Montag, 26. Oktober 2015

"Kandahar, oder Hölle genannt" von Sydney Stafford

Unheimlich intensiv
Alex ist Soldat. Der Einsatz in Afghanistan fordert sowohl körperlich als auch mental alles von ihm. Damit ist er nicht alleine. Seine Kameraden sind in der gleichen Situation. Die Männer müssen mit den Entscheidungen leben, die sie gefällt haben. Oder aber sie sterben daran …

Kandahar, oder Hölle genannt“ von Sydney Stafford ist eine Art Vorgeschichte zu der Serie „Die Spezialeinheit“, kann aber auch als Stand Alone gelesen werden. Für mich war es die ideale Gelegenheit den Stil des Autors einmal kennenzulernen, da mich die Thematik der Serie bisher nicht wirklich gereizt hat.

Die kurze Geschichte ist unheimlich intensiv geschrieben. Sie berührt und macht sehr, sehr nachdenklich. Der permanente Stress, die wahnsinnige Anspannung und letztendlich die totale Einsamkeit der Soldaten sind nichts für schwache Nerven. Zwar wird eine homoerotische Beziehung angedeutet, das ist aber in meinen Augen nicht der Kern der Geschichte. Alex folgt Befehlen oder trifft selber Entscheidungen, die schwerwiegende, nicht mehr zu korrigierende Konsequenzen haben. In der Hölle des Krieges hat ein Menschleben keinen Wert und keine Bedeutung, außer für die direkt Betroffenen, die alleine damit klar kommen müssen, was sie getan haben und das sie überlebt haben. Auf das „Warum?“ gibt es keine Antworten.

Fazit: Zu sagen, die Story hätte mir „gefallen“, hört sich falsch an. Sie hat mich gepackt und nicht mehr losgelassen. Obwohl sie so kurz ist, denke ich immer wieder daran. Das ist mir auf jeden Fall 5 Punkte und eine Leseempfehlung wert.

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Bildquelle: amazon

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