Dienstag, 9. August 2016

"Demonica – Ungestillte Leidenschaft" von Larissa Ione


Begehren, das hoffnungslos scheint …

Slake ist eine Art Kopfgeldjäger und arbeitet gerade an dem wichtigsten Auftrag seines Lebens: Er soll die Dämonin Fayle lebendig fangen (nicht töten, wie im Klappentext steht) und zu seinem Auftraggeber bringen. Auf der Suche nach ihr fällt sein Blick in einer Dämonenbar auf Raze. Slake weiß sofort, was er will. Aber Raze sendet unklare Signale aus. Außerdem scheint er irgendeine Beziehung zu Fayle zu haben. Was dahinter steckt, erfährt Slake erst nach einem fruchtbaren Drama …

Ich mag die „Demonica“-Reihe von Larissa Ione sehr. Besonders die ersten Bände um die Semius-Brüder, die das Underworld General leiten, haben mir richtig gut gefallen. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, dass wieder einmal ein Sem der Held von „Demonica – Ungestillte Leidenschaft“ sein wird.

Die Geschichte hat – für Eingeweihte – eine sehr interessante Grundkonstellation. Was macht ein Semius-Dämon, für den Sex mit Frauen buchstäblich ein Lebenselixier ist, wenn er sich gar nicht zum weiblichen Geschlecht hingezogen fühlt? Raze braucht Sex mit Frauen, hasst ihn aber, weil er Männer begehrt. Eine Beziehung mit Slake scheint ein unerfüllbarer Traum zu sein.

Bei der Bewertung der Geschichte tut ich mich ein wenig schwer. Meiner Meinung nach, funktioniert sie nicht so gut, wenn man nicht aus den Vorgängerbänden im Hinterkopf hat, wie sehr ein Semius-Dämon leidet, der keinen Sex haben kann. Das wird zwar auch hier geschildert, wirkt aber - für sich alleine gesehen - angesichts von Raze tatsächlicher Neigung fast schon konstruiert, vor allem als sich eine mögliche Lösung abzeichnet.

Auch das Dilemma, in dem Slaze steckt, wird verständlicher, wenn man die Reihe kennt. Der Vertrag, den er mit seinem „Arbeitgeber“ geschlossen hat, scheint unter Dämonen nicht unüblich zu sein und wird in anderen Büchern schon thematisiert. Das heißt, Insider werden einen Aha-Effekt erleben, Neueinstieger dagegen … müssen das halt so hinnehmen.

Die komplette Demonica-Reihe wird in einer Sprache erzählt, die fast schon „rotzig“ ist. Die Jungs (und Mädels) sind extrem cool und es ist ihnen ziemlich egal, was irgendwer von ihrer sehr deutlichen Wortwahl hält. Das passt zu den Storys, man muss es als Leser aber mögen.

Einige Helden aus den anderen Bänden haben kleine Cameo-Auftritte, an denen ich meinen Spaß hatte.

Fazit: Hat mir gut gefallen, also 4 Punkte und eine Leseempfehlung, die allerdings ehrlich gesagt nicht für Neueinsteiger gilt.
Man muss nicht die gesamte Serie gelesen haben, um das Buch genießen zu können, es ist aber hilfreich zumindest die ersten Bände zu kennen.


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 "Demonica - Ungestillte Leidenschaft" (Raze und Slake)

Übersicht über die Serie:

Band 1: "Demonica - Verführt" (Eidolon und Tayla)
Band 2: "Demonica - Entfesselt" (Shade und Runa)
Band 3: "Demonica - Fluch des Verlangens" (Wraith und Serena)
Band 4: "Demonica - Versuchung der Nacht" (Lore und Idess)
Band 5: "Demonica - Tödliche Verlockung" (Conall und Sinhead)

Side-Story: "Demonica - Umarmung der Ewigkeit" (Kaden und Andrea)

Es gibt nicht weitere Bände der Serie, die allerdings nicht mehr direkt mit den sexy Semius-Dämonen um Eidolon zu tun haben, die lose Rahmenhandlung aber fortführen. Im gleichen Universum spielt übrigens die "Ethernal Riders" Serie, mit der es immer wieder Cross Overs gibt.
Ich habe nicht alle Bücher der beiden Serien gelesen, "Demonica - Ungestillte Leidenschaft" ist aber meines Wissens nach die einzige Geschichte, die sich um zwei Männer dreht. 


Bildquelle: amazon

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