Samstag, 21. November 2020

"Puderzuckerküsse" von Poppy J Anderson

Der bekehrte Grinch … ehm … Griffin

Savannah braucht dringend eine Auszeit, aber Weihnachten möchte sie trotzdem feiern. Also mietet sie eine abgelegene Blockhütte, packt ihren Wagen bis unters Dach voll Leckereien und Weihnachtsdeko und macht sich allein mit ihrer kleinen Hündin auf den Weg. Leider muss sie schnell feststellen, dass sie nicht so allein in der Blockhütte ist, wie gedacht.

Weihnachten zu zweit … das könnte traumhaft sein, aber leider scheint der gutaussehnende Griffin nur an einer schnellen Affäre interessiert zu sein, während Savannah von einem Mann träumt, mit dem sie ihr Leben verbringen kann!

Mit „Puderzuckerküsse“ setzt Poppy J. Anderson ihre „Hailsboro“-Reihe fort – auch wenn der kleine Ort mit seinen skurrilen Bewohnern diesmal nur eine Nebenrolle spielt. Trotzdem bleibt er präsent, weil Savannah eine Menge Anekdoten aus ihrer Heimatstadt zum Besten gibt, die Griffin kaum glauben kann.

Ich muss gestehen, dass ich zuerst von der Story nicht sooo begeistert war. Sie schreit gerade am Anfang in jedem Satz „Klischee, Klischee“. Aber sie hat – wie ihre Heldin Savannah – einen einzigartigen Charme, dem man sich nur schwer entziehen kann. Wie Griffin merkt man zuerst gar nicht, dass man sich der Faszination nur schwer entziehen kann. Savannah ist … klasse! Sie ist hat Mut, ein großes Herz und einen tollen Humor, der es ihr auch erlaubt, über sich selbst zu lachen. Da gönnt man ihr einfach, dass Griffin seine Beziehungsphobie überwindet und einsieht, dass er nach genau so einer Frau immer gesucht hat! *grins* Außerdem ist der Kerl Zucker fürs Kopfkino …

Übrigens: Neben der Lovestory machen die beiden Charaktere eine glaubhafte Entwicklung durch, die man ihnen auch abnimmt. Und gegen Ende relativieren sich sogar einige Klischees ein wenig.

Fazit: Super-schöne Story mit ganz viel Weihnachtfeeling. Macht richtig gute Laune und ist genau das Richtige, um sich ein Wochenende zu versüßen! Dafür gibt es von mir 5 Puderzuckerküsse … ehm -sterne und eine Leseempfehlung.

Insider P.S., macht nur Sinn, wenn man die Story schon gelesen hat:

An die Autorin und all die Stadtkinder da draußen. Es gibt schmalbrüstige Sänger, die schreiben ihren Nachnamen mit „ie“. Und es gibt Tiere mit großen gelben Nagezähnen. Die werden von gewissen Individuen gejagt und ausgestopft. Die schreibt man mit „i“.

P.S. zu dem Klischees (mit kleinem SPOILER):

Savannah erwischt ihren Freund Adam mit einem anderen Mann. Interessanter Ausgang für eine Story, dachte ich ... Darum geht es aber in dem Buch nicht wirklich (was ok ist, schließlich ist das hier eine Lovestory und kein Drama). Geärgert hat mich ein wenig, wie Adam als Bilderbuchklischee eines Schwulen daherkommt. Genauso schildert eine meiner Bekannten den "typischen" homosexuellen Mann. Blöd nur, dass sie nicht einen einzigen kennt ...

Gegen Ende relativiert sich das Ganze, deshalb konnte ich die Story mit einem guten Gefühl zu Seite legen. Klischees an sich sind ja nichts Schlimmes, solange man sie mit einem Augenzwinkern benutzt. Gerade in der Hailsboro-Reihe spielt Poppy J. Anderson gerne mit Klischees über Kleinstädte und ihre Bewohner. Ich hoffe zumindest, dass sie spielt. Sonst müsste ich ihr die Beschreibung der Kleinstadtmänner (In Buch steht sinngemäß: meist ungewaschen, oft kleinkriminell und gerne mal aus inzestuösen Beziehungen stammend) ein wenig übel nehmen. Als Dorfkind meckere ich ja auch nur selten über hochnäsige Städter, die vom wahren Leben keine Ahnung haben. Das ist nämlich auch nur so ein Klischee ... 😜)


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- "Puderzuckerküsse

Die Bücher der "Hailsboro"-Serie umfasst 8 (?), mit diesem 9 Bände, die aber nicht aufeinander aufbauen. Man kann jeden Teil für sich lesen.



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# Die Rezension enthält Werbelinks.


Donnerstag, 12. November 2020

"Watch Me" von Sloane Kennedy (engl.)

 

Breaking the rules

Nik will eigentlich auf keinen Fall den arroganten Geschäftsmann Jude Archer bewachen. Er hat genug eigne Probleme. Doch der Bitte eines guten Freundes kann er sich nicht entziehen … und sieht etwas in Jude, dass ihn mitten ins Mark trifft. Nik kann sich der Faszination für den anderen Mann nicht entziehen und bricht eine Regel nach der anderen – obwohl das für einen Bodyguard und seinen Klienten tödlich sein könnte. Aber schließlich erringt er Jude Vertrauen und versteht allmählich, wie der tickt. Reicht das? Vielleicht ist Jude schon zu oft enttäuscht worden …

Mit „Watch Me“ setzt Sloane Kennedy einen etwas anderen Akzent. Zwar haben beide Helden eine schwierige Kindheit, aber wenigstens ist sie diesmal nicht von unerträglichem Missbrauch geprägt. Jude und Nikolai sind zwei tolle Charaktere, mit denen man gerne den gesamten Weg von faszinierter Abneigung zu sehnsuchtsvoller Zuneigung geht. Zusammen mit Nik lernt man erst allmählich, was hinter Judes teilweise sehr schroffem Auftreten steckt.

Zuckersüß sind die Szenen, in denen Nik Jude seine Familie zeigt. Gerade diese Momente sagen sehr viel über den Charakter der beiden Helden aus.

Besonders berührt hat mich aber auch eine Stelle, die aktueller nicht sein könnte: Einmal sagt Nik sinngemäß: „Ich dachte mein Herz wäre wichtiger, als mein Name.“ Recht hat er! Die Taten eines Menschen zählen, nicht seine Herkunft!

Vielleicht kommt der Krimiplot, der ja eigentlich der Grund für das Kennenlernen der beiden ist ein wenig kurz, aber das verzeiht man gerne, weil die Geschichte von den beiden Helden – unterstützt von ein paar tollen Nebencharakteren - mühelos getragen wird.

Fazit:Watch Me“ ist eine tolle Story, die man problemlos als spannenden Romantic-Thriller lesen kann. Sie hat aber eine zweite, viel tiefer gehende Ebene, die dafür sorgt, dass man sie so schnell nicht vergisst. Dafür gebe ich gerne 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

P.S.: Eignet sich gut, um den Stil von Sloane Kennedy kennenzulernen, da die Geschichte noch (?) ein Stand Alone ist.

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- "Watch Me" (Nikolai & Jude)

Einige Bücher der Autorin sind bereits auf Deutsch erschienen, hier eine kleine Auswahl:

"The Protectors"-Serie:
- "Absolution (The Protectors 1)" (Jonas, Mace & Cole)
- "Heilung (The Protectors 2)" (Ronan & Seth)
- "Vergeltung" (The Protectors 3)" (Hawke & Tate)

"Finding"-Serie:
- "Ein Zuhause finden“ 
- "Vertrauen finden"
- "Frieden finden"
- "Vergebung finden"

"Escorts" -Serie (meist M/F):
- "Gabriels Regeln: Escorts Band 1" (Gabriel & Riley)

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# Die Rezension enthält Werbelinks.


Sonntag, 8. November 2020

"Faustpfand (Der Magie verfallen 8)" von Tanja Rast

 

Auf Augenhöhe …

Aenyn bietet jedem Veteranen eine Mahlzeit, einen Platz zum Schlafen und wenn möglich einen Job, so auch Jolian. Aber bei dem sind seine Motive nicht ganz so uneigennützig wie sonst: Er ist nämlich auf den allerersten Blick fasziniert von dem Mann und kann sein Glück kaum fassen, als sie sich langsam näherkommen. Aenyn überlegt fieberhaft, wie er Jolian klar machen kann, dass er für immer bleiben soll, als der plötzlich spurlos verschwindet und stattdessen finstere Gestalten auftauchen …

Faustpfand“ von Tanja Rast ist eine spannende und sehr berührende Geschichte um zwei ungleiche Männer, die sich in einander verlieben, obwohl sie scheinbar nicht auf Augenhöhe sind. Das macht vor allem dem stolzen Jolian schwer zu schaffen. Seine Verletzung hat zur Entlassung aus der Armee geführt und suggeriert ihm, wertlos zu sein. Ist er natürlich nicht, aber er braucht eine Weile um zu erkennen, dass nicht alle Menschen ihn nur dann schätzen, wenn er wie eine gut geölte Waffe funktioniert. Jolian ist ein stiller Held, aber seine Taten sind keineswegs unbemerkt geblieben oder gar vergessen worden.

Man kann die Story einfach als großartigen, spannenden und unheimlich berührenden Fantasy-Roman lesen und wird danach völlig zufrieden sein.

In meinen Augen hat das Buch aber noch eine zweite Ebene, deswegen berührt es so tief. Man kann sich nämlich fragen, wie viele stille Helden auch heute noch „aussortiert“ werden, wenn sie nicht mehr so können, wie es ihr Job erfordert und wieviele von ihnen - wie Jolian - nicht die Anerkennung und Hilfe bekommen, die sie verdienen.

Ich jedenfalls liebe diese Geschichte, in der sich zwei sehr unterschiedliche Männer in einander verlieben und entschlossen um ihr Glück kämpfen.

Fazit: Richtig, richtig Klasse! Tolle Charaktere, spannende und in sich schlüssige Story. Dafür gebe ich richtig gerne 5 Punkte und eine Leseempfehlung.

P.S.: Auch diese Serie kann - wie die "Schmachten und Schlachten"-Reihe in beliebiger Reihenfolg lesen, weil die Geschichten nicht aufeinander aufbauen. Nur die "Magiefunken" enthalten Kurzgeschichten, die das Schicksal schon bekannter Charaktere nach ihrem HE beleuchten. 

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- "Faustpfand"

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# Die Rezension enthält Werbelinks.


Samstag, 7. November 2020

"Drakhall (Schmachten & Schlachten 8)" von Tanja Rast

 

Verzweifelte Flucht in die Freiheit

Prinzessin Zirys weiß, dass sie ihre Ehe nicht mehr lange überleben wird und plant in einem scheinbar günstigen Moment die Flucht. Doch ausgerechnet ihr brutaler Ehemann kommt ihr auf die Schliche. Zirys wehrt sich verzweifelt … und muss danach soviel Platz wie möglich zwischen sich und den Palast bringen. Zuerst fast widerwillig nimmt sie den schwer verletzten Drakhall mit, den man als Gefangenen ins Schloss gebracht hat. Eine verzweifelte Flucht übers Meer beginnt. Doch die Häscher auf ihren Fersen sind nicht die einzige Gefahr für Zirys und Darkhall: Ein mächtiger Feind von jenseits des Meeres bedroht das gesamte Königreich und politische Intrigen haben die Grenzen schutzlos zurückgelassen.

Obwohl der Klappentext so klingt, als würde Drakhall die Geschichte erzählen, erlebt man die Geschehnisse in „Drakhall“ aus Zirys Sicht. Ein geschickter Schachzug von Tanja Rast, da die junge Prinzessin zuerst nicht über alle Ereignisse informiert ist und man zusammen mit ihr langsam den Gesamtzusammenhang entdecken kann.

*grins* Der Reihentitel „Schmachten & Schlachten“ passt auf die Story wie die Faust aufs Auge: Es macht großen Spaß, zusammen mit Zirys den zuerst ziemlich angeschlagenen Helden Drakhall anzuschmachten. Dabei verliert die junge Frau aber nicht aus den Augen, dass sie zu sich selbst stehen und ihre eignen Kämpfe ausfechten muss. Zirys man zu Anfang ein wenig naiv sein, aber sie wächst mit ihren Aufgaben und macht eine tolle Entwicklung durch.

Dabei muss sie zusammen mit Drakhall so einige Schlachten schlagen. Ich muss gestehen, dass ich von solchen Szenen oft gelangweilt bin, wenn sie (in meinen Augen) zu breit ausgewälzt werden. Hier habe ich jede Sekunde voller Spannung das Geschehen verfolgt, vielleicht weil Tanja Rast die Schlachten so lebendig, spannend und real schildert, dass ich mich nicht lösen konnte – oder wollte.

Die Geschichte von Zirys und Drakhall hat mir richtig, richtig gut gefallen. Die gegenseitige Anziehung spürt man von der ersten Sekunde an und fiebert mit den beiden, ob sie trotz all der Gefahren, die sie überwinden müssen, eine gemeinsame Zukunft haben. Das Buch kommt dabei ohne explizite Szenen aus. Finde ich persönlich schade, vielleicht auch deswegen, weil ich wirklich gerne noch mehr von dem tollkühnen Seefürsten und der tapferen Prinzessin gelesen hätte.

Wenn ich eine winzige Kritik an dem Buch habe, dann diese: Manchmal geht es echt ein wenig schnell. So erholt sich Drakhall fast in Supergeschwindigkeit von schwersten Verletzungen, selbst wenn keine Magie im Spiel ist. Das ist aber Meckern auf hohem Niveau …

Fazit: Super! Hier gebe ich richtig gerne 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

P.S.: Die Serie kann man wirklich in beliebiger Reihenfolg lesen. Für diese Story braucht man keinerlei Vorkenntnisse lesen.

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- "Drakhall (Schmachten & Schlachten 8)

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"Der Kater der Magierin" von Tanja Rast

 

Ein Muss für Katzen-Fans!

Die Magierin Mella hat eine ganz besondere Beziehung zu ihrem Kater. Trotzdem bemerkt sie erst, wie klug Neyvo wirklich ist, als ihr scheinbar niemand mehr helfen kann.

Mit „Der Kater der Magierin“ ist Tanja Rast ein kleine Perle gelungen: Als Katzen-Fan liebt man diese Geschichte von der ersten Seite an … allein, weil Neyvo so lebendig, so sehr Katze ist, dass man ihn nicht nur deutlich vor Augen sieht, sondern auch fast sein zufriedenes Schnurren hören kann.

Die Story ist so kurz, dass ich nicht wirklich verraten kann, was so alles passiert, ohne zu spoilern. Aber sie macht richtig, richtig Spaß. Man muss sie einfach in einem Zug durchlesen, kann sich hin und wieder das Lachen kaum verkneifen, wird von der Spannung mitgerissen und … liest sie dann am besten gleich noch mal von vorne!

Fazit: Einfach super!!! Volle 5 Sterne und eine Leseempfehlung. Für Katzen-Fans ist die Story ein absolutes Muss.

Wer nicht genug davon bekommen kann, hat übrigens auch kein Problem: Die Story gehört zu einer Serie, die der Machandel Verlag gerade auflegt. Mit ein etwas wenig Suchen, findet man noch weitere der kleinen Perlen – wenn auch von anderen Autoren.

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Donnerstag, 5. November 2020

"Poltergeister küsst man nicht" von Lara Steel

 

Poltergeister sind gefährlich!

Willow ist fest davon überzeugt, dass es Geister gibt … nur leider findet sie keine. Um trotzdem ihr Geld als Geisterjägerin zu verdienen, simuliert sie sie einfach mit einigen technischen Spielereien und vertreibt sie dann. Mission erfüllt!

Doch in der alten Villa der Witwe Drake ist alles anders: Ein waschechter – wenn auch echt netter und ziemlich heiß aussehender - Poltergeist überrascht Willow mit einem Anliegen, lehrt sie mehr über das Übersinnliche, als sie je wissen wollte und kommt dabei ihrem Herzen gefährlich nahe.

Eigentlich … mag ich gar keine Horrorgeschichten, aber Lara Steel konnte mich schon mit „Kürbisküsse“ davon überzeugen, wie gut sie darin ist, ein wenig Grusel, Spannung und eine romantische Love-Story zu mischen. Das ist ihr auch in „Poltergeister küsst man nicht“ ganz hervorragend gelungen. Die Story ist mit nur 147 Seiten recht kurz, dafür aber sehr dicht geschrieben. Es macht richtig Spaß, Willow und den „Poltergeist“ Seth auf ihrer Mission zu folgen, einen wirklich finsteren Bösewicht zu vernichten, der versucht, aus der Zwischenwelt wieder ins zurück ins Leben zu krabbeln und dafür auch vor Gewalt nicht zurückschreckt. Der Typ beweist, dass Poltergeister nicht nur im romantischen Sinn gefährlich werden können!

Lara Steel erschafft eine tolle Atmosphäre, man sieht die alte Villa förmlich vor Augen – sowohl in der realen Welt als auch in der anderen. Willow und Seth sind richtig sympathisch, ihre wachsende Zuneigung hat etwas bittersüßes, da kein Happy End möglich zu sein scheint. Schließlich ist Seth tot, oder? Die Lösung des “Problems“ ist ein wenig überraschend …

Abgerundet wird die Geschichte von interessanten, manchmal ein wenig skurrilen Nebencharakteren incl. eines echten Geisterhundes. 😉

Fazit: Genau die richtige November-Lektüre! Dafür gibt es von mir gutgelaunte 4,5, aufgerundet 5 Gruselsterne und eine Leseempfehlung.

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Mittwoch, 7. Oktober 2020

"Verfluchtes Drachenherz: Wächterschwingen 3" von Inka Loreen Minden


Großartige Zusammenführung zweier Serien!

Eine Vision führt die junge Hexe Fay in ein abgelegenes Dorf, wo sie den verführerischen und geheimnisvollen Loan kennenlernt. Auch wenn sie ihn an liebsten sofort vernaschen würde, ihre Instinkte warnen sie: Irgendetwas mit Loan stimmt nicht!Doch Fay ist neugierig. Während sie versucht einen uralten Fluch zu brechen, kommt sie allmählich auch Loans Geheimnissen auf die Spur …

Verfluchtes Drachenherz“ ist zwar eigentlich der lang ersehnte, dritte Band der „Wächterschwingen“-Saga von Inka Loreen Minden, man kann ihn aber auch mit Recht als gelungene Fortsetzung der „Beast Lovers“-Serie betrachten, schließlich haben einige der Charaktere, die hier eine wichtige Rolle spielen, dort ihren ersten Auftritt. Auch vom Schreibstil her passt „Verfluchtes Drachenherz“ gut in die Beast Lovers. Das Buch ist unheimlich spannend, temporeich und voller Action. Dabei kommt aber auch die Erotik nicht zu kurz, schließlich knistert es von Anfang an gewaltig zwischen Fay und Loan.

Es macht richtig Spaß mitzuverfolgen, wie die beiden zuerst gegen ihre gegenseitige Faszination ankämpfen, misstrauisch umeinander herumschleichen und sich erst nach und nach näherkommen. Weil man als Leser die Story abwechselnd aus Loans und aus Fays Sicht erzählt bekommt, erhält man einen recht guten Einblick in beide Seiten und muss hin und wieder grinsen. Wären die beiden nicht so sehr darauf bedacht, ihre Geheimnisse zu wahren, gäbe es erheblich weniger Missverständnisse – aber natürlich auch weniger spannende Geschichte für uns Leser.

Natürlich fehlen einige ziemlich witzige, ein paar wirklich romantische und einige absolut heiße Szenen nicht. Außerdem hat man als „Stammleser“ großen Spaß daran, viele der lieb gewonnen Helden aus den anderen Büchern wiederzutreffen. Ich persönlich habe mich am meisten gefreut, dass Ash, den ich immer besonders mochte, eine ziemlich große Rolle spielt.

Nicht falsch verstehen: Man kann „Verfluchtes Drachenherz“ durchaus auch als Stand Alone lesen und verstehen. Aber Vorsicht! Könnte süchtig machen, so dass man ALLE Bände der „Wächterschwingen“ und der „Beast Lovers“ lesen möchte!!!

Fazit: Gelungene Zusammenführung zweier toller Fantasy-Serien! Gefällt mir sehr, deshalb gibt es zufriedene 5 Sterne und eine Leseempfehlung, die ausdrücklich auch für Neueinsteiger gilt!

Ganz persönlich: Die Geschichte von Vincent und Noir gehörte zu den allerersten, die ich vor Jahren auf dem Kindle gelesen habe ... und ich halte sie nach wie vor für einen der besten romantischen Fantasy-Romane, die ich je gelesen habe. Das Buch steckt voller Sehnsucht und Romantik, man fühlt wirklich mit den Helden und zittert mit ihnen, bis zum Ende. Ich bin wirklich glücklich, hier noch einmal einen Blick auf die beiden werfen zu dürfen!


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- "Verfluchtes Drachenherz: Wächterschwingen 3"

Lust auf mehr?

- "Herzen aus Stein: Wächterschwingen 1" (Vincent & Noir, wahnsinnig romantisch!!!)

- "Dunkle Träume: Wächterschwingen 2" (Kyrian & Jenna, herzzerreißend!)

- "Engelslust" (Cain und Raja)

- "Beim ersten Sonnenstrahl"

Zur Reihe "Beast Lovers"

 
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Montag, 14. September 2020

"Verliebt in meinen Mitbewohner" von Garrett Leigh

 Intensiv und wahnsinnig berührend

Seit der Ex-Fussballprofi Micah bei Sam eingezogen ist, kann der die Augen nicht von seinem Mitbewohner lassen. Aber Micah lässt niemanden an sich heran und seine Reaktionen geben nicht nur Sam oft Rätsel auf. Das scheint keine Rolle mehr zu spielen, als sich die beiden endlich näher kommen … doch nicht nur Sam hat Micah beobachtet, sondern auch die Regenbogenpresse ist immer noch hinter ihm her und plötzlich ist die warme Zweisamkeit der beiden dem grellen Licht der Öffentlichkeit ausgesetzt …

Garrett Leigh schreibt großartige, ungewöhnliche Geschichten weit weg vom Mainstream. Ich hätte wissen müssen, dass auch „Sportprofi liebt Nerd“ aus ihrer Feder keine der üblichen Klischee-Storys ist. Trotzdem habe ich das Buch lange ignoriert, weil ich dachte: „Das Thema interessiert mich nicht.“

Weit gefehlt! „Verliebt in meinen Mitbewohner“ ist eine unglaublich liebevolle Charakterzeichnung von zwei jungen Männern, die ihren Weg zueinander suchen. Zusammen mit Sam muss man erst langsam und manchmal schmerzhaft herausfinden, warum Micah bisweilen so kompliziert ist, obwohl ein Teil der Story aus seiner Sicht erzählt wird. Aber Micah weigert sich, über bestimmte Dinge in seinem Leben zu reden, ja er will nicht einmal daran denken. Natürlich weiß Sam einiges über seinen Mitbewohner, schließlich wurde über den bekannten Ex-Fussballer viel geschrieben und jeder einzelne Artikel ist noch immer online nachzulesen. Aber stimmt wirklich, was die Presse behauptet?

Das Buch berührt auf vielen verschiedenen Ebenen: Natürlich geht es darum, wie sehr wir uns oft dazu verleiten lassen, aufgrund von oberflächlichen Informationen einen Menschen zu beurteilen, den wir gar nicht kennen. Es geht darum, wie homophob gewisse Sportarten immer noch sind und darum, wie schwierig es ist, mit Verletzungen und Krankheiten umzugehen, die man nicht mit den Augen sehen und den Händen greifen kann.

Dabei verliert Garrett Leigh aber nie aus dem Blick, das Sam und Micah keine wandelnden Klischees sind. Man wird als Leser nicht mit erhobenem Zeigefinder belehrt, sondern lernt zwei wunderbare Männer kennen, die unglaublich liebevoll für einander sorgen, die in kleinen Gesten ihre Liebe zeigen, lange bevor sie sich trauen, das Wort auch nur zu denken. Diese kleinen, privaten Momente sind so wunderschön erzählt, dass man sich manchmal fast wie ein Eindringling vorkommt, und doch das Buch nicht aus der Hand legen kann, um nur ja keine Sekunde davon zu verpassen.

Fazit: Ich bin berührt und begeistert!!! Die Geschichte geht tief unter die Haut und man vergisst sie nicht so schnell wieder. Von mir bekommen Sam und Micah mindestens 5 Punkte und eine Leseempfehlung. Und eine kleine Warnung: „Verliebt in meinen Mitbewohner“ ist keine rosarote, leichte Zuckerwatte-Love-Story, sondern eine intensive Geschichte, die nachdenklich macht und lange im Gedächtnis haften bleibt.

Kleine Anmerkung: Es gibt zwar eine Menge explizite - und sehr sinnliche - Szenen in der Story, aber das Cover wird der Story nicht gerecht, weil es ein wenig wie das eines billigen Erotikromans wirkt. Die Geschichte von Sam und Micah ist viel, viel mehr und lässt sich nicht auf die Erotik reduzieren.

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Sonntag, 13. September 2020

"The Jackal (Black Dagger Brotherhood: Prison Camp Book 1)" von J.R. Ward (engl.)

 

Ganz interessant, aber nicht begeisternd

Durch einen Zufall findet Nyx, wonach sie seit Jahren sucht: Einen Hinweis auf den Standort des geheimen Straflagers ihrer Rasse. Entschlossen macht sie sich auf den Weg, denn dort wird ihre geliebte Schwester unschuldig gefangen gehalten. Doch nichts ist so wie erwartet, das Gefängnis tief unter der Erde folgt seinen eigenen Regeln und bald kämpft Nyx nicht nur um ihr eigenes Leben, sondern auch um die Zukunft eines Mannes, in den sie sich gegen ihren Willen Hals über Kopf verliebt hat …

Schon der Titel mit dem Zusatz „Book 1“ macht klar: Hier beginnt ein neuer SpinOff der beliebten Black Dagger Brotherhood Serie von J.R. Ward. Was mir an „The Jackal“ gut gefallen hat, warum mich das Buch aber nicht begeistert hat, ist ohne Spoiler kaum zu erklären. Deshalb die Bewertung vorab:

„The Jackal: Black Dagger Brotherhood: Prison Camp Book 1) von J.R. Ward ist eine interessante, jedoch ziemlich in die Länge gezogene Story aus der Welt der Bruderschaft, die ein paar neue Aspekte von alten Bekannten enthüllt. Kann man lesen, muss man aber nicht.

Für Fans – vor allem für Fans von Rhage -  als Hintergrundinfo interessant, aber gleichzeitig enttäuschend. An die vielen temporeichen, erotischen Bücher der Originalserie reicht die Story nicht heran. Von mir gibt es dafür knappe 3 Punkte.

 Ab hier Spoiler möglich:

Die komplette Geschichte von „The Jackal“ wirkt sehr konstruiert. Es gibt einfach zu viele „passende“ Zufälle und zu wenig überraschende Wendungen. Zum Beispiel schreit der „geheimen Badesee“ mitten im Knast so laut „Klischee, Klischee“, das einem fast die Ohren klingeln. Von der ersten Sekunde an ist klar, warum die Ward diese Geheimkammer einbringt: Natürlich ist es einfacher, eine erotische Szene an einem solchen Ort zu erzählen, als in einer kleinen, beengten Gefängniszelle ohne Tür.

Die ganze Story handelt – dem Setting der Grundgeschichte geschuldet – in wenigen Tagen. Schließlich bricht Nyx in ein Gefängnis ein. Das kann nicht lange unentdeckt bleiben und es wird um so schwieriger werden, wieder hinaus zu kommen. Das hört sich eigentlich nach einer aktion- und temporeichen Geschichte an, die man vor Spannung kaum noch aus der Hand legen kann. Wer darauf hofft, wird allerdings bitter enttäuscht werden: Langatmige und streckenweise total langweilige Einschübe über die Vergangenheit bremsen die Aktion immer wieder aus. Es dauert eine ganze Weile, bis man den Zusammenhang zu der aktuellen Story erkennen kann. Das löst aber weniger einen AHA-Effekt aus, als vielmehr ein Schulterzucken darüber, wie kompliziert eigentlich einfache Dinge schildern kann.

Wirklich spannende Szenen gibt es in dem Buch nur sehr wenige, tatsächlich gab es nur eine einzige, in der ich es nicht aus der Hand legen wollte, was mir sonst ziemlich leichtgefallen ist.

Was in der Story wirklich fehlt, sind die kleinen, unheimlich berührenden und / oder herzzerreißenden Momente, die in den guten Büchern der Originalserie immer wieder auftauchen und aus jedem Bruder und jeder Shellan etwas besonderes machen. „Jack“ und Nyx sind sympathisch, und doch… irgendwie eindimensional. Sie wirken wie entfernte Bekannte, die zwar ganz nett sind, die man aber wieder vergisst, wenn man sie eine Weile nicht sieht.

Jack ist Architekt … daran erinnert sich die Ward allerdings nur, wenn es gerade in die Geschichte passt. Man „spürt“ es nicht, es scheint nicht Teil seines Wesens zu sein. Die wahre Kämpferin in der Story ist Nyx, eine Frau aus dem einfachen Volk. Leider gibt es auch in „The Jackal“ wieder unheimlich wenig Infos dazu, wie die Vampire, die nicht der Oberschicht angehören, leben. Selbst Nyx Vergangenheit, selbst ihr Job, falls sie einen hat, bleiben im Dunklen. Wieso hat ihr Großvater ihr beigebracht zu kämpfen? Wie konnte sie sich Selbstverteidigungskurse leisten, wenn doch scheinbar sogar das Geld für Lebensmittel knapp ist?

Ziemlich lieblos geht es bei den Nebencharakteren zu: Jack hat ein paar sehr interessante Freunde, die neugierig auf mehr machen. Zu verraten, warum man sich nicht zu sehr an sie gewöhnen sollte, wäre aber dann doch selbst nach einer Spoilerwarnung zu viel des Guten.

Das der aus dem Gefängnis entkommene Pretrans zuerst keinen Namen hat, ist logisch. Seine Verletzungen sind zu schwer. Wieso er dann einen typischen „Menschennamen“ bekommt und es dabeibleibt, nachdem seine Identität klar wird, ist mir unverständlich.

Richtig geärgert habe ich mich über das „Haustier“ des „Command“. Wer eine der bekanntesten Fantasy-Serien der letzten Jahre gelesen – oder deren Verfilmung gesehen - hat, erkennt die erste Szene mit dem Vieh sofort wieder. Ja, ja, es ist dann doch ein wenig anders als beim … nennen wir es mal „Vorbild“, allerdings schlecht durchdacht. Es gibt nämlich hier eine gewaltige Logiklücke …

Ja, ja, für sich genommen sind das alles Kleinigkeiten. Erstens könnte ich aber ohne Probleme noch eine ganze Weile weiter meckern und zweitens ist es die Summe der Kleinigkeiten, die aus einer interessanten Geschichte eine großartige macht – oder eben nicht.

Was mich übrigens wirklich interessiert hat, wird nie aufgeklärt: Wie kommt „The Jackal“ eigentlich zu seinem Namen?

Ich bin immer noch neugierig auf weitere Geschichten aus dem „Prison Camp“, meine Vorfreude auf das nächste Buch ist jedoch ziemlich gering. Wenn es ebenfalls so schwach ist, werde ich das SpinOff nicht weiter verfolgen.

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- "The Jackal (Black Dagger Brotherhood: Prison Camp Book 1)"

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Donnerstag, 3. September 2020

"Elfendrache" von Tanja Rast

Fantasy vom Feinsten!

(Beim amazon braucht man eine Überschrift für jede Rezi. Hier ist mir das schwer gefallen, weil ich nicht spoilern will. Also bleibt es bei einem Allgemeinplatz - der allerdings die reine Wahrheit ist. Dieses Buch IST Fantasy vom Feinsten!!!)

Eine wilde Flucht führte den Elfenspion Jaron bis an den Fuß des heiligen Berges Sarrian-ma. Entsetzt muss er feststellen, dass seine Hoffnung auf Entkommen von Anfang an vergeblich war und ihm nun ein Schicksal droht, dass schlimmer als der Tod ist. Doch unerwartet greift ein Wesen ein, dass eigentlich nur in Legenden existieren sollte …

Elfendrache“ von Tanja Rast ist … etwas ganz Besonderes! Diese spannende, herzzerreißende und doch wunderschöne Geschichte sollte sich wirklich niemand entgehen lassen! Selten habe ich ein Buch gelesen, dass mich von der ersten Seite an so mitgerissen hat. Ich konnte es keine Sekunde aus der Hand legen, weder während Jarons atemloser Flucht, noch während der schier unglaublichen (aber im Kontext der niemals unglaubwürdigen!) Dinge, die danach passieren.

Wie der Klappentext schon verrät, stößt der verletzte und gefesselte Krieger auf einen Drachen. Von da ab ist die ohne hin toll und atmosphärisch dicht geschriebene Geschichte …

Ich kann das gar nicht in Worte fassen!!! Ich habe gelacht, mir standen die Tränen in den Augen, ich habe gehofft und gezittert – denn lange konnte ich mir nicht vorstellen, wie dieses Buch zu einem guten Ende kommen sollte.

Aber was soll ich nun sagen ohne zu spoilern? Nur so viel: Ich liebe das Ende aus vielen verschiedenen Gründen.

Tanja Rast hat einen wunderschönen Fantasy-Roman geschrieben, der für alle Altersklassen geeignet ist. Sie verschweigt darin nicht die hässlichen Seiten des Krieges, seine Sinnlosigkeit und die Gewalt, die er mit sich bringt. Aber bei all dem schafft sie es doch, den Feind nicht zu klischeehaften Bösewicht zu machen, der bedingungslos vernichtet werden muss.

Die Autorin spielt in ihrer Geschichte mit Klischees, interpretierte sich manchmal überraschend und vielleicht lässt gerade das die uralte Geschichte vom Schönen und dem Biest erfrischend neu und unglaublich gut werden. Übrigens braucht Tanja Rast keine seitenlangen expliziten Szenen. Die immer tiefer werdende Liebe zwischen Jaron und seinem Drachen spürt man in kleinen sinnlichen Momenten, zärtlichen Gesten und ihrer Bereitschaft alles für einander zu geben.

Dabei wird die Geschichte nie „schnulzig“ – oder zu dramatisch - dafür sorgen mit federleichter Hand und genau an der richtigen Stelle eingestreute humorvolle Szenen.

Ich muss aufhören, sonst gerate ich in Versuchung, viel zu viel zu verraten, und meine Lieblingsstellen lang und breit zu erzählen. Besser wäre es, die Story von Jaron und seinem starken, sanften Drachen noch einmal zu lesen. Oder noch mehrmals …

Fazit: Dazu muss ich ja wohl nix mehr sagen, nachdem ich hier so geschwärmt habe, oder? Mindestens 10 von 5 Sternen. Unbedingt lesen!!!

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- "Elfendrache"

Das Buch stammt aus der Serie "Der Schöne und das Biest", in der unterschiedliche Autoren das Thema neu interpretieren. Die Bücher hängen weder zusammen, noch bauen sie irgendwie aufeinander auf. Bisher liegen vier Storys vor, von denen jede für sich und in beliebiger Reihenfolge gelesen werden kann.

1. "Kaiserband" von Tanja Rast

2. "Dämonenfürst" von Tina Alba

3. "Frostsklave" von Regina Mars (Link zu meiner Rezi: *klick*)

4. "Elfendrache" von Tanja Rast


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Mittwoch, 2. September 2020

"Der Hufschmied und sein Dandy" von Rose Lee Wayne

 

Lebe lieber ungewöhnlich …

 Auf den ersten Blick haben Bennet, mit seinem Interesse an Stil und schöner Kleidung, und William, der gezwungen ist, für seinen Lebensunterhalt hart zu arbeiten, wenig gemeinsam. Aber beide lieben Pferde und beide sind dem eigenen Geschlecht nicht abgeneigt – etwas, dass sie vor der Allgemeinheit verbergen müssen. Es dauert nicht lange und die zwei müssen sich eingestehen, dass die Funken zwischen ihnen fliegen.

 Rose Lee Wayne entführt den Leser mit „Der Hufschmied undsein Dandy“ ins Zeitalter des Regency. Das Setting erlaubt einige interessante und amüsante Verwicklungen, die zwar so heute eigentlich keine Rolle mehr spielen sollten, aber durchaus auch modern interpretiert werden können. Hochmut und Standesdünkel wird wohl (leider) immer aktuell bleiben und leider muss man auch nach 200 Jahren noch feststellen, dass lange nicht jeder so leben darf, wie er gerne möchte. Was im Regency engstirnige Gesetze waren, macht heute vielleicht der Druck in den sozialen Medien.

Mit Bennet und William stoßen zwei sehr unterschiedliche Charaktere aufeinander, die aus ganz unterschiedlichen Gründen nicht so leben können oder wollen, wie die Gesellschaft es erwartet. Dabei ist Bennet noch recht jung und sucht gerade nach seinem Platz im Leben. Eigentlich weiß er zwar, was er will, aber es fehlt ihm noch der Mut, gegen bestehende Konventionen aufzubegehren.

William dagegen ist schon etwas älter. Er schert sich nicht mehr darum, was die Leute von ihm denken oder was sie über ihn sagen. Die Entwicklung seiner Einstellung war allerdings sicher nicht ganz freiwillig: Finanzielle Not hat ihn durch eine harte Schule gehen und erkennen lassen, was wirklich wichtig ist.

Die beiden sind ein typisches – und glaubhaftes – Beispiel von „Gegensätze ziehen sich an“ und es macht wirklich Spaß zu erleben, wie sie um einander herumschleichen, weil sie sich der ungebetenen Anziehung nicht entziehen können. Die beiden leben ihr Interesse an einander aus, soviel sei gesagt. Und das ist manchmal ganz schön heiß, dann wieder aber auch überraschend zärtlich. So gestehen sich die beiden ohne große Worte (oder ausschweifende und völlig unglaubwürdige Dialoge) ihre Gefühle. Fand ich richtig, richtig klasse.

 Mir persönlich haben außerdem die vielen interessanten Nebencharaktere gut gefallen, die viel mehr sind als bloße Stichwortgeber. Die Jungs (und Mädels) machen wirklich neugierig und ich hoffe, dass es noch das ein oder andere Buch geben wird, in dem man mehr von ihnen lesen kann.

Fazit: Amüsant, spannend und überraschend aktuell. Gefällt mir sehr! Deshalb gibt es 5 begeisterte Sterne und eine Leseempfehlung.

 P.S.: Besonders positiv ist mir in dieser „Gay“-Story aufgefallen, dass keine völlig klischeehaften weiblichen Charaktere gibt. Sonst tauchen ja gerne die „totale Zicke“ oder die „allerbeste Freundin“ auf. Oder aber es wird einfach sozusagen verschwiegen, dass es auch Frauen auf der Welt gibt …


Haben wollen?

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- "Der Hufschmied und sein Dandy"

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# Die Rezension enthält Werbelinks.


Donnerstag, 6. August 2020

"Am Ende der Welt" von Garrett Leigh

 Auf der Suche nach sich selbst ...

Eigentlich soll Ollie dem Musiker Shay enthüllen, wo der wirklich herkommt. Shay wurde nämlich als kleiner Junge adoptiert. Doch die beiden kommen sich viel näher als gedacht und plötzlich muss Ollie auch über sich selbst nachdenken.

"Am Ende der Welt" von Garrett Leigh ist einer der wunderbaren Geschichten der Autorin, die es immer wieder schafft, Helden und Handlungsbögen weit weg vom Mainstream zu erschaffen. Shay und Ollie - aber auch alle Nebencharaktere - wirken so lebendig und echt, dass man versucht ist, nach der Musik von "Smuggler`s Beat" zu suchen, um sich vielleicht einen Livestream der Band anzuhören. Es macht Spaß, die Jungs nicht nur auf ihrer Tour zu begleiten, sondern auch mitzuerleben, wie Ollie Shay mit dessen unbekannten Wurzeln vertraut macht. Dabei ist Shay kein abgehobener Superstar, sondern ein eigentlich ziemlich verschrobener Musiker, der meist in seiner ganz eigenen Welt lebt.

Aber auch Ollie ist keine ganz einfache Persönlichkeit. Ein traumatisches Erlebnis macht ihm noch immer zu schaffen und er begreift, dass er zuerst an sich arbeiten muss, bevor er eine Chance auf eine gemeinsame Zukunft mit Shay hat.

Wenn ich über das Buch nachdenke, schlagen zwei Herzen in meiner Brust. Einerseits liebe ich Shay und Ollie, die vorsichtige und verständnisvolle Art miteinander umzugehen und die wunderbare Art, wie ihre Geschichte er zählt wird.

Es gibt allerdings ein kleines "aber". Immer wieder hatte ich bei "Am Ende der Welt" das dunmpfe Gefühl, einige Seiten überschlagen zu haben. Mehr als einmal habe ich sogar zurückgeblättert, nur um festzustellen, dass dies gar nicht der Fall war. Irgendwie hat die Geschichte für mich Sprünge, die mich immer wieder irritierten und aus dem Lesefluss gerissen haben.

Viele der Bücher von Garrett Leigh zählen zu meinen absoluten Lieblingen, allen voraus die großartige "Urban Soul"-Serie. Ob ich "Am Ende der Welt" allerdings auch mehr als einmal lesen muss, weiß ich noch nicht.

Fazit: Gut, aber nicht überragend. Kann man lesen ... man muss es aber nicht unbedingt.

Dafür gibt es von mir knappe 4 Punkte und eine etwas zögerliche Leseempfehlung.

Trotzdem haben wollen?

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 # Die Rezension enthält Werbelinks.

Donnerstag, 23. Juli 2020

"Wilder Wolf" von Fel Fern

Mal wieder drauf reingefallen …

Mit seinem letzten Atemzug schickt sein sterbender Adoptivvater Wesley zum Red Rock. Verfolgt von den Schergen des neuen Alphas rettet er sich in letzter Sekunde in ein Höhlensystem … nur um erneut angegriffen zu werden. Doch das ruft einen geheimnisvollen und ziemlich ruppigen Retter auf den Plan.

Wilder Wolf“ von Fel Fern punktet mit einem tollen Cover und einer interessanten Inhaltsangabe. Auch wenn diese merkwürdige Alpha-Omega-Mpreg-Sache nicht wirklich mein Ding ist, wollte ich Wesley und Qwen unbedingt kennenlernen. Also fix die Leseprobe runtergeladen und siehe da … die Story schien gar nicht so schlecht zu sein.

Leider liegt die Betonung auf dem Wörtchen „schien“. Wider besseres Wissen bin ich mal wieder auf den Verlag „Me and the Muse Publishing“ hereingefallen. Fast immer sehen die Bücher gut aus und der Klappentext verspricht eine spannende und / oder anrührende Geschichte. Die ersten Seiten sind auch halbwegs gut geschrieben und nähren die Hoffnung, dass diese Mal alles anders ist. War es bisher aber noch nie …

Auch die Geschichte von Wes und Owen schöpft ihr Potential nicht mal im Ansatz aus. Gnadenlos werden die beiden durch die ohnehin recht kurze Story gehetzt, ohne auch nur den Hauch einer Chance,Tiefe oder gar ein eigenständiges Profil zu entwickeln. Paarbindung auf den ersten Atemzug, gut das Werwölfe über Nacht heilen, den am nächsten Morgen geht es schon zur Sache zwischen den beiden. Dann noch schnell eine kleine Paarkrise und – ach ja! – der böse Alpha müsste auch noch beseitigt werden. Voila! Fertig!!!

Die Story hat maximal das Niveau und den Umfang einen schlechten Heftchenromans, da ist es schon fast gut, wie schnell man durch ist. Liebevolle Details und atmosphärische Dichte fehlen dem Buch ebenso wie ein ordentliches Korrektorat. Wenn mir Rechtschreibfehler auffallen, müssen viele da sein, sonst merke ich das gar nicht. Schon unfreiwillig komisch sind die dabei entstehenden Stilblüten, z.B. Zitat „… den Gar ausgemacht hatte …“.

Fazit: Richtig, richtig schade. Eine interessante Idee, leider total lieblos und sprachlich sehr simple umgesetzt. Dafür gibt es von mir nur 2 Punkte und keine Leseempfehlung.

In Zukunft werde ich bei diesem Verlag wieder Vorsicht walten lassen, bevor ich eines der Bücher kaufe. Über die Endlosserien, die man bei "Me and the Muse" findet, sage ich ja schon gar nichts mehr. Sie finden anscheinend ihr Publikum, sonst würden sie eingestellt werden. Wo bei ich mich die semi-kreativen Titel immer wieder zum Kopfschütteln bringen. Über "Treiben lassen mit einer Seekuh" als Überschrift für eine Gay-Romanze werde ich wohl nie hinwegkommen ...

 Trotzdem haben wollen?

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- "Wilder Wolf"

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 # Die Rezension enthält Werbelinks.


Dienstag, 7. Juli 2020

"Frostsklave" von Regina Mars

Einfach klasse!

Gal wird von allen „Biest“ genannt – wenn sie ihm nicht schlimmere Namen an den Kopf werfen. Seine eigene Familie macht ihm klar, dass er gehen muss, am besten mit den Anwerbern, die Söldner für einen Krieg suchen, aus dem noch niemand zurückgekehrt ist. Doch Gal findet in Lukacs einen unerwarteten Freund und eine Anstellung im Dorf. Kann er also doch bleiben? Eine schicksalhafte Nacht verändert alles …

Ich muss gestehen, dass „Frostsklave“ das erste Buch von Regina Mars ist, das ich gelesen habe. Ihre Protas sind mir in der Regel zu jung. Auch Gal und Lukacs stehen gerade erst an der Schwelle zum Erwachsenwerden. Allerdings ist „Frostsklave“ viel mehr als eine simple Romanze zwischen zwei Teenagern. Die Story ist ein echter Fantasy-Knüller, voller Magie, Kämpfe und mit einer gut durchdachten und in sich logischen Welt. Das Buch berührt, begeistert, bringt zum Schmunzeln und man kann es nicht mehr aus der Hand legen, bis man weiß ob und wie sich das Schicksal der beiden Helden erfüllt. Es gibt so einige unerwartete Wendungen und immer, wenn man denkt: Och nö, das hier passt aber so gar nicht, wird man nur wenige Zeilen später überrascht. Oh doch! Das hier passt ganz wunderbar!!!

Regina Mars mischt munter eine Romanze mit den klassischen Elementen eines Fantasy-Romans, scheut sich nicht altertümlich anmutende und moderne Sprache zu mischen und schafft es auch noch mit lockerer Hand eine gute Portion Sozialkritik so unterzuheben, dass sie nicht belehrend, sondern spannend wirkt. Heraus kommt eine Story, die einfach nur klasse ist und Lust auf ganz viel mehr macht. „Frostsklave“ wirkt auf mich manchmal ein wenig wie Naive Malerei: Scheinbar einfach und ein wenig kitschig, aber doch in sich stimmig und voller interessanter und wunderschöner Details. Das Buch macht zufrieden und hinterlässt ein gutes Gefühl. Wer Lust auf eine Story mit einem unwahrscheinlichen Helden wider Willen hat, der schließlich nicht nur seinen Liebsten, sondern die ganze Welt rettet, ist hier goldrichtig.

Fazit: Unbedingt lesen! Von mir gibt es mehr als 5 Punkte, allein schon weil ich mir mit dem Buch die Nacht um die Ohren geschlagen habe, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es ausgeht.

P.S.: Kritik mit kleinen Spoilern

Ich möchte noch mal betonen, dass ich „Frostsklave“ einfach toll fand – und das trotz einiger Stellen, die man durchaus kritisch betrachten kann. Ok, die erste Kritik ist kleinkariert: Leute, Leute! „Duschen“ ist der geschilderten, mittelalterlich anmutenden Welt eher ein unbekanntes Konzept. Deshalb wird Gal auch eher nicht denken: „… hat vermutlich seit Wochen keine Dusche mehr gesehen …“. Ich vermute, die Dame hat noch nie eine gesehen …. 😉

Lukacs erlebt ein ziemliches Trauma … und schüttelt es scheinbar in Sekunden ab. Hinterher war mir klar, warum das für die Geschichte so sein muss – und ich mag sie wirklich -, aber das ging mir eigentlich dann doch ein bisschen zu schnell. Es gibt ein noch ein paar kleinere Stellen, die man einfach akzeptieren muss. Die Story und ihre liebenswerten Helden machen das dem Leser aber leicht.

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# Die Rezension enthält Werbelinks.

Mittwoch, 24. Juni 2020

"Alpha Night (Psy-Changeling Trinity Book 4) von Nalini Singh (engl.)

"Mating" auf den ersten Blick

Selenka ist ihrem Rudel genau die starke Anführerin, die es in den Zeiten des Umbruchs braucht. Dazu gehört aber nicht nur, Regeln knallhart durchzusetzen, sondern auch ein offenes Ohr und eine Schulter zum ausweinen anzubieten, wenn ihre Wölfe sie brauchen. Mit den Psy hatte sie bisher wenig zu tun, wenn man davon absieht, dass Moskau auch die Basis von Kaleb Krychek ist. Ausgerechnet eine Versammlung der Emphaten spült eine Menge Unbekannte in die Stadt und einen Arrow, der keine Loylität zu besitzen scheint. Dann passiert etwas, was es eigentlich nur im Märchen gibt: Selenkas Wölfin beschließt auf den allerersten Blick, dass Ethan Night ihr Gefährte ist und knüpft ein unzerreißbares Band. Leider ist das Gefährtenband diesmal nicht das HE für die beiden, sondern erst der Anfang der dramatischen Ereignisse …

In „
Alpha Night“ stellt Nalini Singh einer Alpha-Wölfin mit einem Arrow einen ebenfalls sehr starken Gefährten an die Seite. Die Geschichte funktioniert überraschend gut, weil es zwischen den Psy-Soldaten und der Wölfin nicht zu Dominanzgerangel kommt, im Gegenteil: Ethan findet einen tiefen Frieden darin, der „Ritter seiner Königin“ zu sein. Deshalb passt der Titel mit dem Wortspiel Night/Knight perfekt.
Wie die meisten der Arrows hat Ethan ein tiefes Trauma, dass aber bei ihm nicht unbedingt in Silentium begründet liegt. Es ist unheimlich berührend zu lesen, wie er sich für und wegen Selenka der Welt öffnet, ja sich ihr zum ersten Mal im Leben öffnen kann. Das Band, auch wenn es zu Beginn nicht wirklich sichtbar ist, ermöglicht es Ethan seiner Gefährtin zu vertrauen obwohl er zutiefst überzeugt war, sich niemals mehr jemandem öffnen zu können. Dabei ist seine Zeit begrenzt – glaubt er zumindest.
Wenn man die Serie von Anfang an verfolgt hat, fallen zwei Dinge auf: Immer wieder scheinen sich Gefährten zwar zu erkennen, allerdings wird gerade in den ersten Bänden darauf hingewiesen, dass das Band nicht akzeptiert werden MUSS, sondern ein Bonus ist, wenn sich die beiden wirklich lieben. Hier läuft es anders herum …
Einige Bestandteile der Geschichte kommen einem bekannt vor, scheinen in anderen Büchern schon „behandelt“ worden zu sein. Ein tief traumatisierte Arrow, der nicht an seine Zukunft glaubt und mit dem Leben mehr oder weniger abgeschlossen hat, taucht schließlich nicht zum ersten Mal auf …
Ja. Stimmt. Aber wenn ich ehrlich bin: Ich liebe diese Storys. Judd, Vasic und Ethan sind typische Tortured Heros, mit denen man als Leser leidet und denen man ihr Glück um so mehr gönnt. Alle drei haben eines gemeinsam: Eine unbeugsame Integrität, die das grausame System ihnen eigentlich abgewöhnen wollte. Alle drei betrachten sich als gebrochen und sind es auch in gewisser Weise bis sie ihre andere Hälfte finden.
Ethan mit seiner absoluten Ergebenheit gegenüber Selenka … Auf der einen Seite ist das fast schon bedenklich, auf der anderen – und hey! Wir reden hier immer noch von einer Fantasy-Love-Story – ist es natürlich bezaubernd, von einer solch tiefen Treue zu lesen.

Nicht ganz so spannend finde ich dagegen im Moment die Rahmenhandlung. Das Psy-Net ist in Gefahr. Ja. Ist es. Immer noch, schon wieder, noch gaaaaaaaaaanz viel schlimmer als beim letzten Mal. Diese ewigen Superlativen fangen an zu nerven.
Eigentlich hat die Geschichte von Selenka und Ethan genügend Potential um das Buch zu tragen. Da braucht es keine finstere Bedrohung im Hintergrund und nicht schon wieder einen Psy mit bisher unbekannten Superkräften.
Das ist allerdings Meckern auf hohem Niveau. Gewohnt bezaubernd und niemals langweilig sind die wunderbaren Einblicke in das Rudelleben und auch die unheimlich sinnlichen Liebesszenen in der Story. Wenn Nalini Singh meint, einen Teil ihrer Bücher, die in gedruckter Form echte Wälzer sind, mit einer Rahmenhandlung um eine weltweite Verschwörung füllen zu müssen … dann kann ich damit leben. Es bleibt noch genug Platz für den Teil der Story, wegen der ich diese Serie so sehr liebe: Große Gefühle und echte Liebe.

Die von mir heißgeliebten Kurzauftritte der bekannten Helden und Heldinnen gibt es natürlich auch. Dem Setting (und seiner Machtposition geschuldet) trifft man natürlich Kaleb, außerdem Aden, Abott, Ivy Jane und natürlich Sascha, sowie einige andere.

Um in die Storyline einzusteigen, ist „
Alpha Night“ sicher nicht das richtige Buch. Auch wenn die Serie mittlerweile sehr viele Bände hat, es lohnt sich wirklich, diese in der richtigen Reihenfolge zu lesen!

Fazit: Wenn ich an der Story einiges auszusetzen habe, dann ist das eigentlich nur das Murren eines Fans. Auch nach all der Zeit, nach den vielen unterschiedlichen Helden und Geschichten habe ich noch lange nicht genug aus der Welt der Psy-Changelings und kann es jetzt schon kaum abwarten, wie es weitergeht.

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- "Alpha Night" (Berkley Verlag)
- "Alpha Night" (Gollnaz Verlag, hat wieder eindeutig das schönere Cover, ist aber teurer)

Die ersten drei Geschichten der "Trinity" Serie liegen bereits auf Deutsch vor: 
- "Silbernes Schweigen" (Valentin & Silver)
"Das Licht des Ozeans" (Bowen & Kaia)
- "Schatten der Erinnerung" (Alexei & Memory)

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# Die Rezension enthält Werbelinks.

"Kiss me, Doc!" von Clannon Miller

Spannend, lustig, erotisch ... Unbeding lesen!

Ein Feuer hat alles zerstört, was Willows ohnehin nicht perfektes Leben ausmachte. Doch als sie sich zu einer Verzweiflungstat hinreißen lässt und den als eiskalt geltenden Wissenschaftler James Maxwell bestiehlt, trudelt sie damit noch weiter in den Abgrund hinein. Der feine Herr Professor erwischt sie nämlich auf frischer Tat und ist sich nicht zu schade, sie schamlos auszunutzen. Naja, eigentlich macht er ihr ein unmoralisches Angebot. Dass fällt überraschend großzügig aus und wenn James sie nicht gerade anschreit, ist er eigentlich ziemlich nett. Zumindest für einen genialen Erfinder, der die meisten Menschen verachtet und jedes Gefühl mit ein paar hochtrabenden Worten auf die Ausschüttung von ein paar Hormonen reduziert.
Willow wird nicht so recht schlau aus James, aber gegen ihren Willen verliert sie ihr Herz jeden Tag ein wenig mehr an ihn. Leider glaubt James so gar nicht an die Liebe …

Yeah! Clannon Miller hat es wieder geschafft!!! „
Kiss me, Doc!“ ist ein Romantic Thriller, den man nicht mehr aus der Hand legen kann (oder möchte), wenn man einmal angefangen hat. Geschickt werden eine ebenso witzige wie romantische Love-Story und eine spannende Intrige miteinander verflochten. Natürlich würde James sich mit Händen und Füssen – oder wahrscheinlich noch eher mit einem herablassenden Kommentar – gegen die Unterstellung „romantisch“ zu sein wehren. 😊 Aber der gute Mann hat einfach keine Ahnung von Gefühlen und gibt das auch offen zu. Er braucht seine Zeit, um zu verstehen, wie wichtig Willow ihm ist – und wie wenig er das mit Logik erklären kann.

Willow kommt am Anfang ein wenig … einfältig daher. Denn Eindruck erweckt sie beim Leser aber nicht wegen ihrer Sprachstörung, sondern weil sie sich von ihrer Großmutter in eine ausweglose Situation manövrieren lässt. Erst im Lauf der Geschichte erschließt sich, was dahintersteckt und man kann Willow immer besser verstehen.
Es macht unheimlichen Spaß mitzuerleben, wie sich nicht nur Willow – die ja mit ihren knapp 21 Jahren noch recht jung ist -, sondern auch James weiterentwickeln. Als Leser folgt man voller Vergnügen den Wortduellen der beiden, die auf ganz unterschiedlichen Ebenen ablaufen. Wirklich Sprechen kann Willow nicht immer, aber zusammen mit James wird man als Leser ziemlich gut darin, ihre kurzen Sätze und ihr vielsagendes Schweigen zu deuten. Ziemlich amüsant sind ihre ausdrucksstarken Briefe, nicht zuletzt deshalb, weil sie James damit die Möglichkeit nimmt, ihr ins Wort fallen, vom Thema abzulenken, oder ihre Argumente in den Wind zu schlagen.

Sehr interessant in „Kiss me, Doc!“ sind nicht nur Willow und James, sondern auch die Nebencharaktere, die überraschend viele Ecken und Kanten haben und im Verlauf der Geschichte mit mehr als einer Überraschung aufwarten. Am liebsten würde ich noch viel mehr von Burns, Richmond und dem angeblich so schweigsamen Laskowski erfahren. Und wie hat es Cooper geschafft, in nur 15 Jahren ein riesiges Unternehmen aufzubauen? Kurz gesagt: Wie geht es weiter mit allen???

Neben dem Thrilleranteil gehört natürlich in jeden Buch von Clannon Miller eine weiter Komponente: Ziemlich offenherzig wird geschildert, was im Schlafzimmer passiert. Oder im Flur, unter der Dusche und auf dem Küchentisch …
Ich muss gestehen, dass ich hier zu Beginn meine Schwierigkeiten mit den erotischen Szenen hatte. James ist nicht gerade sanft zu Willow, und das ganze wird sehr deutlich geschildert. Man darf aber eines nicht vergessen: Willow ist mündig, ganz und gar nicht dumm und lebt im 21. Jahrhundert (auch wenn das in der irischen Provinz scheinbar noch nicht überall angekommen ist). Sie weiß genau worauf sie sich einlässt, was sie will und ihr „erstes Mal“ ist eigentlich viel realistischer geschildert, als man das gewöhnlich in Liebesromane zu lesen bekommt. Clannon Miller schafft etwas, was scheinbar unvereinbar ist: Die erotischen Szenen sind heiß und doch … witzig. Man kann dieses Buch nicht lesen, ohne hin und wieder laut und herzlich zu lachen. Feine Ironie und ein gewisser Sarkasmus ziehen sich wie ein roter Faden durch die komplette Story und sorgen dafür, dass sie an keiner Stelle kippt, zu flach oder oberlehrerhaft wird. Mal abgesehen von der erotischen Romanze und dem humorvollen Thriller findet man nämlich auch jede Menge Bezüge zu aktuellen Problemen. Da bekommt nicht nur ein gewisser mächtiger Mann mit einer unnatürlich orangenen Hautfarbe sein Fett weg, sondern auch die katholische Kirche, arrogante Machos und egozentrische Tussis.

Fazit:
Kiss me, Doc!“ ist … einfach herrlich. Spannend, lustig, erotisch, voller sympathischer Charaktere und unerwarteter aber nie unglaubwürdiger Wendungen. Mir hat die Story super gefallen und ich weiß jetzt schon, dass sie gleich noch mal lesen werde. Von mir gibt des mindestens 5 Sterne und eine bedingungslose Leseempfehlung!

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