Dienstag, 3. März 2015

"Es wird persönlich" von K.C. Wells

Sympathische Charaktere, interessante Story

Blake ist nicht geoutet, und zwar gleich in doppelter Hinsicht: Erstens weiß niemand, dass er schwul ist und zweitens ist in der Öffentlichkeit nicht bekannt, dass nicht sein Vater, sondern er selbst schon lange den familieneigenen Verlag leitet.
Zu seinem Geburtstag schenkt sich Blake eine Nacht mit einem Mann von einem Escort-Service. Von Anfang an stimmt die Chemie und die Zeit ist unvergleichlich schön …
Am nächsten Morgen ist sein Bett allerdings leer und Blake ist überzeugt davon, "Alec" so schnell nicht wiederzusehen. Stattdessen trifft er Will, der sich auf eine Stelle im Verlag beworben hat. Die Überraschung auf beiden Seiten ist groß, als herauskommt, das "Alec" und Will ein und derselbe Mann sind.
Kann das gut gehen?

"Es wird persönlich" von K.C. Wells punktet mit sympathischen Haupt- und Nebencharakteren und einer interessanten Geschichte um die aufkeimende Liebe zweier Männer vor dem Hintergrund der Buchbranche. Ob und wie realistisch die Arbeit in einem Verlag beschrieben ist, kann ich nicht beurteilen, interessant und vorstellbar war es auf jeden Fall.

Es gibt allerdings auch einige kleine Kritikpunkte: Will und Blake sind wirklich toll. Aber manchmal hätte ich mir ein wenig mehr Tiefe gewünscht. Fairerweise muss man allerdings zugeben, dass schon der Klappentext darauf hinweist, dass der Roman mit expliziten Szenen nicht spart. An einer Stelle war ich allerdings verblüfft: Da schafft es Blake schon seit seiner Teenagerzeit vor der gesamten Welt geheim zu halten, dass er schwul ist und Will erwischt ihn innerhalb der ersten Wochen mehrmals dabei, im Büro …
*grins*
Schön selber nachlesen! Insgesamt enthält das Buch von mir nämlich knappe 5 Punkte und eine Leseempfehlung.

Kleine Anmerkung: 

Nicht in die Bewertung eingegangen ist Folgendes: Ich mag die Bücher von „Me and the Muse Publishing“ wirklich gerne und bin tendenziell auch bereit für ein Buch, dass bei einem Verlag erscheint, ein wenig mehr Geld auszugeben. Ich gehe nämlich davon aus, dass die Verlagsbücher ein professionelles Lektorat und Korrektorat hinter sich haben. 
Hier aber habe ich mich geärgert. Wenn mir Zeichensetzungsfehler auffallen, müssen es viele sein. Entweder der Korrektor hat gepennt oder er ist sein (und mein) Geld nicht wert.
Das können und machen viele Selfpublisher inzwischen deutlich besser!

Die Grammatikfehler mindern allerdings nicht die Qualität der Geschichte. Ich hatte meinen Spaß mit Blake und Will!


Haben wollen? 
 Hier kann man das Buch kaufen: 
- "Es wird persönlich" von K.C. Wells


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