Mittwoch, 13. Mai 2015

"Orchideenzauber" vom Mathilda Grace

Schatten der Vergangenheit

Severin, genannt Sev, lässt sich von seinem Kumpel Bomer überreden einen Auftrag in Kanada anzunehmen. Kaum angekommen, merkt er, dass Bomer ihn hereingelegt hat: Auf der Baustelle herrscht totales Chaos, der Auftraggeber glänzt durch Abwesenheit und über ihn kursieren wilde Gerüchte, die sich alles andere als gut anhören.
Trotzdem nimmt Sev den Job an uns schafft es tatsächlich, eine wenig Ordnung in das Projekt zu bringen. Außerdem findet er einen netten jungen Lover. Alles scheint also Bestens zu sein. Einziger Wermutstropfen ist, dass er schon am Telefon ständig mit seinem Chef aneinandergerät und als Jack endlich auf der Baustelle auftaucht, fliegen die Fetzen. Oder sind es Funken? Hass und Liebe sind beides starke Gefühle und im Fall von Sev und Jack scheinen sie mehr als dicht beieinander zu liegen.

Allerdings sucht Sev keine Beziehung. Er kämpft zu sehr mit den dunklen Schatten seiner Vergangenheit, um sich auf einen anderen Menschen einzulassen und auch Jack hütet ein Geheimnis, dass seine Beziehung zu Sev zerstören könnte …

„Orchideenzauber“ ist der mittlerweile dritte Band der Kanada-Reihe von Mathilda Grace. Die Serie ist eine Art Spin-Off der Ostküstenreihe und erlaubt damit vergnügte Blicke auf die altbekannte Helden, vor allem natürlich auf Adrian, der seine vorwitzige Nase auch in Kanada in alles steckt und es nicht lassen kann, sich auch dort einzumischen.

Die Geschichte hat einen ganz eigenen Tenor. Sie wird konsequent aus Severins Sicht erzählt, der erst mal überhaupt keine Beziehung sucht, sondern nur unkomplizierte Affären. Mathilda Grace scheut sich nicht, deutlich zu schildern, was er mit seinem jungen Liebhaber anstellt und auch seine Bekanntschaft zu Jack ist zuerst mehr von Lust, als von Liebe geprägt.
Severin will sich lange nicht eingestehen, dass er dabei ist, sein Herz zu verlieren …

Die Geschichte ist an einigen Stellen ziemlich hart. Sev hat nicht nur ein furchtbares Geheimnis, er hat zwei. Damit muss nicht nur Jack klarkommen, auch als Leser muss man das erst einmal sacken lassen. Eigentlich hätte ich mir hier noch ein wenig mehr Raum gewünscht, eine etwas tiefere Auseinandersetzung mit den Themen, weil beide außerordentlich schwierig sind. Im mir wirken sie jedenfalls noch nach und ich frage mich ernsthaft, wie man mit einem solchen Schicksal umgehen oder gar fertig werden kann.

Der Schluss des Buches ist dagegen wirklich zuckersüß. Er hat mir wirklich Spaß gemacht und zeigt vielleicht doch die einzige Möglichkeit, die es gibt, wenn das Leben einen so in die Knie gezwungen hat wie Severin und Jack: Aufstehen und nach vorne schauen, am besten mit einem Menschen den man liebt.

Fazit: Mit „Orchideenzauber“ hat sich auch der dritte Teil der Kanada-Reihe 5 Punkte und eine Leseempfehlung verdient. Er macht außerdem Lust, gleich noch einmal die ersten beiden Bände lesen. Die Reihenfolge ist dabei übrigens nicht unbedingt wichtig, da jedes Buch in sich abgeschlossen ist.


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Herbstgeflüster“ 
Kalt wie Eis
Orchideenzauber

Bildquelle: amazon



*frech grins* 
Ich kann´s mir nicht verkneifen:
Hier noch ein kleiner Lesetipp für die Freunde von Severin. Damit sie wissen, wie sie mit seinen kostbaren Schönheiten sachgerecht umgehen ....

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