Freitag, 6. Mai 2016

"Der Schatten des Ruhmes" von Tharah Meester

Eine unmögliche Liebe?

Collem verliebt sich auf den ersten Blick einen geheimnisvollem Unbekannten mit einer Maske. Nicht in einem Helden, eher in einen gebrochenen Mann mit gequälter Seele, in der er vielleicht unbewusst instinktiv sein Spiegelbild erkennt.
Umso größer ist der Schock, als er begreift, wen er da anhimmelt: Tausend Gerüchte ranken sich um Harding ven Fennek, den Grafen von Perpet. Einst bester Fechter des Landes, verlor er ein skandalumwittertes Duell und kann nun den einst heißgeliebten Sport nur noch als Zuschauer und Förderer genießen. Immer wieder nimmt er junge Fecht-Talente unter seine Fittiche, aber obwohl er sie heiratet ist allgemein bekannt, dass die Ehen nur auf dem Papier bestehen.
Collems Herz bricht fast. Als Bastard gehört er weder zum Adel, um so einen akzeptablen Partner für den Grafen abzugeben, noch zur Dienerschaft. Eine Zukunft mit Harding ist unmöglich. Doch auch der Graf kann seine Augen und schließlich seine Hände nicht von dem jungen Mann lassen. Ein neuer Skandal ist vorprogrammiert.

Die Geschichten von Tharah Meester, die in der fiktiven, mittelalterlich angehauchten Welt Farefyr spielen, üben einen ganz eigenen Reiz aus. Die Sprache und manchmal auch die Dramen, denen sich die Liebenden stellen müssen, sind auf den ersten Blick sehr altmodisch. Trotzdem kann man sich als Leser dem Zauber der lebendigen Charaktere und ihrer Schicksale nicht entziehen.
In „
Der Schatten des Ruhmes" finden sich zwei geschundene Seelen, die beide schon jede Hoffnung auf Glück aufgegeben haben. Ihre jeweilige Umgebung manipuliert sie so gnadenlos, dass es ihnen beinahe völlig an Selbstwertgefühl fehlt. Solche Geschichten sind oft schwer zu ertragen, aber hier gelingt es der Autorin beim Leser absolutes Verständnis und Mitgefühl für die beiden zu wecken. Man fiebert förmlich, ob sie allen Widrigkeiten zum Trotz zueinander finden.
Abgerundet wird die Geschichte von amüsanten und starken Nebencharakteren, die auf den ersten Blick klischeehaft wirken und plötzlich mit unerwarteten Aktionen ins Geschehen eingreifen. Ich verrate hier bewusst nicht, wer mein Herz erobert hat, um die Überraschung nicht zu verderben!

Mein Fazit: Zufriedene 5 Punkte und eine Leseempfehlung. Harding und Collem sind ein wundervollen Paar und ihre Geschichte hat bei allem Drama genügend Humor, um einen vergnügten Leseabend zu garantieren. 
Übrigens: Sie endet ... überraschend modern!

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- „Der Schatten des Ruhmes"Die Verführung des Teufels

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