Samstag, 29. August 2015

"Verlockung der Dunkelheit" von Lara Adrian

Beginn eines Spin Offs?

Lazaro Archer ist ein Gen-1-Vampir und einer der ältesten seiner Art. Nachdem Dragos vor 20 Jahren seinen Dunklen Hafen und gleichzeitig beinahe seine gesamte Familie, inklusive seiner geliebten Blutsgefährtin, ausgelöscht hat, arbeitet er für Lucan und den Orden. Sein Herz hält er sorgsam unter Verschluss. Zu furchtbar war sein Verlust.

Melena kennt Lazaro seit ihrer Kindheit. Tatsächlich hat er ihr einmal das Leben gerettet, als sie noch ein Kind war. Aber nun ist sie erwachsen und kann auf sich aufpassen. Glaubt sie zumindest. Denn dunkle Kräfte wollen den brüchigen Frieden zwischen Vampire und Menschen stören. Melenas Vater wird das Ziel eines Anschlags, dem sie selbst nur knapp und nur mit Lazaros Hilfe entkommen kann.

Auf der Basis alter Erinnerungen wächst plötzlich etwas Neues: Ehrliche Bewunderung und körperliche Anziehung ergeben ein hochexplosives Gemisch, dem sie weder Melena noch Lazaro entziehen können. Reicht das für eine gemeinsame Zukunft?



„Verlockung der Dunkelheit“ von Lara Adrian knüpft nahtlos an den ersten Teil der Geschichten um Lucan und seine Ordenskrieger an und erzählt die spannende Story eines der letzten „alten“ Gen-1-Vampire. Ich fand Lazaro Archer von Anfang an unheimlich interessant und finde es klasse, das er nun seine eigene Geschichte bekommen hat. Es wäre mit Sicherheit auch interessant gewesen, mehr aus seiner Vergangenheit zu erfahren, die vorliegende Novelle konzentriert sich aber im Wesentlichen auf die Gegenwart. Die Chemie zwischen Melena und Lazaro stimmt, das merkt man und kann auch nachvollziehen, wieso Archer seine über zwanzig Jahre kultivierte Zurückhaltung gegenüber Stammesgefährtinnen aufgibt. Klasse geschildert waren auch Melenas absolut berechtigte Zweifel und Ängste. Ihre Gabe macht weise weit über ihr Alter hinaus.

Mein einziger, kleiner Kritikpunkt ist, wie schnell sie die Beziehung entwickelt. Das kommt mir angesichts der Trauer, die Melena um ihren Vater empfindet ein wenig zu rasch vor.

Richtig klasse dagegen fand ich die kurzen Blicke auf die anderen Ordenskrieger in Rom. Ich bin jetzt unheimlich neugierig auf JEDEN von ihnen und kann es kaum abwarten, mehr über Jehan, Savage und Trygg zu erfahren! Hoffentlich bekommt jeder der drei ein eigenes Buch oder zumindest eine Novelle. Interessant genug sind sie allemal.

Fazit: Trotz kleinerer Kritikpunkte eine richtig gelungene und absolut lesenswerte Kurzgeschichte aus dem Universum der Midnight Breeds. Allein schon wegen des Gedankes, dass es mehr über die Zweigstelle des Ordens in Rom geben könnte und dies dann sozusagen die erste Folge eines Spins Offs ist, sollte man die Story nicht verpassen.

Deshalb 5 Punkte und eine Leseempfehlung.



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Bildquelle: amazon

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