Mittwoch, 28. Oktober 2015

"Die Kunst der Unterwerfung" von J.P. Barnaby

Ein wenig unausgegoren …

Josh sucht endlich den Mann seiner Träume: Dominant, streng und mit strahlend grünen Augen. Avery, sein erster Master, schickt ihm das Profil von Wade, zu dem er angeblich gut passen würde. Hoffnungsvoll lässt Josh alles hinter sich, um auf einer Ranch in Montana ein neues Leben zu beginnen …

Die Geschichte „Die Kunst der Unterwerfung“ von J.P. Barnaby beginnt sehr sinnlich mit einer Traumsequenz. Leider kann aber auch der tolle Stil des Autors nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Story ein wenig unausgegoren ist. Josh gibt sein ganzes Leben (und seine Wohnung!) in Chicago auf, obwohl er Wade nur aus ein paar mails kennt und sie anscheinend noch nicht einmal die Eckpunkte ihrer zukünftigen Beziehung geklärt haben. Das führt zu einigen Unsicherheiten, die man der Geschichte vielleicht verziehen hätte, wenn sie nicht so kurz wäre. Als es endlich heiß wird, ist die Story auch schon zu Ende. Dabei wäre es mit Sicherheit interessant gewesen, wie Josh und Wade weiter mit einander auskommen und welche dunklen Spiele sie miteinander spielen.

Ehrlich gesagt habe ich mich im Nachhinein mehr als ein wenig über den Titel „Die Kunst der Unterwerfung“ geärgert. Um die Erwartungshaltung zu erfüllen, die diese Worte wecken, reicht es einfach nicht. Hier liegt eine ganz normale Kurzgeschichte um den Beginn einer Master/Sub-Beziehung vor. Wo die „Kunst“ für Josh liegt, den Befehlen von Wade zu gehorchen, erschließt sich nicht. Schließlich macht es ihn total an …
Der englische Titel „Mastering the Ride“ trifft es da ein wenig besser …

Fazit: Wenn man die Enttäuschung bei Seite lässt, dass der Titel nicht hält, was er verspricht, bleibt eine gut geschriebene und stellenweise sehr sinnliche Geschichte übrig. Sie hat das Zeug, richtig gut zu werden, allerdings scheint dies hier nur der Anfang zu sein. Deshalb 4 von 5 Sternen und die Hoffnung, irgendwann mehr von Wade, Josh und ihren Freunden zu lesen.


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Bildquelle: amazon

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