Freitag, 15. Januar 2016

"Taka der Schleicher" von Wolkenleopard

Niedlich!

Girsh ist der Henker und Gefängniswärter einer Orkhorde und deshalb dazu verdammt, alleine zu leben – sieht man von den armen Kreaturen in den Zellen einmal ab. Dass Taka eines Tages bei ihm landen wird, ist keine Überraschung. In einer Welt, die von körperlicher Stärke beherrscht wird, hat ein kleiner Ork, der seine scharfe Zunge nicht hüten kann und außerdem mit dem derzeitigen Herrscher unzufrieden ist, keine Chance.
Girsh weiß, wen er da vor sich hat und erliegt doch Takas Charme …

„Taka der Schleicher“ von Wolkenleopard ist eine toll geschriebene Kurzgeschichte über schwule Orks, die mit einer soliden Grundidee und vielen kleinen, liebevoll gestalteten Details punktet. Freunde von High Fantasy kommen hier voll auf ihre Kosten.

Sehr überraschend war für mich, dass eine Story mit Orks, die ja meist als hässliche, grunzende Bösewichte in Erscheinung treten, so niedlich sein kann. Ohne die Orks plötzlich hübsch und zivilisiert zu schildern, wirken sie plötzlich … sympathisch. „Nett“ sind die rauen Kerle nicht, aber das liegt wohl auch nicht in ihrer Natur.

Die Geschichte ist, obwohl sehr kurz, rund und in sich abgeschlossen. Sie macht aber neugierig auf mehr. Mehr von Girsh, Taka und ihrer Horde, aber auch mehr von Wolkenleopard als Autor, der es schafft, mit wenigen Worten eine komplexe Gesellschaft glaubhaft darzustellen.

Hat mir richtig gut gefallen. Deshalb fantastische 5 Punkte und eine Leseempfehlung.

P.S.: Ja, es gibt eine heiße Szene. Aber das wirklich Tolle an der Geschichte sind die lebendigen Charas und die tolle Rahmenhandlung. Der Klappentext ist nicht übertrieben!

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- "Taka der Schleicher"
Bildquelle: amazon

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