Mittwoch, 24. Juni 2015

"Kaffee mit Schuss" von Melanie Elberfeld

Einsamkeit mitten in einer Menschenmenge …

Orell lebt in der Stadt, hat einen Job, den er mag und ist ständig von Menschen umgeben. Aber er ist trotzdem alleine, weil er nach einer Beziehung sucht, nach einer tiefen Verbindung zu einem anderen Mann.

Jeden Tag himmelt er einen seiner Mitfahrer in der Bahn an, ohne den Mut zu finden, ihm auch nur „Guten Tag“ zu sagen. Als er sich einen Ruck gibt und die Einladung zu einem Kaffee (mit Schuss!) ausspricht, erlebt er nicht nur eine, sondern gleich mehrere Überraschungen.

Melanie Elberfeld beschreibt detailgenau und sehr bildhaft Situationen, mit in denen man als Leser sofort in die Geschichte hineingezogen wird. Man verfolgt voller Spannung, ob Orell sich endlich trauen wird, den gutaussehenden Unbekannten anzusprechen und ist mit ihm zusammen von seinen Reaktionen überrascht.

Die Kurzgeschichte ist wunderschön geschrieben, es gibt nur ein einziges „aber“: Sie endet zu schnell. Jetzt könnte man anmerken, dies sie Meckern auf hohem Niveau, vor allem, weil die Autorin die Story freundlicherweise kostenlos zur Verfügung stellt. Es ist trotzdem schade, dass sie nach dem intensiv geschriebenen und sehr gefühlvollen Einstieg so abrupt endet.

Mein Fazit: Die Story gefällt mir, also 4 Punkte, eine Leseempfehlung und die Hoffnung, dass man irgendwann mehr von Orell und Tevin erfahren wird

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Bildquelle: amazon

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