Dienstag, 12. Mai 2015

"Liebe ohne Morgen - Tyne 1" von Gabriele Ketterl

Rotzfreche Göre trifft Gentleman-Vampir

Susan, auch bekannt als „Lady Chaos“ schafft es immer wieder, sich in schier ausweglose Situationen zu manövrieren, um sich dann daraus mit ihrem an sich hellen Köpfchen und ihrem frechen Mundwerk wieder zu retten.

Beides hilft ihr allerdings nur begingt, als sie in einer alten Schlossruine in Schottland eine falschen Schritt macht und stolpert. Sie landet nicht nur im Kerker des alten Gemäuers, sondern auch in den Armen eines waschechten (und äußerst verführerischen) Highlanders. Allerdings steckt Susan diesmal wirklich in der Tinte: Erstens ist sie buchstäblich aus der Zeit gefallen und in einem anderen Jahrhundert gelandet und zweitens ist der attraktive Daniel kein gewöhnlicher Mann: Nach einer schrecklichen Schlacht wurden er und seine beiden Brüder vom Merlin höchstpersönlich in Vampire verwandelt. Die Macht und der Reichtum der MacFarlanes rufen immer wieder Neider auf den Plan, deshalb sitzen aktuell alle drei in verschiedenen Kerkern.

Aber der Sheriff weiß nicht wirklich, wozu die Männer in der Lage sind und mit Susan hat er schon gar nicht gerechnet. Schaffen es die Brüder mit Hilfe der frechen Studentin, als Sieger aus der Fehde hervor zu gehen? Dunkle Geheimnisse drängen ans Licht. Dabei ist die Sonne für Vampire doch eine tödliche Gefahr, oder?

Und wie geht es mit Susan und Daniel weiter? Die beiden spüren, dass sie etwas Besonderes verbindet, aber kann und will Susan im 18. Jahrhundert glücklich werden? Mal ganz abgesehen davon, dass sie ein sterblicher Mensch ist und Daniel ein Vampir, der theoretisch ewig leben könnte …

Mit der Serie um die „Highland Vampires“ legt Gabriele Ketterl einen erfrischenden Genre-Mix vor. Der erste Band um die charismatischen MacFarlane Brüder ist eine bunter Mischung aus Zeitreise-Roman, Historical und Vampir-Romanze.

Ich war, gerade wegen des Zeitreise-Anteils, zuerst sehr skeptisch. Bei mir müssen sich alle Romane diese Genres, besonders wenn sie auch noch in Schottland spielen, an Diana GabaldonsOutlander“-Saga messen und … meistens schneiden sie nicht besonders gut ab, weil sie auch mich wie eine schlecht gemachte Kopie wirken.

Allerdings bin ich hier wirklich positiv überrascht worden: Gabriele Ketterl hat einen ganz eigenen Tenor und Stil. Die rotzfreche und jugendlich unbekümmerte Susan ist so weit weg von der deutlich reiferen und lebenserfahrenen Claire, dass man nicht eine Sekunde das Gefühl hat, einen müden Abklatsch zu lesen. Auch Daniel (und seine Brüder) machen neben Jamie Fraser aus „Feuer und Stein“ keine schlechte Figur. Sie sind sexy genug, damit man sie als Leserin vergnügt anzuschmachten kann, und haben trotzdem durch ihr schweres Schicksal den leichten Touch von Totured Heros.

Besonders viel Spaß macht das Buch immer dann, wenn die Ansichten und Denkweisen der Gentleman-Vampire und die ohnehin schon unkonventionelle Art von Susan aufeinander stoßen.

Fazit: Alles in Allem ist „Liebe ohne Morgen – Tyne 1“ ein leichter, unterhaltsamer Lesespaß. Von mir gibt es 5 Punkte und eine Leseempfehlung.
Natürlich werde ich nicht spoilern, aber der Schluss hat es in sich! Ich bin wirklich gespannt, wie es mit den MacFarlane Brüdern weitergeht!


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"Liebe ohne Morgen – Tyne 1" 

Bildquelle: www.bookshouse.de






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