Freitag, 18. September 2015

Grüner Tipp: Frühling in Tüten! - Jetzt Blumenzwiebeln pflanzen ...

Schon im letzten Jahr habe ich davon Gebrauch gemacht, dass es ALl DIe schönen Frühblüher, die NORMAlerweise richtig teuer sind, im Herbst bei verschiedenen Discountern richtig günstig angeboten wurden. Das Ergebnis war in diesem Frühjahr ein wahrer Farbenrausch, der im Februar angefangen und sich bis in den Frühsommer hineingezogen hat.

Deshalb konnte ich auch jetzt – nicht zuletzt aufgrund der guten Erfahrungen im Vorjahr – nicht widerstehen: Für knapp 15 € sind ganze 250 Blumenzwiebeln in meinem Einkaufswagen gelandet. Ich greife dabei sehr bewusst zu robusten Arten, die sich zur Verwilderung eignen, und verteile sie nicht nur in diversen Töpfen, die ich immer wieder anders arrangieren und strategisch günstig platzieren kann, sondern auch unter Gehölzen, wo sich munter verbreiten. 



Als besonders ausdauernd haben sich bei mir Narzissen in allen Variationen erwiesen. Sie brauchen überhaupt keine Pflege und vermehren sich zuverlässig. Die ältesten „Wildlinge“ sind mittlerweile gute 10 Jahre alt. Aus einigen wenigen Knollen haben sich dichte Horste entwickelt, die im Frühjahr mit ihrem fröhlichen Gelb weithin zu sehen sind.

Ein wenig kniffliger ist es mit Krokussen. Die erweisen sich nur in Töpfen als Dauergäste. Ich habe meine Lieblingsfeinde im Tierreich, die gefräßigen Wühlmäuse, im Verdacht, daran nicht unschuldig zu sein. 
Sie machen sich auch gnadenlos über jede Tulpenzwiebel her, die sie finden können. Deshalb sind Tulpen nicht zum Verwildern geeignet. Auch in Töpfen erweisen sich die meisten Arten als relativ kapriziös. Damit sie über Jahre blühen verlangen sie Pflege und Aufmerksamkeit. Das ist mir ehrlich gesagt zu lästig. Hin und wieder pflanze ich ein paar nach, erwarte aber schon gar nicht mehr, länger als ein Jahr etwas davon zu haben. Ähnlich verhält es sich mit den echten Hyazinthen. Mit Glück kommen sie einige Jahre wieder, eine Garantie gibt es nicht.

Wechselnden Erfolg habe ich mit den kleinen, blauen Traubenhyazinthen. 

Sie wachsen zwar willig an und verwildern auch, aber sobald die Rehe sie entdecken … ist es um sie geschehen. Während sie Narzissen und Schneeglöckchen verschmähen, verknuspern sie genüsslich die Blätter der kleinen blauen Blümchen. Diese erschöpfen sich merklich bei den wiederholten Versuchen diese nachzubilden.



Eigenwillig und ein wenig kapriziös sind Schneeglöckchen. Wenn sie sich irgendwo wohlfühlen, bilden sie im Laufe der Jahre einen dichten Teppich und erfreuen manchmal schon ab Dezember mit ersten Blüten und ihrem feinen Duft. Aber wo genau sie das machen, entscheiden sich selber! Da lassen sie sich nicht reinreden …

Am besten geeignet sind feuchte, aber nicht nasse, Stellen am Rand von Gehölzen. Was sie nicht mögen, ist mitten in einer Wiese zu stehen. Da werden sie nach und nach von den Gräsern unterdrückt. 



Fazit: September ist Pflanzzeit für Blumenzwiebeln!!! Ich „verstecke“ morgen wieder eine Menge der Knollen in der Erde, unter Bäume, in Balkonkästen und Terrassenkübeln. Und freue mich jetzt schon darauf, wenn sie im Frühjahr ihre grünen Spitzen aus der Erde schieben, Schnee und Frost trotzen und mich mit ihren fröhlichen bunten Blüten für die langen, grauen Wintertage entschädigen.
Klasse finden diese Maßnahme übrigens auch die Hummeln, die schon ab März die Krokusse besuchen und dann mit den Narzissen weiter machen …


Übrigens: Seit ich das Buch „
Liebe, Lachs und Anderwann“ von Patricia Koelle gelesen habe, denke ich bei meinen Pflanzaktionen auch immer an die Menschen, die ich geliebt und verloren habe. Ich stelle mir vor, wie wir uns gemeinsam lächelnd an den Blumen erfreuen. Der Gedanke gefällt mir unheimlich gut …

Bildquelle: pixabay. com - Ich bin als Fotograf einfach nicht so begabt ...

Kommentare:

  1. Pflanzen sind was Wundervolles, egal in welcher Jahreszeit. <3

    Um Narzissen schleiche ich schon ein paar Jahre herum, habe mich aber dieses Jahr erst mal für winterharte Gewächse entschieden. Mal gucken, wie die sich in den Balkonkästen machen und ob sie wirklich bis in den Dezember blühen. Eine Blüte ist jedenfalls schon da. *g*

    Was bei mir jedes Jahr wie verrückt wächst und gedeiht sind Studentenblumen (Tagetes). Da wächst jetzt gerade die 2. Generation nach, obwohl ich sie eigentlich schon entsorgt hatte. Dachte ich zumindest, die Samen verteilen sich sonst wohin. *lach*

    Falls du sie nicht schon in Töpfen und Kästen hast, kann ich noch Fuchsien und Geranien empfehlen. Beide sind pflegeleicht und blühen bei mir munter in den verschiedensten Farben vor sich hin. Ich hoffe, ich bekomme alle gut überwintert. :-)

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  2. HI Matty!
    Echt jetzt? Was blüht den so lange? So etwas brauche ich auch!!! :D

    Ich "entscheide" mich immer wieder für winterharte Pflanzen. das führt dazu, dass ich dann im Folgejahr neue Töpfe für Gemüse und Tomaten brauche. Die im Herbst wieder mit winterharten Pflanzen gefüllt werden könnten ...
    *sfz* Du ahnst wo das hinführt, oder?
    Zum Glück haben wir eine echt große Terrasse.

    Geranien hatte ich jetzt ein paar Jahre lang nicht. Ich überwintere sie eigentlich immer. Bei meinem letzten Umzug habe ich sie allerdings zurückgelassen, weil ich am Anfang nicht wusste, wohin mit ihnen.

    GLG ulla

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    1. Sie heißen "Iberis Masterpiece", ich habe sie von Baldur Garten frisch gekauft und bin gespannt, wie sie sich entwickeln. Eine hat mittlerweile schon Blüten bekommen und lt. Kundenmeinungen blühen sie teils ewig. *gg*

      Oh ja, ich ahne, wie es bei dir ausschaut und bin begeistert von der Vorstellung. *lach* Ich habe nämlich dasselbe Platzproblem, weil mein Balkon nun mal begrenzt ist, daher bin ich dieses Jahr komplett auf winterharte oder mehrjährige Pflanzen umgestiegen. Bisher hat es mit dem Überwintern, bis auf zwei Ausnahmen, gut geklappt. Mein Plumbago-Bäumchen ist letztes Jahr leider eingegangen, die beiden neuen fühlen sich allerdings pudelwohl, ich hoffe auf das Beste, wenn der Winter kommt. :D

      Und Geranien liebe ich, habe seit diesem Jahr gelbe und lilafarbene zwischen den roten Blüten, das sieht klasse aus. <3

      Tomaten und Erdbeeren hatte ich auch schon, aber das wird nächstes Jahr vermutlich nix mehr werden, mir fehlt einfach der Platz. *lach*

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    2. "Iberis Masterpiece" habe ich mir gleich angeschaut! :)
      Das gefällt mir und steht auf ab sofort auf meinem Wunschzettel.

      Erdbeeren und Tomaten sind bei mir ein MUSS. Gerade Erbeeren blühen doch nicht nur hübsch, sondern auch (je nach Sorte) mehrmals im Jahr, Habe eben noch eine Hand voll geerntet und natürlich gleich vernascht.
      Außerdem habe ich jede Menge Kräuter. Es scheinen aber trotzdem niemals genug zu sein. Ich brauche die zum Kochen und für Tees.

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    3. Mit Kräutern habe ich kein Glück, die gehen mir immer ein. *g* Aber solange mein grüner Daumen bei Blumen richtig tickt, bin ich vollauf zufrieden. :D

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    4. Ohne Kräuter geht bei mir mittlerweile gar nicht mehr ...
      Ich denke jetzt schon mir Schrecken daran, wenn ich nicht mehr vor oder während dem Kochen schnell noch das ein oder andere Gewürz ernten kann.

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    5. Ich bin auf getrocknete oder Gefrierkräuter umgestiegen, das geht auch ganz gut und schmeckt nicht schlecht. Vielleicht kriege ich ja irgendwann mal den Dreh raus, wie ich ein paar Kräuter in Töpfen dazu bringen kann, am Leben zu bleiben. *gg*

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    6. Immer dran bleiben!!!
      Ich kaufe im Winter öfter Kräuter in Töpfen. Manches wächst "in Freiheit" dann an, anderes *hüstel* wird Biodünger ...
      :)

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