Mittwoch, 29. April 2015

"Das Tier" von Sandra Busch und Sandra Gernt

Sehr menschlich ...

"Das Tier", verschrien als blutrünstiges Monster, entpuppt sich als ein Wesen mit der Fähigkeit zu Mitgefühl und tief empfundener Liebe. Wenn ein solcher Mann "Tier" genannt wird, muss man sich fragen, ob "Mensch" nicht ein Schimpfwort ist.
Der junge Cyrian merkt schnell, dass seine Angst vor dem unheimlichen Thar völlig unbegründet ist. Zusammen machen sich die beiden Außenseiter auf die Suche, nach einem Platz in der Welt. Ob sie dafür Verbündetet finden? Leider hat Thar mächtige Feinde, die nur darauf warten, dass er einen Fehler macht und in ihre Fänge gerät.

Wer in Büchern und Filmen immer zu den "Monstern" hält, ist hier genau richtig.

Mir haben in dem Buch zwei Dinge besonders gut gefallen, die mir nachhaltig in Erinnerung geblieben sind und die dafür sorgen, dass ich die Geschichte immer wieder gerne lese:

1. Ich habe nicht oft eine Geschichte gefunden, die so plastisch und dabei ohne erhobenen Zeigefinger dargestellt hat, wie allein sich jemand fühlt, der "Anders" ist, welche Angst er auszustehen hat und wie gut es sich anfühlt, Verständnis zu finden. Das hat mich wirklich sehr berührt und es fasziniert mich bei jedem erneuten Lesen wieder.
2. Eine in sich stimmige "Welt" aufzubauen, ist meiner Meinung nach eine besondere Fähigkeit guter Fantasy-Autoren. Hier ist das Setting ziemlich ungewöhnlich, da die Story in einer Welt spielt, die an das Europa um die Jahrhundertwende oder Anfang des 20. Jahrhundert angelehnt ist, aber aber durchaus auch sehr andere interessante Aspekte aufweist. Man wird also in eine pseudo-historische Parallel - Welt entführt, die neben der spannenden und berührenden Kerngeschichte mit einer interessanten und gut durchdachten Gesellschaftsstruktur punktet.

Da es das erste Buch von Sandra Gernt und Sandra Busch war, dass ich gelesen habe, ist mir zuerst gar nicht so aufgefallen, dass die altmodisch anmutende Sprache für die beiden nicht "normal" ist. Zum Buch passt es richtig gut und im Nachhinein muss ich einfach Respekt zollen, wie dieses Stilmittel die Atmosphäre verdichtet. Auch anderen Romanen der Autoren wird dieses Stilelement ebenso virtuos und immer passend zum Setting eingesetzt.

Für mich eine klare (Immer-Wieder-) Leseempfehlung mit 5 Sternen!

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Bildquelle: amazon



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