Donnerstag, 1. Oktober 2015

"Gefährlicher Geliebter 2 - Göttliche Intrigen" von Alexa Lor


Spannende Fortsetzung

Sean und Tarben haben es tatsächlich geschafft! Gegen alle Widerstände sind sie ein glückliches Paar. Der einzige Wermutstropfen ist, dass sie nur im Palast des Wempyrkönigs Furor wirklich sicher sind. Besonders Sean ist gefährdet, da sowohl Homeland Security als auch Phober noch immer nach ihm suchen.
Im Gegensatz zu den meisten Adligen der Wempyre-Gesellschaft ist Furor den beiden freundlich gesonnen. Aber sein Versuch Sean und Tarben zu helfen, indem er über Gor den Desslagott kontaktiert, löst eine Reihe von schrecklichen Ereignissen aus. Der Wempyrgöttin erfährt von seinem Plan. Kochend vor Wut und weil sie die Beziehung zwischen zwei Männer grundsätzlich ablehnt, löscht Tarbens Gedächtnis und zwingt mit einem grausamen Schachzug Furor dazu, gegen Phober in den Krieg zu ziehen.
Während Tarben darum ringt, sein Gedächtnis und seine Identität wieder zu erlangen, muss Sean an allen Fronten kämpfen. Trabens Liebe scheint er für immer verloren zu haben …

Ich habe mich unheimlich auf die Fortsetzung von „Gefährlicher Geliebter“ von Alexa Lor gefreut, weil ich die Thematik und die von ihr erschaffene Welt total spannend finde. Irgendwie hatte ich damit gerechnet, dass die Hauptstory weitergeführt wird, sich die Kerngeschichte aber – wie in so vielen anderen Serien – einem neuen Paar zuwendet. Dies ist nicht der Fall: Auch der zweiten Teil dreht sich um Sean und Tarben.

Das lässt Raum, die Beziehung der beiden ganz neu zu beleuchten. Im ersten Teil waren sie ja auf der Flucht, nun stellt sich so etwas wie Alltag ein, zumindest bis die Wempyrgöttin Sarpenzia dazwischenfunkt. Diese Stelle ist natürlich ein gewaltiger Einschnitt, da Traben nicht nur sein Gedächtnis verliert, sondern die Göttin ihm auch noch die Überzeugung einpflanzt, seine Hingabe an Sean wäre etwas Widernatürlichen.

Die Zweifel der beiden Helden, ihr offensichtliches Leid und ihr Ringen um das Beste für den jeweils anderen, gehen unheimlich zu Herzen und sind wirklich schwer zu ertragen. Dafür entschädigen allerdings Szenen, die zwar manchmal unendlich traurig sind, aber hin und wieder auch wunderbar zärtlich und berührend. Sie haben eines gemeinsam: Sie sind total stark und bleiben im Gedächtnis haften.

Wieso der zweite Teil der Serie den Untertitel „Göttliche Intrigen“ trägt, erschließt sich im Laufe der Geschichte mehr und mehr, auch wenn die eigentliche Auflösung erst ganz am Schluss kommt. Ich kann und will sie hier natürlich nicht verraten.

Ein dickes Plus in dem Buch sind die lebendigen Nebenfiguren. Es scheint eine Stärke von Alexa Lor zu sein, sie so lebendig zu schildern, dass man sofort auch neugierig auf deren eigene Geschichten wird. Für die Fans der Serie „Jäger der Dessla“ die ja im gleichen Universum spielt, dürfte noch interessant sein, dass einige der bekannten Helden wichtige Gastauftritte haben. Vorsicht! Man muss die „Dessla“ zwar nicht gelesen haben, um das Buch zu verstehen, es könnte aber sein, dass man sie im Anschluss unbedingt lesen möchte.

Für mich ganz persönlich hat „Göttliche Intrigen“ auf den ersten Blick ein winziges Manko. Zuerst war ich gar nicht angetan von Tarbens Gedächtnisverlust, weil ich Bücher nicht mag, in denen das Liebespaar die Hälfte der Zeit getrennt ist. Hier allerdings sorgt das für einige der besten Szenen in der Geschichte. Sean und Tarben ringen um ihre Liebe, sie versuchen verzweifelt, dass zu tun, was für den jeweils anderen das Richtige ist. Sollte das etwa doch eine Trennung sein? Aber können die beiden ihr Herz ignorieren? Als Leser leidet man echt mit!

Mein Fazit: 4,5 von 5 Punkten, eine Leseempfehlung und diesmal sogar zwei Warnungen:

1. Die Story ist wirklich klasse. Aber sie ist auch knallhart. Also nichts für schwache Nerven.

2. Der einzige Grund für den halben Punkt, den ich abgezogen habe: Das Buch endet mit einem bösen Cliff. Einem richtig, richtig üblen Cliff.
Sorry, aber ich HASSE das. Ich will und werde auch den nächsten Band unbedingt lesen, weil die Serie richtig toll ist. Das hätte ich auf jeden Fall auch ohne den Cliff gemacht. Es ist in meinen Augen total gemein, nicht nur den Leser (mich!!!), sondern auch Sean und Tarben so in der Luft hängen zu lassen. Wir alle hätten nach den dramatischen Ereignissen wenigstens eine winzige Pause brauchen können …

Haben wollen?
 Hier kann man die Bücher von Alexa Lor kaufen:
Bildquelle: Main-Verlag

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen