln der Tropper immer so gut es ging entzogen hat, indem er die Einsamkeit in den Wäldern suchte.
Natürlich ist er froh, nur „frei“ zu sein, bemerkt aber schnell, dass sich seine Situation unter Beast, dem neue Leader der Sektion, nicht wirklich verbessert hat. Faun versucht sich anzupassen. Er hält sich selbst nicht für einen Kämpfer oder gar einen Anführer.
Das sieht Cat, eine der Frauen, die den Troppern in Sektion B zu Willen sein mussten, ganz anders. Für sie ist Faun nicht nur ihre heimliche Liebe, sondern auch der Mann, der sie unter Einsatz seines Lebens versteckt, nachdem sie sich durch einen Zufall vor Beast und seiner Truppe verbergen konnte.
Leider ahnt Beast etwas und Faun muss sich endlich entscheiden: Kampf oder Flucht?

Die „Master Trooper“ von Alexa Kim gehen mit „Faun“ in die vierte Runde. Warum ausgerechnet dieses Buch mit 3.1 nummeriert ist, kapiere ich nicht so ganz, muss ich vielleicht aber auch nicht. Die Serie ist nicht schlecht und man kann sie gut lesen, schließlich erwische ich mich auch immer wieder dabei.
Erwische? Ja. Genau. Ich muss gestehen, dass mir die Ideen, die Geschichten und die Charaktere eigentlich richtig gut gefallen. Ich habe aber auch in jedem Buch den gleichen Gedanken: Zu wenig Tiefe, zu hastig erzählt, nicht immer in sich logisch.
Hier zum Beispiel hätte ich sehr gerne viel mehr über Faun erfahren, der mit seinem Bogen schon etwas Besonderes ist. Warum genau hat er sich all die Zeit von Frauen ferngehalten? Wieso hat er scheinbar gar keine Freunde in der Truppe, nur Bekannte? War in seiner Vergangenheit irgendetwas Besonderes, das ihn geprägt hat? Während die anderen Tropper sich ja eigentlich immer mit Begeisterung in jeden Kampf stürzen, muss er förmlich dazu überredet werden.
Auch Cat wird trotz ihrer vielbeschworenen Kurven nicht wirklich plastisch. Sie steckt die Zeit, in der sie gezwungen war, die Berührungen der Männer gegen ihren Willen zu ertragen erstaunlich leicht weg. So leicht, dass sie fast gar nicht mehr daran denkt. Dabei ist sie wochenlang fast alleine und hat eigentlich genug Zeit zum Überlegen.
Die interessanteste Figur in der Story ist Beast. Der grausame Anführer ist in seinen Handlungen am logischsten und macht außerdem eine nachvollziehbare Entwicklung durch.

Damit hat Alexa Kim mich dann auch wieder: Ich will wissen, was aus Beast wird und auch wie es mit Doom weitergeht, interessiert mich.
Wie die ganze Serie liegt „Faun“ für mich irgendwo zwischen „nicht schlecht“ und „gefällt mir“, also 3,5 aufgerundet 4 Punkte.
Leseempfehlung? Mh. Für Genrefans auf jeden Fall.
Für die anderen gilt meiner Meinung nach: Man muss „Faun“ nicht unbedingt gelesen haben. Aber für Zwischendurch ist die Geschichte von dem sexy Superkrieger ganz nett. Natürlich macht das Buch mehr Sinn, wenn man es im Kontext der Serie liest, man versteht die Handlung aber durchaus auch, wenn man nicht alle Vorgänger kennt.


Bildquelle: amazon

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