Donnerstag, 6. August 2020

"Am Ende der Welt" von Garrett Leigh

 Auf der Suche nach sich selbst ...

Eigentlich soll Ollie dem Musiker Shay enthüllen, wo der wirklich herkommt. Shay wurde nämlich als kleiner Junge adoptiert. Doch die beiden kommen sich viel näher als gedacht und plötzlich muss Ollie auch über sich selbst nachdenken.

"Am Ende der Welt" von Garrett Leigh ist einer der wunderbaren Geschichten der Autorin, die es immer wieder schafft, Helden und Handlungsbögen weit weg vom Mainstream zu erschaffen. Shay und Ollie - aber auch alle Nebencharaktere - wirken so lebendig und echt, dass man versucht ist, nach der Musik von "Smuggler`s Beat" zu suchen, um sich vielleicht einen Livestream der Band anzuhören. Es macht Spaß, die Jungs nicht nur auf ihrer Tour zu begleiten, sondern auch mitzuerleben, wie Ollie Shay mit dessen unbekannten Wurzeln vertraut macht. Dabei ist Shay kein abgehobener Superstar, sondern ein eigentlich ziemlich verschrobener Musiker, der meist in seiner ganz eigenen Welt lebt.

Aber auch Ollie ist keine ganz einfache Persönlichkeit. Ein traumatisches Erlebnis macht ihm noch immer zu schaffen und er begreift, dass er zuerst an sich arbeiten muss, bevor er eine Chance auf eine gemeinsame Zukunft mit Shay hat.

Wenn ich über das Buch nachdenke, schlagen zwei Herzen in meiner Brust. Einerseits liebe ich Shay und Ollie, die vorsichtige und verständnisvolle Art miteinander umzugehen und die wunderbare Art, wie ihre Geschichte er zählt wird.

Es gibt allerdings ein kleines "aber". Immer wieder hatte ich bei "Am Ende der Welt" das dunmpfe Gefühl, einige Seiten überschlagen zu haben. Mehr als einmal habe ich sogar zurückgeblättert, nur um festzustellen, dass dies gar nicht der Fall war. Irgendwie hat die Geschichte für mich Sprünge, die mich immer wieder irritierten und aus dem Lesefluss gerissen haben.

Viele der Bücher von Garrett Leigh zählen zu meinen absoluten Lieblingen, allen voraus die großartige "Urban Soul"-Serie. Ob ich "Am Ende der Welt" allerdings auch mehr als einmal lesen muss, weiß ich noch nicht.

Fazit: Gut, aber nicht überragend. Kann man lesen ... man muss es aber nicht unbedingt.

Dafür gibt es von mir knappe 4 Punkte und eine etwas zögerliche Leseempfehlung.

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Bildquelle: amazon