Samstag, 7. November 2015

"Leo - Auftragslover küsst man nicht" von Ann Westphal

Ich will `nen Cowboy Callboy zum Mann …

Als Johanna Leo kennenlernt, ist es für beide … Ja, was denn eigentlich?

Johanna ist eine erfolgreiche, gestandene Frau und seit sieben Jahren mit einem Mann verheiratet, der seine Karriere über alles stellt. Da verliebt man sich doch nicht so einfach in seinen Nachbarn, auch wenn der noch so sexy ist. Nett ist er außerdem. Und klug. Romantisch nicht zu vergessen. Dass er sie „Jo“ nennt ist einfach zum Dahinschmelzen. Jo kommt aus dem Träumen gar nicht mehr heraus und ihr Mann scheint sowie nie Zeit für sie haben …
Als sie durch einen Zufall herausfindet, welchen Nebenjob Leo hat, verliert Jo ihre Hemmungen und eine leidenschaftliche Affäre beginnt. Nur von Liebe möchte sie nicht reden. Soviel Glück kann doch gar nicht wahr sein, oder? Wie soll sie einen Mann wie Leo auf Dauer halten können …

Leo dagegen ist „Jo“ schon auf den ersten Blick völlig verfallen. Er hasst den Gedanken, dass seine wundervolle Jo einem anderen Mann gehört. Er, der als Callboy Sex und Liebe problemlos trennen konnte, weiß nicht mehr, wo ihm der Kopf steht. Dafür steht etwas anderes. Andauernd. Nur nicht mehr, wenn er seine Aufträge hat.
Leo weiß, dass er sich entscheiden muss. Er wünscht sich nichts mehr, als Jo für immer in seinen Armen halten zu können und beginnt mir allem Mitten um die Frau seiner Träume zu werben.

Um es vorweg zu schicken: „Leo – Auftraglover küsst man nicht“ von Ann Westphal ist eines der besten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Hier stimmt einfach alles! Sympathische, sexy Helden, tolle Nebencharaktere und eine Geschichte, die man gar nicht mehr aus der Hand legen möchte, weil sie nicht nur spannend und sinnlich ist, sondern auch richtig witzig erzählt wird. Das Buch sollte man nur in der Öffentlichkeit lesen, wenn es einen nicht stört, dass manche Leute einen merkwürdig anschauen, weil man laut lachen muss. Außerdem ist es manchmal so heiß, dass die aktuell winterlichen Temperaturen plötzlich zur willkommenen Abkühlung werden.

Leo und Jo ergeben zusammen ein richtig tolles Paar. Natürlich ist Leo ein absoluter Traummann, der immer genau das Richtige zu machen scheint. Seine Art Jo zu umwerben ist verboten romantisch, ohne dabei kitschig zu wirken. Richtig witzig liest es sich, wenn Leo mit wechselndem Erfolg versucht, seinen inneren Steinzeitmenschen an die Leine zu legen, von dem er bisher nicht einmal ahnte, dass er existiert.

Warum zum Glück manchmal nur ein „L“ fehlt und wofür dieser Buchstabe alles steht, das muss man einfach selber lesen!

Besonderen Spaß hat mir aber Jo gemacht, die für einen Liebesroman eine eher untypische Heldin ist. Nicht ganz jung, nicht ganz schlank, nicht immer selbstbewusst, aber auch keine Frau, die nicht um ihren Wert weiß. Sie ist erfolgreich in ihrem nicht ganz einfachen Job und hat für ihre Karriere hart gearbeitet. Mit Jo identifiziert man sich gerne, auch wenn man sie zwischendrin manchmal schütteln möchte, damit sie sich endlich zu Leo bekennt.

Natürlich ist das hier eine erotische Romanze, in der auch deutliche Szenen nicht fehlen. Sie sind aber nie Selbstzweck, sondern drücken einfach wunderbar die Gefühle von Jo und Leo füreinander aus. Gerade deswegen gehen sie so unter die Haut.

Leo – Auftragslover küsst man nicht“ hat satte 425 Seiten. Keine davon ist zuviel! Im Gegenteil, wenn man am Ende der Geschichte angekommen ist, möchte man eigentlich noch viel mehr von den beiden lesen, obwohl der Handlungsbogen wunderbar in sich abgeschlossen ist. Gut, dass die Autorin der geneigten Leserin Hoffnung macht, dass die Serie weiter gehen könnte …

Serie übrigens ein gutes Stichwort: Ich habe „Leo“ als erstes gelesen und dabei auch Tom und Marc, seine „Kollegen“ kennengelernt. Man versteht das Buch von Leo und Jo, ohne die ersten beiden Bücher der Reihe zu kennen, es macht aber definitiv neugierig auf die beiden anderen Callboys und Lust auf ihre Geschichten.

Übrigens: Selten habe ich einem Buch eine so passende Playlist gefunden. Ann Westphal scheint es nicht nur Spaß zu machen, die passenden Songs für ihre Geschichten zu suchen, sie hat auch ein echtes Händchen dafür. Oder ob die Musik sie zu der Geschichte inspiriert hat?

Mein Fazit: Begeisterte 10 von 5 Punkten, eine Leseempfehlung und eine Suchtwarnung. (Die kommt für mich natürlich mal wieder zu spät …)

P.S.: Eigentlich wollte ich immer – frei nach dem Uralt-Song von Gitte - einen Cowboy zum Mann. Wenn es aber mehr Callboys wie Leo gibt, muss ich das ernsthaft überdenken …


Übersicht über die Reihe:
Band 1: "Little ... einmal nur" (Tom und Caro)
Band 2: "Ein Callboy kommt selten allein" (Marc und Sophie)

Band 3: 
"Leo – Auftragslover küsst man nicht" (Leo und Jo)


Band 4: "Callboy gesucht - Engel gefunden" (Gabriel und Mona alias M)

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- "Leo – Auftragslover küsst man nicht"

Bildquelle: amazon



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