Freitag, 27. Mai 2016

"Klares Wasser" von Amy Lane

Zuhause ist da, wo dein Herz ist!

Normalerweise beginne ich eine Rezension immer mit der kurzen Zusammenfassung des Inhalts. Die wäre hier recht kurz: Zwei Außenseiter mit finden in einander die große Liebe, brauchen aber eine Weile sich diese zu gestehen.

Der Kern der Geschichte liegt aber tatsächlich nicht wirklich darin, was erzählt wird, sondern darin, wie es erzählt wird. Amy Lane hat eine einzigartige Weise, Menschen zu beschreiben, die nicht unbedingt als „normal“ gelten. Überraschenderweise gelingt ihr das so gut, dass man sie als Leser genau so kennenlernt, wie sie sind: Einzigartig und besonders. Patrick und Whiskey, aber auch dessen beste Freundin und Kollegin Fly Bait, sind schon sehr speziell. Es macht einfach Spaß, eine Weile an ihrem Leben teilzunehmen und mit ihnen zu gemeinsam den Weg in eine glückliche Zukunft zu suchen. Auch wenn Whiskey und Fly Bait deutlich älter sind als Patrick, so haben doch alle drei eines gemeinsam: Sie stehen an einem Punkt im Leben, an dem sie sich entscheiden müssen, wie es weiter geht. Bisher haben sich alle drei eher treiben lassen. Während Patrick seine wahre Berufung erst noch entdecken muss, haben Whiskey und Fly Bait sich bisher so voller Elan ihrem Job gewidmet, dass sie sich nicht wirklich um ihr Privatleben gekümmert haben. Es wird nun wirklich Zeit, ein Zuhause zu suchen …

„Klares Wasser“ hat neben dem Menschen noch einen weiteren, heimlichen Hauptdarsteller: das Flussdelta und den Sumpf. Man spürt die feuchte Hitze des Tages förmlich auf der Haut und fühlt mit Patrick die wunderbare Freiheit beim abendlichen Schwimmen im kühlen Wasser.

Das Buch selbst lässt sich wirklich nicht einfach in Worte zu fassen. Es steckt voller absurder Situationen, voll schrägem Humor und voller kleiner, ironischer Seitenhiebe. Dabei lacht man als Leser nie ÜBER die Menschen, deren Geschichte man miterleben darf, sondern immer MIT ihnen. Ihr Schicksal berührt. Man hofft, dass sie es meistern werden und freut sich mit ihnen, wenn ein weiterer Schritt gelungen ist.

Es enthält auch einen Nebenplot, der schon fast unter Krimi oder Thriller fällt. Den hätte es eigentlich nicht gebraucht, weil die starken Figuren die Handlung mühelos tragen. Aber vielleicht brauchte Patrick selbst einen „großen Knall“, um zu bemerken, dass …

*grins* Das werde ich natürlich nicht verraten.

Fazit: Ich mag, … nein ich liebe diese Geschichte und lege sie jedem Leser wirklich ans Herz. Sie erhält von mir mindestens 5 Punkte und die Garantie auf vergnügte und spannende Lesestunden.

P.S. 1: Nach all dem Schwärmen über die interessanten Charaktere der Personen in dieser Geschichte, muss noch eines erwähnt werden: Whiskey ist mit und ohne seine löchrigen Klamotten so verboten heiß, dass er alleine die gefühlte Temperatur im Flussdelta noch ein paar Grad nach oben treibt. Ja, ja ich weiß: Intelligenz ist sexy. Aber sein toller Körper, seine Reibeisenstimme, seine geschickten Hände, sowie die absolute Ruhe und Selbstsicherheit, die er ausstrahlt, stören auch nicht wirklich.
*sfz* Ich muss das Buch wahrscheinlich gleich noch einmal lesen …

P.S. 2: Wer „Klares Wasser“ mag, wird sicher auch seinen Spaß an der „Talker“-Reihe von Amy Lane haben.

Haben wollen? 

 Hier kann man die Bücher von Amy Lane kaufen: 
- "Klares Wasser"

Hier geht es zu der Rezi über die "Talker"-Reihe: *klick

Bildquelle: amazon



Kommentare:

  1. Ich bin genauso beigestert wie Du von "Klares Wasser". Die Talker-Reihe habe ich schon lange hier, bin aber noch nicht dazu gekommen, sie zu lesen. Wenn Du sie im Zusammenhang mit "Klares Wasser" empfiehlst, dann muss ich sie wohl schnellestens nach oben kramen!
    LG Gabi

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  2. Hallo Gaby!
    Wenn Dir Whiskey und Patrick gefallen, solltest du unbedingt auch die Geschichte von Brian und Tate lesen. "Talker" ist ganz anders als "Klares Wasser, aber hat die gleiche, wundervolle Art zwei Außenseiter unheimlich toll zu schildern.
    GLG und eine schöne Lesewoche
    Ulla

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