Freitag, 13. Februar 2015

"Shades of Grey" – Der Film

Seit gestern in den Kinos:

Ja, ja … Ich weiß. Keiner hat dieses Buch gelesen, es ist nur `ne schlechte Fan-Fiktion, hat nix mit SM zu tun und überhaupt.

Ich oute mich also: Ich habe SoG gelesen.

Die anderen Leute habe das Buch vermutlich nur gekauft, um mal zu sehen, wie hoch es in den Bestsellerlisten steigt. Aktuell führt der erste Teil der Serie "Geheimes Verlangen - Fifty Shades of Grey" übrigens mal wieder die kindle-Charts an.  

Weil ihn ja keiner liest, ist er heute seit 868 (!) Tagen in den Top 100.

Aber egal. Gerade eben nämlich will ich ausnahmsweise nicht über ein Buch, sondern über einen Film reden. Ich habe die Gunst der Stunde genutzt und mir „Fifty Shades of Grey“ gestern Abend angesehen.
Und wisst ihr was? Ich fand ihn toll!
Die Geschichte … ist … naja. All die Leute, die das Buch (nicht) gelesen haben, wissen ja, dass die Geschichte von Anastasia Steel und Mr. Grey am ehesten in die Kategorie „erotisches Märchen“ gehört und man nicht unbedingt auf Logik pochen darf. Aber schließlich kauft man den Playboy (entgegen aller anderslautenden Gerüchte!) in der Regel auch nicht wegen der Reportagen.

Zurück zum Film: Die Logik der Geschichte gewinnt nicht eben, wenn man versucht, ein relativ dickes Buch in 100 Minuten kinotaugliches Material zu pressen. Aber die Regisseurin Sam Tyler-Johnson, die wohl früher Fotografin war, setzt die Hauptdarsteller Dakota Johnson als Ana und Jamie Dornan als Mr. Grey wunderbar sinnlich in Szene. Man sieht eine Menge nackte Haut, besonders für eine amerikanische Produktion ist der Film überraschend freizügig, aber man sieht nicht alles.

Darum geht es eigentlich (zumindest mir) auch nicht. Wenn Christian plötzlich schlucken muss, weil Ana mal wieder auf der Unterlippe kaut, braucht die Kamera nicht seine Mitte zu zeigen. Mein Kopfkino hat schon aus seinem Gesichtsausdruck geschlossen, dass er gerade nicht mit dem Gehirn denkt. Genauso erotisch ist es, wenn er sich mit abgehackten Bewegungen die Krawatte vom Hals reißt um den Kragen zu öffnen. Kann man gut verstehen …

Es ist halt gerade ziemlich heiß geworden. ^^


Aber nicht nur die erotischen Szenen sind gut umgesetzt. Auch die Freude, die der eher zurückhaltende Mann empfindet, als er Ana seine Welt zeigt, ist deutlich spürbar.

*grins* Hey! Der Junge ist total verknallt! Da darf man als Millionär (oder Milliardär?) schon 
mal ruhig mit teuren Geschenken, tollen Autos und einem Heli aufwarten.

Die angeblich so devote Ana macht es ihm nicht einfach. Statt sich gegen seine Dominanz aufzulehnen, bringt sie ihn immer wieder zum Lachen. Der Film hat eine Menge überraschend humorvolle Szenen. Richtig gut gefallen hat mir z.B. eine, als die beiden miteinander tanzen und es zuerst richtig sinnlich-romantisch ist, bis Anas Temperament durchgeht und nicht nur Christian ein wenig fassungslos ihren verrückten Bewegungen zuschaut.

Mein Fazit: Mir hat der Film mit seinem tollen Bildern, dem Humor und seiner Sinnlichkeit so richtig Spaß gemacht. Mir ist völlig egal, ob nun acht, fünfzehn oder zwanzig Minuten Sex drin waren. Erotik hat nicht nur etwas mit nackter Haut zu tun und für mich hat es an den meisten Stellen funktioniert. egal ob die Darsteller ihre Klamotten gerade anhatten oder nicht.
Sollte man ihn ansehen? Ja!!!
Wie es sich gehört: Mit einer Tüte Popcorn und diesmal vielleicht einem Piccolo statt der üblichen Cola kann man für zwei Stunden wirklich abtauchen. Mehr erwarte ich von einem Kinoabend gar nicht.  ;D

Bildquelle: amazon

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