Freitag, 27. November 2015

"Wo schreibst du am liebsten, Coco Zinva?"

Ein wenig verspätete habe ich auch noch die Antworten von Coco Zinva auf meine neugierigen Fragen erhalten. Die will ich natürlich niemandem vorenthalten. 
Coco Zinva punktet mit Charakteren, die manchmal ein Handicap haben und / oder damit kämpfen, dass sie ihrer Umgebung etwas vorspielen, um stark zu wirken. In den Büchern lernen sie, zu sich zu stehen und sich selbst zu akzeptieren. Es ist immer wieder spannend, sie auf ihrem Weg zu begleiten und ihre Entwicklung mitzuerleben.

Also: Wo schreibst du am liebsten, Coco Zinva?

1. Mich interessiert, wie deine ideale Schreibumgebung aussieht. Würdest du sie beschreiben?
Am liebsten würde ich draußen in der prallen Sonne schreiben. Aber es sollte nicht zu hell sein. Ohne Reflektieren auf dem Bildschirm. Und ohne Sonnenbrand. Und nicht zu heiß. Wind wäre natürlich auch blöd. Und wenn sich Sand und Laptops vertragen würden, gäbe es kaum ein schönes Plätzchen als den Strand. 

2. Und wie ist es in der Realität? Wo schreibst du deine Geschichten? Hast du im Sommer einen anderen Lieblingsplatz als im Winter?
In der Realität begnüge ich mich im Sommer mit einem Plätzchen unterm Sonnenschirm und hoffe, dass ihn der Küstenwind nicht auf mich drauf schmeißt.

Da es das Wetter aber recht selten zulässt, schreibe ich meist drinnen. Dabei wechsle ich sehr oft mein Plätzchen: mal am Schreibtisch auf meinem ergonomischen Hocker, auf dem man so schön wackeln kann, mal am Esstisch, der eine ganz andere Höhe hat und ganz oft auch im Bett, weil es da so kuschelig ist und ich die Füße hochlegen kann. Wenn ich neue Geschichten schreibe oder Umgebungslärm ausblenden muss, mache ich laut Musik an, schaffe mir also meinen eigenen Lärm, ganz nach meinem Geschmack.

Gleichzeitig wichtigstes und störendstes Accessoire beim Schreiben ist die Katze. Flocke. Warm, kuschelig und brummend ist sie die perfekte Gesellschaft. Wenn sie allerdings kuscheln will, wird es schwierig. Denn sie kuschelt seltener mit mir als mit dem Laptop. Falls also Katzenhaare in den Kapiteln vorzufinden sind, ist das nicht meine Schuld! Die sind überall!

3. Was darf an deinem Schreibplatz auf keinen Fall fehlen?
Irgendwas zum Kuscheln. Wenn die Katze nicht will, tut es auch ein Kissen oder Kuschelsocken. Und natürlich Kaffee. Also eigentlich Milchschaum mit Nutella und einem Hauch Kaffee.

4. Gibt es geheime Suchtmittel beim Schreiben?
Kaffeenutellamilchschaum. Und minzige Naschis. Minzkissen sind wahnsinnig toll. Aber am liebsten mag ich dieses rosa-weiße Minzfondant. Das ist richtig schwer zu bekommen und wenn ich das irgendwo sehe, kaufe ich es in Massen. Und dann nasche ich das in Massen. Muss ja weg. Und dann ist mir schlecht. Aber der Lerneffekt ist gleich null.

5. Hörst du Musik beim Schreiben (Welche?) oder brauchst du Stille?
Wenn eine Geschichte in ihrer Rohfassung entsteht, höre ich dazu Musik. Die lässt mich tiefer in die Geschichte eintauchen und blendet die reale Welt aus. Dazu habe ich meine Lieblingsplaylisten in spotify zusammengestellt. Zum Korrigieren brauche ich aber Ruhe. Da nervt mich ganz schnell alles, was Geräusche von sich gibt. Außer der schnurrenden Katze.

6. Magst du ein wenig über dein aktuelles Projekt erzählen?
Aktuell überarbeite ich meine alten Geschichten, um sie zu veröffentlichen. Bisher verdränge ich alle neuen Ideen erfolgreich und verschiebe sie auf später. Da stehen auch schon diverse neue Sachen in der Warteschlange. Die Rufe nach Daniels Geschichte werden immer lauter. Der hat ja schon in ›Mucksmäuschenstill‹ und ›Bitte, lüg mich an!‹ ordentlich mitgeholfen. Allerdings sieht seine Geschichte ein gewisses Maß an Dramatik vor und eigentlich hätte ich erst mal wieder Lust auf etwas Lustigeres. Ich hätte da so eine Idee, in der ein tätowierter, Lederklamotten tragender Freddy und ein bügelnder, Pullunder tragender Hans die Hauptrolle spielen. Mit den beiden hätte ich sicher viel Spaß. Und die Leser vielleicht auch.

Vielen Dank für deine Antworten!

P.S.: Zuletzt erschienen von Coco Zinva ist das Buch "Boxhandschuhe und Seidenkrawatte" um den Manager Brian Heydegger. Die Geschichte findet sozusagen ihre Fortsetzung in "Boxhandschuhe und Perlenkette", in der Brians Schwester Nina ihr Glück findet.
Aufmerksame Leser, die die Entstehung der Bücher auf verschiedenen internet-Plattformen verfolgen, wird nicht entgangen sein, dass es wahrscheinlich noch ein weiteres Buch geben wird, in dem Brian, Tom, Nina und ... (wird wegen Spoiler-Gefahr hier nicht verraten) noch einmal in Erscheinung treten. 

Link zur Autoren-Seite bei amazon:  Coco Zinva

Bildquelle: pixabay.com, Coco Zinva und amazon




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