Montag, 30. Mai 2016

"Das Herz des Alphas" von Dirk Greyson

Harte Kämpfe

Die Wolfswandler in Nordamerika haben harte Zeiten hinter sich. Erst mit der Rückkehr der wilden Wölfe können sie es wieder wagen, ihre zweite Natur auszuleben. Aber eine neue Bedrohung erhebt sich aus dem inneren: Einer der Alphas will alle Macht an sich reißen und schreckt dafür auch nicht davor zurück, andere Rudel zu übernehmen, indem er den jeweiligen Anführer in einem blutigen Kampf tötet.

Als Mikael erleben muss, wie sein Freund aus Kindertagen stirbt, ahnt er, dass sein Rudel das nächste ist. Aus der Suche nach Unterstützung wendet er sich an Denton und erlebt die größte Überraschung seines Lebens: Der andere Alpha ist der Seelengefährte, der ihm schon in seiner Kindheit vorhergesagt wurde.

Harte Zeiten stehen an, den Mikael muss nicht nur für sein Rudel und dessen Freiheit kämpfen, sondern auch noch erleben, dass eine Beziehung zwischen zwei Alphas nicht einfach ist. Der Kampf um sein persönliches Glück verlangt von ihm ganz andere Fähigkeiten, als der mit dem dunklen Wolf, der seine Heimat vernichten will.

Mit „Das Herz des Alphas“ legt Dirk Greyson den ersten Band einer spannenden Wandler-Geschichte vor. Die Story punktet mit tollen Charakteren, einer starken Geschichte und einem interessanten, glaubwürdigen Hintergrund. Besonders interessant ist hier die Liebe zwischen zwei sehr starken Männern, die beide als Alpha ihrem Rudel vorstehen, Sie schließen sich zwar zuerst eher zusammen, um einer äußeren Bedrohung gemeinsam entgegenzutreten, merken aber sehr schnell, dass sie eine dauerhafte Lösung finden müssen, wenn sie glücklich werden wollen.

Hier zeigt sich (in meinen Augen) leider eine kleine Schwäche der Geschichte. Als würde Dirk Greyson seinen eigenen Helden nicht trauen, nimmt er ihnen eine wichtige Entscheidung mehr oder weniger ab. Der „Böse“ bringt die beiden Alphas in eine Situation, in der sie plötzlich nicht mehr gleich stark zu sein scheinen und das auch selbst so empfinden. Die äußere Handlung geht danach spannend weiter, der innere Konflikt hat aber etwas an Schwung verloren.

Fazit: Ich bin ehrlich. Das hat das Buch bei mir im letzten Drittel von einem begeisterten „gefällt mir sehr“ auf ein „gefällt mir ganz gut“ zurückfallen lassen. Damit bleiben aber immer noch solide Punkte und eine Leseempfehlung.

Die Welt, die Hintergründe und die Nebencharaktere habe genug Potential, um mich neugierig auf weitere Geschichten zu machen. Ich hoffe jetzt, dass der zweite Band der Serie möglichst schnell übersetzt wird.


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Bildquelle: amazon


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