Freitag, 11. Dezember 2015

"Survive" von El Sada

Was wäre wenn …

Zwischen Liam und Tamy stimmt einfach alles! Die beiden lieben sich und wollen bald heiraten. Sie verstehen sich nicht nur im Bett, sondern auch in allen anderen Dingen.
Deshalb unterstützt Tamy Liam sofort, als Noah mit nach Hause bringt, der nicht weiß, wo er sonst unterkommen soll. Das Noah schwul ist, stört weder Liam noch Tamy. Doch er bringt – ohne es zu wollen – das Gleichgewicht in ihrer Beziehung durcheinander.
Liam ist stockhetero, da ist er sich sicher. Was aber wäre wenn … Nein! Das kann nicht sein! Er würde sich doch niemals von Noah angezogen fühlen, oder?

Nach „Cudipo darts: Sein perfekter Mann“ wollte ich unbedingt mehr von El Sada lesen, weil mich die Geschichte ehrlich begeistert hat. „Survive“ punktet, wie schon „Sein perfekter Mann“ mit Szenen, die kochend heiß sind und wirklich toll zu lesen sind. Liam ist eine sexy Sahneschnitte, den Frauen wie Männer gerne anschmachten und mir hat es Spaß gemacht, seine Bettgymnastik (die auch gerne mal außerhalb davon stattfindet …) zu verfolgen.

Leider fehlt dem Buch in weiten Teilen das, was mich an „Sein perfekter Mann“ so begeistert hat: der wunderbare Humor von El Sada. Vielleicht passt es nicht ganz zum Thema, das die Story stellenweise sehr ernst ist. Noah hat eine schreckliche Zeit hinter sich, die er erst einmal verarbeiten muss. Liam zweifelt plötzlich an sich selbst und auch Tamy muss sich fragen, ob sie nicht eine Lüge gelebt hat.

Obwohl die Geschichte spannend ist und ich sie in einem Zug durchgelesen habe, muss ich gestehen, dass ich Liam und Noah nicht immer verstanden habe. Ich konnte ihre Gedanken, einige ihrer Handlungen und ihre Gefühlsschwankungen nicht immer nachvollziehen. Am besten gefallen hat mir Tamy, der ich die toughe Managerin abnehme, weil sie auch in ihrem Privatleben konsequent ist, ohne herzlos zu sein.

Das Buch wird am Anfang konsequent aus Liams Sicht erzählt, was eigentlich logisch ist, da er die größte Entwicklung durchmacht. Zu meiner Verblüffung wechselte allerdings im letzten Drittel des Buches die Perspektive und auch Noah und Tamy kamen als Ich-Erzähler zu Wort. Das stört mich nicht grundsätzlich, weil es allerdings erst so spät auftaucht, wirkt es wie ein leichter Bruch in der Geschichte, auch wenn man plötzlich besser versteht, was in Noah und Tamy vorgeht.

Insgesamt ist die Story, obwohl sie ziemlich dramatisch beginnt relativ locker zu lesen und garantiert einige Stunden angenehme Ablenkung vom Alltag. Deshalb 4 Punkte und eine Leseempfehlung. Diese gilt allerdings hauptsächlich für Leser, die sowohl hetero – als auch homoerotische Szenen mögen.


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- "Survive"
- "Cudipo darts: Sein perfekter Mann"

Bildquelle: cupido-books.com

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