Samstag, 21. November 2020

"Puderzuckerküsse" von Poppy J Anderson

Der bekehrte Grinch … ehm … Griffin

Savannah braucht dringend eine Auszeit, aber Weihnachten möchte sie trotzdem feiern. Also mietet sie eine abgelegene Blockhütte, packt ihren Wagen bis unters Dach voll Leckereien und Weihnachtsdeko und macht sich allein mit ihrer kleinen Hündin auf den Weg. Leider muss sie schnell feststellen, dass sie nicht so allein in der Blockhütte ist, wie gedacht.

Weihnachten zu zweit … das könnte traumhaft sein, aber leider scheint der gutaussehnende Griffin nur an einer schnellen Affäre interessiert zu sein, während Savannah von einem Mann träumt, mit dem sie ihr Leben verbringen kann!

Mit „Puderzuckerküsse“ setzt Poppy J. Anderson ihre „Hailsboro“-Reihe fort – auch wenn der kleine Ort mit seinen skurrilen Bewohnern diesmal nur eine Nebenrolle spielt. Trotzdem bleibt er präsent, weil Savannah eine Menge Anekdoten aus ihrer Heimatstadt zum Besten gibt, die Griffin kaum glauben kann.

Ich muss gestehen, dass ich zuerst von der Story nicht sooo begeistert war. Sie schreit gerade am Anfang in jedem Satz „Klischee, Klischee“. Aber sie hat – wie ihre Heldin Savannah – einen einzigartigen Charme, dem man sich nur schwer entziehen kann. Wie Griffin merkt man zuerst gar nicht, dass man sich der Faszination nur schwer entziehen kann. Savannah ist … klasse! Sie ist hat Mut, ein großes Herz und einen tollen Humor, der es ihr auch erlaubt, über sich selbst zu lachen. Da gönnt man ihr einfach, dass Griffin seine Beziehungsphobie überwindet und einsieht, dass er nach genau so einer Frau immer gesucht hat! *grins* Außerdem ist der Kerl Zucker fürs Kopfkino …

Übrigens: Neben der Lovestory machen die beiden Charaktere eine glaubhafte Entwicklung durch, die man ihnen auch abnimmt. Und gegen Ende relativieren sich sogar einige Klischees ein wenig.

Fazit: Super-schöne Story mit ganz viel Weihnachtfeeling. Macht richtig gute Laune und ist genau das Richtige, um sich ein Wochenende zu versüßen! Dafür gibt es von mir 5 Puderzuckerküsse … ehm -sterne und eine Leseempfehlung.

Insider P.S., macht nur Sinn, wenn man die Story schon gelesen hat:

An die Autorin und all die Stadtkinder da draußen. Es gibt schmalbrüstige Sänger, die schreiben ihren Nachnamen mit „ie“. Und es gibt Tiere mit großen gelben Nagezähnen. Die werden von gewissen Individuen gejagt und ausgestopft. Die schreibt man mit „i“.

P.S. zu dem Klischees (mit kleinem SPOILER):

Savannah erwischt ihren Freund Adam mit einem anderen Mann. Interessanter Ausgang für eine Story, dachte ich ... Darum geht es aber in dem Buch nicht wirklich (was ok ist, schließlich ist das hier eine Lovestory und kein Drama). Geärgert hat mich ein wenig, wie Adam als Bilderbuchklischee eines Schwulen daherkommt. Genauso schildert eine meiner Bekannten den "typischen" homosexuellen Mann. Blöd nur, dass sie nicht einen einzigen kennt ...

Gegen Ende relativiert sich das Ganze, deshalb konnte ich die Story mit einem guten Gefühl zu Seite legen. Klischees an sich sind ja nichts Schlimmes, solange man sie mit einem Augenzwinkern benutzt. Gerade in der Hailsboro-Reihe spielt Poppy J. Anderson gerne mit Klischees über Kleinstädte und ihre Bewohner. Ich hoffe zumindest, dass sie spielt. Sonst müsste ich ihr die Beschreibung der Kleinstadtmänner (In Buch steht sinngemäß: meist ungewaschen, oft kleinkriminell und gerne mal aus inzestuösen Beziehungen stammend) ein wenig übel nehmen. Als Dorfkind meckere ich ja auch nur selten über hochnäsige Städter, die vom wahren Leben keine Ahnung haben. Das ist nämlich auch nur so ein Klischee ... 😜)


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- "Puderzuckerküsse

Die Bücher der "Hailsboro"-Serie umfasst 8 (?), mit diesem 9 Bände, die aber nicht aufeinander aufbauen. Man kann jeden Teil für sich lesen.



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# Die Rezension enthält Werbelinks.


Donnerstag, 12. November 2020

"Watch Me" von Sloane Kennedy (engl.)

 

Breaking the rules

Nik will eigentlich auf keinen Fall den arroganten Geschäftsmann Jude Archer bewachen. Er hat genug eigne Probleme. Doch der Bitte eines guten Freundes kann er sich nicht entziehen … und sieht etwas in Jude, dass ihn mitten ins Mark trifft. Nik kann sich der Faszination für den anderen Mann nicht entziehen und bricht eine Regel nach der anderen – obwohl das für einen Bodyguard und seinen Klienten tödlich sein könnte. Aber schließlich erringt er Jude Vertrauen und versteht allmählich, wie der tickt. Reicht das? Vielleicht ist Jude schon zu oft enttäuscht worden …

Mit „Watch Me“ setzt Sloane Kennedy einen etwas anderen Akzent. Zwar haben beide Helden eine schwierige Kindheit, aber wenigstens ist sie diesmal nicht von unerträglichem Missbrauch geprägt. Jude und Nikolai sind zwei tolle Charaktere, mit denen man gerne den gesamten Weg von faszinierter Abneigung zu sehnsuchtsvoller Zuneigung geht. Zusammen mit Nik lernt man erst allmählich, was hinter Judes teilweise sehr schroffem Auftreten steckt.

Zuckersüß sind die Szenen, in denen Nik Jude seine Familie zeigt. Gerade diese Momente sagen sehr viel über den Charakter der beiden Helden aus.

Besonders berührt hat mich aber auch eine Stelle, die aktueller nicht sein könnte: Einmal sagt Nik sinngemäß: „Ich dachte mein Herz wäre wichtiger, als mein Name.“ Recht hat er! Die Taten eines Menschen zählen, nicht seine Herkunft!

Vielleicht kommt der Krimiplot, der ja eigentlich der Grund für das Kennenlernen der beiden ist ein wenig kurz, aber das verzeiht man gerne, weil die Geschichte von den beiden Helden – unterstützt von ein paar tollen Nebencharakteren - mühelos getragen wird.

Fazit:Watch Me“ ist eine tolle Story, die man problemlos als spannenden Romantic-Thriller lesen kann. Sie hat aber eine zweite, viel tiefer gehende Ebene, die dafür sorgt, dass man sie so schnell nicht vergisst. Dafür gebe ich gerne 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

P.S.: Eignet sich gut, um den Stil von Sloane Kennedy kennenzulernen, da die Geschichte noch (?) ein Stand Alone ist.

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 Hier kann man die Bücher von Sloane Kennedy kaufen: 

- "Watch Me" (Nikolai & Jude)

Einige Bücher der Autorin sind bereits auf Deutsch erschienen, hier eine kleine Auswahl:

"The Protectors"-Serie:
- "Absolution (The Protectors 1)" (Jonas, Mace & Cole)
- "Heilung (The Protectors 2)" (Ronan & Seth)
- "Vergeltung" (The Protectors 3)" (Hawke & Tate)

"Finding"-Serie:
- "Ein Zuhause finden“ 
- "Vertrauen finden"
- "Frieden finden"
- "Vergebung finden"

"Escorts" -Serie (meist M/F):
- "Gabriels Regeln: Escorts Band 1" (Gabriel & Riley)

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# Die Rezension enthält Werbelinks.


Sonntag, 8. November 2020

"Faustpfand (Der Magie verfallen 8)" von Tanja Rast

 

Auf Augenhöhe …

Aenyn bietet jedem Veteranen eine Mahlzeit, einen Platz zum Schlafen und wenn möglich einen Job, so auch Jolian. Aber bei dem sind seine Motive nicht ganz so uneigennützig wie sonst: Er ist nämlich auf den allerersten Blick fasziniert von dem Mann und kann sein Glück kaum fassen, als sie sich langsam näherkommen. Aenyn überlegt fieberhaft, wie er Jolian klar machen kann, dass er für immer bleiben soll, als der plötzlich spurlos verschwindet und stattdessen finstere Gestalten auftauchen …

Faustpfand“ von Tanja Rast ist eine spannende und sehr berührende Geschichte um zwei ungleiche Männer, die sich in einander verlieben, obwohl sie scheinbar nicht auf Augenhöhe sind. Das macht vor allem dem stolzen Jolian schwer zu schaffen. Seine Verletzung hat zur Entlassung aus der Armee geführt und suggeriert ihm, wertlos zu sein. Ist er natürlich nicht, aber er braucht eine Weile um zu erkennen, dass nicht alle Menschen ihn nur dann schätzen, wenn er wie eine gut geölte Waffe funktioniert. Jolian ist ein stiller Held, aber seine Taten sind keineswegs unbemerkt geblieben oder gar vergessen worden.

Man kann die Story einfach als großartigen, spannenden und unheimlich berührenden Fantasy-Roman lesen und wird danach völlig zufrieden sein.

In meinen Augen hat das Buch aber noch eine zweite Ebene, deswegen berührt es so tief. Man kann sich nämlich fragen, wie viele stille Helden auch heute noch „aussortiert“ werden, wenn sie nicht mehr so können, wie es ihr Job erfordert und wieviele von ihnen - wie Jolian - nicht die Anerkennung und Hilfe bekommen, die sie verdienen.

Ich jedenfalls liebe diese Geschichte, in der sich zwei sehr unterschiedliche Männer in einander verlieben und entschlossen um ihr Glück kämpfen.

Fazit: Richtig, richtig Klasse! Tolle Charaktere, spannende und in sich schlüssige Story. Dafür gebe ich richtig gerne 5 Punkte und eine Leseempfehlung.

P.S.: Auch diese Serie kann - wie die "Schmachten und Schlachten"-Reihe in beliebiger Reihenfolg lesen, weil die Geschichten nicht aufeinander aufbauen. Nur die "Magiefunken" enthalten Kurzgeschichten, die das Schicksal schon bekannter Charaktere nach ihrem HE beleuchten. 

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 Hier kann man das Buch von Tanja Rast kaufen kaufen:
- "Faustpfand"

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# Die Rezension enthält Werbelinks.


Samstag, 7. November 2020

"Drakhall (Schmachten & Schlachten 8)" von Tanja Rast

 

Verzweifelte Flucht in die Freiheit

Prinzessin Zirys weiß, dass sie ihre Ehe nicht mehr lange überleben wird und plant in einem scheinbar günstigen Moment die Flucht. Doch ausgerechnet ihr brutaler Ehemann kommt ihr auf die Schliche. Zirys wehrt sich verzweifelt … und muss danach soviel Platz wie möglich zwischen sich und den Palast bringen. Zuerst fast widerwillig nimmt sie den schwer verletzten Drakhall mit, den man als Gefangenen ins Schloss gebracht hat. Eine verzweifelte Flucht übers Meer beginnt. Doch die Häscher auf ihren Fersen sind nicht die einzige Gefahr für Zirys und Darkhall: Ein mächtiger Feind von jenseits des Meeres bedroht das gesamte Königreich und politische Intrigen haben die Grenzen schutzlos zurückgelassen.

Obwohl der Klappentext so klingt, als würde Drakhall die Geschichte erzählen, erlebt man die Geschehnisse in „Drakhall“ aus Zirys Sicht. Ein geschickter Schachzug von Tanja Rast, da die junge Prinzessin zuerst nicht über alle Ereignisse informiert ist und man zusammen mit ihr langsam den Gesamtzusammenhang entdecken kann.

*grins* Der Reihentitel „Schmachten & Schlachten“ passt auf die Story wie die Faust aufs Auge: Es macht großen Spaß, zusammen mit Zirys den zuerst ziemlich angeschlagenen Helden Drakhall anzuschmachten. Dabei verliert die junge Frau aber nicht aus den Augen, dass sie zu sich selbst stehen und ihre eignen Kämpfe ausfechten muss. Zirys man zu Anfang ein wenig naiv sein, aber sie wächst mit ihren Aufgaben und macht eine tolle Entwicklung durch.

Dabei muss sie zusammen mit Drakhall so einige Schlachten schlagen. Ich muss gestehen, dass ich von solchen Szenen oft gelangweilt bin, wenn sie (in meinen Augen) zu breit ausgewälzt werden. Hier habe ich jede Sekunde voller Spannung das Geschehen verfolgt, vielleicht weil Tanja Rast die Schlachten so lebendig, spannend und real schildert, dass ich mich nicht lösen konnte – oder wollte.

Die Geschichte von Zirys und Drakhall hat mir richtig, richtig gut gefallen. Die gegenseitige Anziehung spürt man von der ersten Sekunde an und fiebert mit den beiden, ob sie trotz all der Gefahren, die sie überwinden müssen, eine gemeinsame Zukunft haben. Das Buch kommt dabei ohne explizite Szenen aus. Finde ich persönlich schade, vielleicht auch deswegen, weil ich wirklich gerne noch mehr von dem tollkühnen Seefürsten und der tapferen Prinzessin gelesen hätte.

Wenn ich eine winzige Kritik an dem Buch habe, dann diese: Manchmal geht es echt ein wenig schnell. So erholt sich Drakhall fast in Supergeschwindigkeit von schwersten Verletzungen, selbst wenn keine Magie im Spiel ist. Das ist aber Meckern auf hohem Niveau …

Fazit: Super! Hier gebe ich richtig gerne 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

P.S.: Die Serie kann man wirklich in beliebiger Reihenfolg lesen. Für diese Story braucht man keinerlei Vorkenntnisse lesen.

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"Der Kater der Magierin" von Tanja Rast

 

Ein Muss für Katzen-Fans!

Die Magierin Mella hat eine ganz besondere Beziehung zu ihrem Kater. Trotzdem bemerkt sie erst, wie klug Neyvo wirklich ist, als ihr scheinbar niemand mehr helfen kann.

Mit „Der Kater der Magierin“ ist Tanja Rast ein kleine Perle gelungen: Als Katzen-Fan liebt man diese Geschichte von der ersten Seite an … allein, weil Neyvo so lebendig, so sehr Katze ist, dass man ihn nicht nur deutlich vor Augen sieht, sondern auch fast sein zufriedenes Schnurren hören kann.

Die Story ist so kurz, dass ich nicht wirklich verraten kann, was so alles passiert, ohne zu spoilern. Aber sie macht richtig, richtig Spaß. Man muss sie einfach in einem Zug durchlesen, kann sich hin und wieder das Lachen kaum verkneifen, wird von der Spannung mitgerissen und … liest sie dann am besten gleich noch mal von vorne!

Fazit: Einfach super!!! Volle 5 Sterne und eine Leseempfehlung. Für Katzen-Fans ist die Story ein absolutes Muss.

Wer nicht genug davon bekommen kann, hat übrigens auch kein Problem: Die Story gehört zu einer Serie, die der Machandel Verlag gerade auflegt. Mit ein etwas wenig Suchen, findet man noch weitere der kleinen Perlen – wenn auch von anderen Autoren.

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Donnerstag, 5. November 2020

"Poltergeister küsst man nicht" von Lara Steel

 

Poltergeister sind gefährlich!

Willow ist fest davon überzeugt, dass es Geister gibt … nur leider findet sie keine. Um trotzdem ihr Geld als Geisterjägerin zu verdienen, simuliert sie sie einfach mit einigen technischen Spielereien und vertreibt sie dann. Mission erfüllt!

Doch in der alten Villa der Witwe Drake ist alles anders: Ein waschechter – wenn auch echt netter und ziemlich heiß aussehender - Poltergeist überrascht Willow mit einem Anliegen, lehrt sie mehr über das Übersinnliche, als sie je wissen wollte und kommt dabei ihrem Herzen gefährlich nahe.

Eigentlich … mag ich gar keine Horrorgeschichten, aber Lara Steel konnte mich schon mit „Kürbisküsse“ davon überzeugen, wie gut sie darin ist, ein wenig Grusel, Spannung und eine romantische Love-Story zu mischen. Das ist ihr auch in „Poltergeister küsst man nicht“ ganz hervorragend gelungen. Die Story ist mit nur 147 Seiten recht kurz, dafür aber sehr dicht geschrieben. Es macht richtig Spaß, Willow und den „Poltergeist“ Seth auf ihrer Mission zu folgen, einen wirklich finsteren Bösewicht zu vernichten, der versucht, aus der Zwischenwelt wieder ins zurück ins Leben zu krabbeln und dafür auch vor Gewalt nicht zurückschreckt. Der Typ beweist, dass Poltergeister nicht nur im romantischen Sinn gefährlich werden können!

Lara Steel erschafft eine tolle Atmosphäre, man sieht die alte Villa förmlich vor Augen – sowohl in der realen Welt als auch in der anderen. Willow und Seth sind richtig sympathisch, ihre wachsende Zuneigung hat etwas bittersüßes, da kein Happy End möglich zu sein scheint. Schließlich ist Seth tot, oder? Die Lösung des “Problems“ ist ein wenig überraschend …

Abgerundet wird die Geschichte von interessanten, manchmal ein wenig skurrilen Nebencharakteren incl. eines echten Geisterhundes. 😉

Fazit: Genau die richtige November-Lektüre! Dafür gibt es von mir gutgelaunte 4,5, aufgerundet 5 Gruselsterne und eine Leseempfehlung.

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