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Freitag, 21. Januar 2022

"Ren zu Retten (Die Barrettis 3)" von Sloane Kennedy

Wer ist Freund und wer ist Feind? 

Ren Barretti ist zwar körperlich zurück in den Staaten, aber er weiß nicht mehr, wem er trauen kann und wem nicht. Am wenigsten traut er sich selbst …
Bei seinem Ex—Schwager Declan findet er unerwartete Hilfe, als der ihm eine abgelegene Waldhütte anbietet, in der Ren zu sich selbst zurückfinden soll. Leider kommt einer der Männer seines Bruders, der bullige Jagger Varos, sehr schnell hinter das Geheimnis.
Zwischen den drei völlig unterschiedlichen Männern entwickelt sich eine merkwürdige Dynamik. Gefangen zwischen überraschender Anziehung und Schuldgefühlen gegenüber Rens Brüdern müssen sie sich überlegen, was sie einander bedeuten und wie es weiter gehen soll.

Der dritte Teil der „Barretti“-Serie von Sloane Kennedy ist richtig, richtig klasse. Der Funke springt nicht nur bei den drei Männern sofort über, er erreicht auch den Leser. Man fühlt von der ersten Sekunde an, dass die drei sich nicht gleichgültig sind und es auch nie sein werden. Schon die ersten Szenen zwischen Declan und Jagger vibrieren nur so vor Energie. Kalt werden sie einander nie lassen, bleibt also noch tiefe Abneigung oder … heiße Liebe.
Ren fühlte sich schon immer zu Declan hingezogen und ist nun verblüfft, die gleiche Empfinung für Jagger zu haben. Genauer ausgedrückt: Für beide Männer gleichzeitig.
Wie die drei versuchen, miteinander klar zu kommen und auch noch einen Weg suchen, um die große Wahlfamilie rund um Dom und Vin zu schützen, ist schon toll.
Die Geschichte funktioniert, weil die drei bei aller dramatischen Überspitzung unheimlich echt und lebendig wirken. Ren, der unter einem schrecklichen Trauma leidet, braucht zwar die Hilfe seiner Männer. Aber er wirkt nicht schwach. Man spürt, wie sehr er darum kämpft, sich sein Leben zurückzuholen. Auch Declan und Jagger haben ihre Schwächen, die sie sich eingestehen und überwinden müssen. Die drei sind keine unverwundbaren Supermänner, sondern Menschen, die daran arbeiten, nach einem Sturz wieder aufzustehen und weiter zu machen. Es ist einfach toll, das zu lesen.

Fazit: Nach all der Begeisterung ist sicher klar, dass "Ren zu Retten" von mir mindestens 5 Punkte und eine Leseempfehlung erhält. Wenn man sich schon nicht für die ganze Serie begeistern kann, sollte man zumindest diese Story hier lesen!
Aber Vorsicht!!! Kann Spuren von Suchtpotential enthalten und Folgekäufe nach sich ziehen.

Ganz persönlich: Das Buch ist einer meiner All-Time-Favoriten. Ich habe es auf Englisch mindestens schon ein Dutzend Mal gelesen. Die Mischung aus Verletzlichkeit und Stärke, die alle drei Männer ausstrahlen, berührt mich immer wieder tief. Mir gefällt, wie die drei sich ergänzen und für einander einstehen, auch wenn es gerade für Jagger und Declan zuerst gar nicht leicht ist, Schwächen zuzugeben.


Haben wollen?

 Hier kann man die Bücher von Sloane Kennedy kaufen: 

"Ren zu Retten (Die Barrettis 3)" (Ren, Jagger & Declan)

Den Link zu Dom, dem vierten Barretti-Bruder findet man in der "Escort-Reihe". 

Einige Bücher der Autorin sind bereits auf Deutsch erschienen, hier eine kleine Auswahl:

"The Protectors"-Serie:
- "Absolution (The Protectors 1)" (Jonas, Mace & Cole)
- "Heilung (The Protectors 2)" (Ronan & Seth)
- "Vergeltung (The Protectors 3)" (Hawke & Tate)

"Finding"-Serie:

- "Ein Zuhause finden“ 
- "Vertrauen finden"
- "Frieden finden"
- "Vergebung finden"

"Escorts" -Serie (meist M/F):
- "Gabriels Regeln: Escort Buch 1" (Gabriel & Riley)
- "Shanes Fall: Escort Buch 2" (Shane & Savannah)
- "Logans Verlangen: Escort Buch 3" (Logan & Dom)

Bildquelle: amazon

# Die Rezension enthält Werbelinks.

Montag, 17. Januar 2022

Katzenbücher, Bauern, Bauernhofkatzen, Vorurteile und Erfahrungen

Es liegt mir am Herzen!

Ich habe kürzlich zwei richtig tolle Bücher gelesen, in denen Katzen die Hauptrolle spielen. Mal ist es die heimliche Hauptrolle, mal unverblümt die wirkliche.

Aber wieder einmal musste ich zur Kenntnis nehmen, wie die Sicht vieler Menschen, sogar derer, die offensichtlich das Landleben sehr gut kennen, auf Landwirte ist, Nämlich so:

Bauern weigern sich, ihre Katzen sterilisieren zu lassen. Sie kümmern sich nicht darum, ob und wieviel Nachwuchs diese bekommen. Wenn es zuviel wird, werden die Kätzchen "entsorgt", brutal, effizient und endgültig. 

Wisst ihr was? Ja, so etwas gab es früher häufiger und so etwas wird es auch heute noch geben. Das ist unverzeihlich und muss geahndet werden.

Aber meiner Erfahrung nach ist das keinesfalls so häufig oder gar die Regel, obwohl es in vielen Büchern, manchmal in der Presse und oft von Tierschützern so dargestellt wird. Bauern, die neugeborene Kätzchen ertränken oder erschlagen, sind ein Vorurteil, das sich hartnäckig hält. Sie sind aber nur abscheuliche Ausnahmen, die von ihren Beufskollegen verachtet werden.  

Die Realität sieht oft so aus:

Frage: Woran merkt der Landwirt auch ohne schulpflichtige Kinder, dass gerade Ferien sind und eine Urlaubswelle durchs Land rollt? 

Antwort: Außer zurückgelassenem Müll in seinen Wiesen (von der letzten Pause auf dem Weg zum Traumziel), findet er plötzlich eine unbekannte Katze in der Scheune, die dort scheu und verwirrt Untschlupf gesucht hat. Mäusejagen? Fehlanzeige, das hat das Tierchen nie gelernt, weil es sich bisher immer aus einen wohlgefüllten Napf bedienen konnte. 

Was nun? Sorgfältig wird ein alter Karton mit einer Decke ausgelegt und davor täglich Schälchen mit Futter und Wasser platziert. Irgendwann wird der Neuzugang schon merken, dass er hier willkommen ist und genug Vertrauen fassen, um wenigstens auf der Veranda oder vielleicht sogar im Haus zu schlafen. Neben den fünf Katzen, die so ihren Weg auf den Hof und ins Herz der Familie gefunden haben, ist auch Platz für eine sechste Samtpfote ...

Und sollte sich herausstellen, dass die zugelaufene Pelznase gar nicht dick, sondern hochschwanger war, dann zieht man die Welpen halt auf, sucht neue Besitzer für sie, sobald sie alt genug sind, und lässt die Mama auf eigene Kosten sterilisieren. Die darf natürlich bleiben, soll aber keine Jungen mehr bekommen. 

Schließlich kommen unweigerlich die nächsten Ferien, damit die nächsten ausgesetzen Katzen. Eigene Nachzucht ist da nicht erforderlich. 

Das Auslesen eines Chips beim Tierarzt oder der Anruf beim Tierschutzverein bringt übrigens in 99 vom 100 Fällen nichts. Das ist ein Erfahrungswert. Wenn niemand aktiv nach einer Katze sucht, wird das Tier nicht vermisst. Irgendjemand wollte es loswerden ...

Nein, das ist keine Fantasie, das habe ich so oder ähnlich ungelogen hunderte Male erlebt. Von den unzähligen Bauernhöfen, die ich im Laufe meines Lebens aus beruflichen oder privaten Gründen besucht habe, kann ich die mit nicht steriliesierten, unterernährten oder offensichtlich kranken Katzen an einer Hand abzählen und brauche noch nicht mal alle Finger dazu.

Lebhaft in Erinnerung geblieben sind mir dagegen, die vielen, vielen Katzen, die im Laufe der Jahre bei mir, meinen Nachbarn, meinen Bekannten und Kunden ein neues Zuhause gefunden haben, nachdem sie jemand ausgesetzt hatte.

"Sind doch Katzen. Die schlagen sich schon durch, wenn ein Bauernhof in der Nähe ist ..." Das habe ich mehr als einmal gehört. Bloß nicht von den Bauern. Die sagen gar nichts, sondern füttern die Neuzugänge mit durch, weil die Tierheime ohnehin überlastet sind.

Ich erinnere zum Beispiel auch gut an eine ganze Bande von bildschönen, lebhaften Karthäusermischlingen, die durch einen belgischen Kuhstall tobten. Der Bauer hatte beobachtet, dass sich in der Dunkelheit ein Auto näherte (so was fällt auf dem platten Land sofort auf) und gesehen, dass etwas herausgeworfen wurde, bevor sich der Wagen rasch entfernte. Wütend darüber, dass jemand seine Einfahrt zur Müllentsorgung benutzen wollte, rannte er dort hin und fand ... einen Sack voller kleiner Kätzchen, die gerade drohten in den wassergefüllten Graben abzurutschen. Die Bäuerin hat sie dann liebevoll großgepäppelt ...

Auch das hier ist eine wahre Geschichte: Auf einer der größten deutschen Lehr- und Versuchsanstalten für Landwirtschaft beherrbergte die Scheune des Schweinestalls gefühlt 50 Katzen, alle wohlgenährt und gut gepflegt. Trotz der "Katzendichte" schien es keinen Streit zu geben, schließlich gab es immer genug Futter, Kuscheldecken und Streicheleinheiten für alle. Die Katzen waren nicht in der Scheune eingesperrt, sondern konnten sich frei auf dem ganzen Gelände bewegen. Keine der Katzen wurde "angeschafft", alle waren Streuner oder ausgesetzte Tiere, die einfach einen Unterschlupf suchten und dann blieben. Neuzugänge wurden eingefangen, untersucht und ggfs. sterilisiert, bevor sie in der Scheune wieder freigelassen wurden. Der Hauptverantwortliche für die Borstenviecher auf dem Hof hatte eben auch ein großes Herz für Samtpfoten und versorgte sie auf eigene Kosten, allerdings unterstützt von den Praktikanten und Lehrlingen (junge Bauern und ein paar Agrarstudenten).  Alles freiwillig und sozusagen ehrenamtlich. Vor und / oder nach dem Dienst im Schweinestall wurde von fast allen immer einige Minuten zum Katzenversorgen und Schmusen eingeplant. Natürlich schnurrte sich der ein oder andere Mini-Tiger so ins Herz seiner Betreuer auf Zeit. Katzen "aus dem Schweinestall" haben so im ganzen Land eine neue Heimat gefunden.

Ich könnte noch mit unzähligen solcher Geschichten aufwarten.

Das macht das Leid der gequälten Katzen nicht ungeschehen. Weiß ich. 

Aber ein Vorurteil einfach unwiedersprochen stehen zu lassen, geht mir gerade gegen den Strich.


Montag, 3. Januar 2022

"Das Katzenhaus" von Tina Alba

 

Samtpfoten und Magie

Winter, Sommer und Herbst sind nicht nur Jahreszeiten … aber das ahnt Tassilo noch nicht, als er mit seinen geliebten Katzen in ein kleines Dorf auf dem Land zieht. Dort trifft er nicht nur einen außerordentlich attraktiven Tierarzt, sondern auch eine alte Dame, die ihn zu verwechseln scheint.

Wie lebendig können die Geister der Vergangenheit eigentlich werden? Sind sie eine Bedrohung für Tassilo, oder schleichen sie einfach auf Samtpfoten in sein Leben, um ein altes Rätsel zu lösen und damit Wunden zu heilen, die sich niemals geschlossen haben?

„Das Katzenhaus“ von Tina Alba beginnt … sehr mysteriös. Und zieht den Leser doch sofort in seinen Bann, vor allem Katzenliebhaber können sich der Geschichte nicht entziehen, kaum dass sie die ersten Zeilen gelesen haben.

Tina Alba trifft mit der Story genau den richtigen Ton, und webt aus den unterschiedlichen Elementen Romantik, Spannung und Mystery eine Melodie, die einfach nur toll ist. Wenn man als Leser bei einem Buch mal herzlich lachen muss und dann wieder heiße Tränen weint, dann ist klar, dass die Story richtig, richtig gut geschrieben ist.

Dabei wüsste ich nicht einmal, was genau ich da gelesen habe! Ja, es gibt eine wirklich schöne und berührende Love-Story. Tassilo und Jonas verlieben sich auf den ersten Blick, trauen sich aber zuerst nicht so richtig, dass einander zu gestehen. Ihre vorsichtige Annäherung zu verfolgen, macht wirklich Spaß.

Für Spannung und Mystery sorgt gleich eine ganze Bande von vierbeinige Helden mit weichem Fell. Die Pelznasen sind aber nur teilweise real. Nein, das ist nicht ganz richtig. Real sind sie alle, aber einige scheinen nach Belieben auftauchen und verschwinden zu können und nicht wirklich an die Naturgesetze gebunden zu sein. Oder haben Katzen tatsächlich neun Leben?

Eine Seele haben sie auf jeden Fall, und die kennt Tina Alba so gut, dass sie wundervoll und berührend davon erzählt, wie das Leben mit den Vierbeinern ist.

„Das Katzenhaus“ ist ein ungewöhnliches, spannendes, wunderschönes Buch, dass sich der Zuordnung zu einem Genre entzieht. Es ist ein wenig eigenwillig, genauso, wie es sich für die tierischen Helden gehört, die so zahlreich durch die Geschichte tigern.

Fazit: Unbedingt lesen!!! „Das Katzenhaus“ verdient mindestens 5 Sterne. Katzenfans würden sicher noch mehr vergeben …


Haben wollen?

 Hier kann man das Buch von Tina Alba kaufen kaufen:

- "Das Katzenhaus"

Wer Spaß an der Story hatte, dem gefällt sicher auch  "Ein Millionär, ein Tankwart & ein Geist" von Tanja Rast. Dieses Buch - trotz Geist - weniger mysteriös und macht auch Spaß, wenn man eigentlich nur eine zuckersüße Love-Story lesen möchte.

Bildquelle: amazon

# Die Rezension enthält Werbelinks.




"Ein Millionär, ein Tankwart & ein Geist" von Tanja Rast"

 

Avaril? Könnte sein.
Rotes Fell und weiße Socken hat er ja ....

Ein wenig Magie, viel Lokalkolorit & gaaanz viel Liebe

Raphael kauft – sozusagen als Therapie gegen seinen Burn-out – ein renovierungsbedürftiges, altes Haus in Norddeutschland, nicht weit von der Küste. Relativ schnell findet er in Jarl nicht nur einen tatkräftigen Helfer, sondern auch … wahrscheinlich die Liebe seines Lebens. Aber kann man so was überhaupt so schnell feststellen, vor allem, wenn man inkognito unterwegs ist?

Und dann ist da ja auch noch ein frecher Kater, der sich bisweilen sehr merkwürdig benimmt und … das alte Haus, in dem Eigentümliches geschieht.

 *grins* Eigentlich wäre „Ein Millionär, ein Tankwart & ein Geist“ aus verschiedenen Gründen so gar nicht mein Buch. Aber ich bin mittlerweile ein echter Fan der tollen Fantasygeschichten von Tanja Rast, also musste ich zumindest in die Leseprobe reinschnuppern. Und siehe da: Wahrscheinlich hat mich der titelgebende Geist völlig verzaubert, denn schon nach den ersten Seiten konnte ich die Story nicht mehr aus der Hand legen.

Das hat mehrere Gründe, die neben der wirklich zuckersüßen Lovestory aus diesem guten Buch ein ganz besonderes machen:

1. Tanja Rast ist ein Nordlicht und sie lässt hier Lokalkolorit so wundervoll und authentisch einfließen, dass man nicht nur über „Klaxdonnersbüll“ liest, sondern wirklich durch die Straßen wandert, sich den Wind um die Nase wehen lässt und die manchmal herrlich skurrilen Einwohner trifft. Das macht einfach so richtig Spaß!

2. Katzenfans aufgepasst! Frau Rast beschreibt den frechen Kater, der eine wichtige Rolle spielt so realistisch, dass man ihn förmlich aus dem Buch herausschnurren hört. Macht ebenfalls richtig Spaß.

3. Ich liebe, liebe, liebe es, wenn in Büchern andere, echte Storys erwähnt werden. Passiert hier dauernd, weil Jarl eine echte Leseratte ist. Einige seiner Lieblingsstorys kenne ich schon, andere stehen jetzt auf meiner Wunschliste. Und ja, auch das macht so richtig, richtig Spaß.

All das passt wunderbar in die Geschichte von Raphael und Jarl, die nicht nur in einander den Einen finden, den sie immer gesucht haben, sondern gemeinsam auch noch ein Rätsel lösen, und damit nicht nur einer Seele Frieden schenken.

Bei aller Leichtigkeit hat das Buch durchaus Tiefgang und eine wichtige Botschaft. Nicht plakativ, sondern als Teil der Geschichte. Man fühlt sich am Ende nicht belehrt, sondern gut unterhalten und … hatte richtig viel Spaß.

Ja, ja, ich wiederhole mich mit dem "Spaß", aber ein Buch, das mich mir noch ein freudiges Lächeln auf die Lippen zaubert, wenn ich es längst ausgelesen habe, ist halt was ganz Besonderes.

Fazit: 5 Sterne und eine Leseempfehlung!!!

Vorsicht, könnte Folgekäufe nach sich ziehen …

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 Hier kann man das Buch von Tanja Rast kaufen kaufen:

- "Ein Millionär, ein Tankwart & ein Geist"

Der erste Folgekauf bei mir war übrigens: "Das Katzenhaus" von Tina Alba. Hat mir auch richtig gut gefallen!!!


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# Die Rezension enthält Werbelinks.

Dienstag, 7. Dezember 2021

"Lover unveiled - Black Dagger 19" von J.R. Ward (engl.)

 

Leben, Tod und dumme Blondinnen …

Sahvages gilt in den Reihen der Bruderschaft schon lange als tot und hat seine eigenen Gründe, diesen Irrtum nicht aufzuklären. Ganz alleine zieht er durch die Welt bis er auf Mae trifft, die sich auf der gefährlichen Suche nach einem Artefakt befindet, das unfassbar mächtig sein soll.

Damit erregt sie nicht nur der Aufmerksamkeit der Brüder, sondern auch die ihres neuen Feindes … und steht plötzlich zwischen allen Fronten. Gut, dass sich ein sexy Vampir zwischen sie und alles Böse schiebt – auch wenn Mae das am Anfang nicht einmal möchte.

Mh. „Lover unveiled“ ist der mittlerweile 19. Band von J.R. Ward um die Black Dagger und in gewisser Weise eine Art neuer Neustart. Nachdem Omega und seine Lesser endgültig erledigt werden müssen, hat sich mit Devina ein neuer Feind in Cadwell eingenistet, der den Brüdern das Leben schwer macht.

Okay, es ist kein Geheimnis, dass ich Devina nicht ausstehen kann. Hier habe ich mich ernsthaft gefragt, warum weibliche Bösewichte oft so unglaublich nervig sind. Devinas Motive und Handlungen im Besonderen konnte und kann ich nicht wirklich nachvollziehen.

Aber fast noch nerviger ist Mae. Sie wirkt oft wie die dumme Klischee-Blondine aus einem Horrorfilm, deren Hauptaufgabe laut kreischen ist. Das verkneift sich Mae zwar meistens, aber die Geschichte um ihren Bruder und ihre Motive, das Buch zu suchen wirkt … nicht wirklich glaubwürdig. Auf solch eine Ideen kommt doch kein normaler Mensch!!!

Mae bleibt einfach blass und wird nicht sympathischer, während sie stur wie ein Esel an einer völlig absurden Idee festhält, vor der sie schon der gesunde Menschenverstand warnen sollte. Das ist echt schade, denn anhand von Maes Absichten hätte man die fast schon philosophische Frage nach dem Wert von Leben und Tod von vielen unterschiedlichen Seiten beleuchten können. Leider hinterfragt Mae sich aber nicht wirklich und verschenkt damit die Chance, zu lernen und zu wachsen.

Sahavage dagegen ist ein wirklich interessanter Charakter, von dem ich gerne viel mehr erfahren hätte. Man spürt seine Einsamkeit und seine Müdigkeit, aber auch dass er beharrlich nach etwas sucht, dass er nicht finden kann. Was es damit auf sich hat, erschließt sich erst nach und nach. Ich hoffe wirklich, dass dieser Aspekt der Geschichte nicht einfach unter dem Tisch verschwindet, sondern auch weiterhin aufgegriffen wird.

Spannend war dieses Mal auch die Rahmenhandlung. Die Einblicke in das Leben und den Alltag der Brüder und ihrer Familien sind wirklich gelungen und einer der Gründe, warum mir das Buch trotz meiner Meckerei über Devina und Mae gefallen hat.

Fazit: Ok, die weiblichen Hauptcharaktere in der Story sind grottig. Aber die Kerle … machen nach wie vor einfach Spaß. Deshalb gibt es von mir knappe vier Sterne, die Hoffnung auf weitere tolle Storys und ein Leseempfehlung für Fans.

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 Hier kann man das Buch von J.R. Ward kaufen:
 

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# Die Rezension enthält Werbelinks.


Sonntag, 28. November 2021

"Black Dagger 36: Winterherz" von J.R. Ward

 

Heiß und herzerwärmend – trotz Winterkälte

Blay und Qhuinn haben ihr verdientes HE längst hinter sich. Oder? Und wie geht es eigentlich danach weiter? Ist ihre Liebe wirklich alltagstauglich, oder verliert sie sich zwischen familiären und beruflichen Pflichten?Als ein schrecklicher Sturm über Cadwell hinwegfegt, wird vor allem Qhuinn auf eine harte Probe gestellt, aber auch Blay muss sich entscheiden, wieviel er für sein Glück – und das seines geliebten Mannes – geben kann.

Mit „Winterherz“ legt J.R. Ward eine für mich überraschend gut Fortsetzung der Black Dagger Serie vor. Überraschend deswegen, weil mich die letzten Bücher teilweise gelangweilt, teilweise genervt und regelrecht enttäuscht haben. Eigentlich hatte ich mit der Serie abgeschlossen …

Naja, aber alter Gewohnheiten lassen sich schwer abstellen und so fand „Winterherz“ eher spontan als geplant den Weg in meinen Einkaufskorb … und danach direkt in mein Herz.

Die Story konzentriert sich sehr auf Qhuinn und Blay, wird aber nicht eine Sekunde langweilig. „Winterherz“ hat alles, was ein richtig guter Black Dagger-Roman braucht: Eine berührende und dabei kochend heiße Lovestory, eine dramatische Rahmenhandlung und viele, kleine Momente, die überraschen, zum Lachen bringen, dazu führen, dass man sich den Brüdern und ihren Familien noch näher fühlt. 😉 Einige Szenen machen neugierig auf die nächsten Bände …

Die Entwickelung, die Blay und Qhuinn in der Story durchlaufen ist spannend und gut nachvollziehbar, vielleicht ein wenig verdichtet. Das mag dem Anspruch geschuldet sein, „Winterherz“ wäre eine Weihnachtsgeschichte. Aber das Tempo wirkt nie unpassend oder gehetzt, sondern führt dazu, dass man als Leser das Buch kaum aus der Hand legen kann.

 Fazit: „Winterherz“ hat mich mit einer Serie, die ich lange geliebt und der ich eigentlich schon enttäuscht den Rücken gekehrt hatte, versöhnt. Ja, ich bin wieder regelrecht neugierig auf weitere Storys. Dafür gibt es von mir 5 (Weihnachts-)Sterne und eine Leseempfehlung.

Übrigens: Gerade weil sich die Story so sehr auf Blay und Qhuinn konzentriert und an den entscheidenden Stellen genug Hintergrundinfos zur Vergangenheit der beiden liefert, kann man sie auch als Stand Alone lesen, um in die Welt der Black Dagger hineinzuschnuppern. Vorsicht! Könnte Folgekäufe nach sich ziehen. Und die lohnen sich, weil der Serieneinstieg wirklich grandios ist und das Niveau lange Zeit sehr hoch bleibt.

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 Hier kann man das Buch von J.R. Ward kaufen:
 
Winterherz

Für Neueinsteiger hier der Link zu den ersten "Doppelbänden", die es gebraucht z.B. bei Medimops gibt:
- "Black Dagger - Wrath & Beth" (Band 1)
- "Black Dagder - Rhage & Mary" (Band 2)
- "Black Dagger - Zadist & Bella" (Band 3)

Wer lieber neue Bücher kauft, wird hier fündig:
Achtung: Bis Band 27 (!!!) teilt der Heyne-Verlag die Bücher der Serie jeweils in zwei Teile. Immer sehr willkürlich. Um eine komplette Story zu lesen, muss man also jeweils zwei Bücher kaufen.


Bildquelle: amazon

# Die Rezension enthält Werbelinks.


Donnerstag, 11. November 2021

"A Tale of Gods and Monsters" von J. Kenner und J. Schiesser

 
Breit angelegte Geschichte …

Auf dem Markt in Konstantinopel erregt ein merkwürdig aussehender Sklave das Interesse des Wikingers Erik. Er kauft den jungen Mann, um ihn vor einem noch schlimmeren Schicksal zu bewahren und setzt damit eine Kette von Ereignissen in Gang, mit der er niemals gerechnet hat.

In „A Tale of Gods and Monsters“ entführt uns das Autorenduo Katarina Jensen und Jacqueline Schiesser in eine Zeit, in der das Christentum sich gerade in Europa ausbreitet und mit verschiedenen anderen Religionen um Anhänger buhlt. Stellvertretend treffen hier der Mönch Flynn und der Erik aufeinander … und genau an diesem Zusammentreffen kann man die Problematik der Story ausmachen. Beide sind unheimlich neugierig und sehr tolerant. Was im wahren Leben sehr wünschenswert ist, nimmt dem Buch viel Spannung. Natürlich ist es interessant, wenn Flynn Erik von seinem Glauben erzählt und umgekehrt, aber das Ganze hat was von einer Schulstunde, so neutral ist es.

Die Handlung entwickelt sich relativ langsam, ist breit angelegt und eigentlich in sich schlüssig. Was leider fehlt sind kleine, berührende Momente, die tief unter die Haut gehen, die dazu führen würden, dass man mit den Helden liebt und leidet, statt mit mildem Interesse ihrem Weg zu folgen.

Wenn man eine Rezi über ein Buch schreibt, ist es eigentlich fair, nicht zu viel zu verraten. Ausnahmsweise gibt es hier trotzdem eine Bemerkung dazu: Von Anfang an gibt es eine unterschwellige Grausamkeit in der Story, die sich zum Ende hin dramatisch ausweitet. Damit versöhnt mich auch der Epilog nicht. Leser, die gerne ein HE haben, sind mit „A Tale of Gods andMonsters“ denkbar schlecht aufgehoben.

Der Fairness halber: Das Buch ist in den Shops nicht unter "Lovestory" sondern bei den Abenteuerromanen gelistet. 

 Fazit: Von mir gibt es 3 Sterne. Kann man lesen, muss man aber nicht.

P.S.: Ich liebe das wunderschöne Cover, das ausgezeichnet zu der Story passt.


Trotzdem haben wollen?

 Hier kann man das Buch kaufen kaufen:
- "
A Tale of Gods and Monsters

Bildquelle: amazon

# Die Rezension enthält Werbelinks.