Freitag, 5. Dezember 2014

"Drachenzauber" von Patricia Briggs


„Hurog bedeutet Drachen“

„Drachenzauber“ von Patricia Brigg besteht eigentlich aus zwei Geschichten, die zwar aufeinander aufbauen, aber jeweils eine in sich abgeschlossene Episode erzählen. Die englischen Titel „Dragon Bones“ und „Dragon Blood“ treffen den Kern des Geschehens sehr gut.
Für mich passt allerdings auch der deutsche Titel "Drachenzauber" ganz ausgezeichnet. Das gesamte Buch hat mich völlig verzaubert, seit ich es zu allerersten Mal gelesen habe. Seine Magie hat mich in ihren Bann geschlagen und sie wirkt immer noch. Egal, wie oft ich auch die erste Seite aufschlage, ich kann nicht widerstehen und tauche erneut in die Welt der fünf Königreiche ein …

Erstes Buch:
Hurog ist eine uralte Burg hoch oben im wilden Norden des Landes. Als der Burgherr, der Hurogmeten, unerwartet stirbt, ist sein Sohn und Erbe Wardwick erst neunzehn Jahre alt. Doch das ist nicht das eigentliche Problem: Ward wurde schon als Kind von seinem Vater brutal misshandelt und irgendwann scheint dieser ihm in einer seiner Prügelattacken den Verstand aus dem Schädel geschlagen zu haben. Ward wirkt dümmlich, schwer von Begriff und stottert. Seine angeborene Magiebegabung ist ebenfalls verloren.
Aber kaum etwas ist so, wie es auf den ersten Blick aussieht. Ward hat bisher alles getan, um vor der Welt und vor allem vor seinem Vater zu verbergen, dass er sich längst von den Schlägen erholt hat. Er weiß nur nicht, wem er vertrauen kann.
Der überraschendste Teil von Wards Erbe ist ein zerschlagender Platinring. Er wird von Hurogmeten zu Hurogmeten weitergegeben und birgt eine geheimnisvolle Macht in sich: Der Ring stellt die Verbindung zu dem jungen Oreg dar, der von sich behauptet, die Verkörperung der Burg zu sein und schon seit Jahrhunderten zu leben.
Leider überschlagen sich die Ereignisse, bevor Ward die Zeit hat, seine Umgebung daran zu gewöhnen, dass er nicht so dumm ist, wie alle glauben. Ein Dekret des Hochkönigs Jakoven könnte ihn in große Schwierigkeiten bringen. Also flieht Ward mit einer bunten Truppen aus seiner geliebten Burg und macht sich auf, um Ruhm auf dem Schlachtfeld zu erlangen und dort zu beweisen, dass er ein Held sein kann.
Doch dabei versinkt er mit seinen Getreuen fast im Schlamm und der Krieg, den alle erwarten, beschränkt sich auf ein paar blutige, aber im Grunde belanglose Scharmützel. Was der Feind wirklich will, ist eine echte Überraschung für Ward und seine Freunde. Gibt es wirklich nur einen einzigen Weg, die finsteren Absichten zu unterbinden?

Zweites Buch:
Einige Jahre nach den dramatischen Ereignissen, die mit dem Tod des alten Hurogmeten ihren Anfang nahmen, droht der Burg und ihren Bewohnern erneut Gefahr. Der Hochkönig scheint entschlossen zu sein, sein unheilvolles Dekret nun umzusetzen. Offiziell will er prüfen, ob Ward überhaupt geeignet ist, über Hurog zu herrschen. Allerdings hat Jakoven eigentlich etwas ganz anderes im Sinn und seine Absichten sind erheblich finsterer, als es sich Ward und seine Freunde vorstellen können.
Nur mit Hilfe alter Magie können sie verhindern, dass dem König durch eine infame politische Intrige das ganze nördliche Königreich in die Finger fällt.
Ward muss nun tun, was er niemals wollte: Er schließt sich der Rebellion an. Allerdings haben er und seine Mitstreiter unterschätzt, dass auch der König ein Magier ist und damit über Strategien verfügt, gegen die weder Mauern noch Armeen helfen können. Als Ward und seinen Freunden klar wird, was auf dem Spiel steht, ist es fast zu spät …

Der „Zauber“ in diesem Buch geht für mich von den ungewöhnlichen, liebevoll gezeichneten Charakteren aus. Ward ist ein toller Held, mit dem man sich gut identifizieren kann: Groß, gutaussehend, verantwortungsbewusst, klug und herzensgut. Dabei hat er aber auch genug Ecken und Kanten, um nicht unsympathisch zu werden: Abgesehen davon, dass Ward stottert und lange seine gesamte Umgebung zum Narren gehalten hat, plagt er sich mit tiefen Selbstzweifeln und dem ungeliebten Erbe seines Vaters, dass sich in Wutanfällen und Kampfeslust äußerst. Ward hasst es, wenn er merkt, dass er seinem Erzeuger ähnlich ist und sucht verzweifelt nach einem eigenen Weg, für seine Burg und seine Leute ein guter Herrscher zu sein.
„Hurog bedeutet Drache“. In diesem Satz steckt erheblich mehr Wahrheit, als es lange den Anschein hat. „Hurogmeten“ heißt Drachenhüter. Ward gibt wirklich alles, um die zu beschützen, die er liebt.

Die sicher interessanteste Gestalt in der Geschichte ist Oreg, über den man aber leider nicht allzuviel erzählen kann, ohne zu spoilern. Mir gefällt, dass er neben seinen vielen positiven Eigenschafften mit Genuss eine Nervensäge sein kann und hin und wieder seine Umgebung mit Absicht und voller unheiliger Freude zur Weißglut bringt.

Ob Garranon nun zu den Guten oder den Bösen zählt, ob Axiel wirklich der Sohn des Zwergenkönigs ist und warum Ward ausgerechnet von Tisala völlig fasziniert ist, dass sollte jeder unbedingt für sich selber herausfinden.

Fazit: „Drachenzauber“ ist und bleibt eines meiner absoluten Lieblingsbücher. Wie oft ich es mittlerweile gelesen habe, weiß ich schon nicht mehr. Es entführt den Leser in eine phantastische Welt voller Schurken und Helden, voller böser Feinde und echter Freunde. Übrigens: Drachen, die kommen auch vor, allerdings ein wenig anders, als man es vielleicht am Anfang erwartet.

Keine der Figuren in „Drachenzauber“ ist eindimensional. Alle haben ihre Stärken und Schwächen. Von den Beziehungen und Freundschaften lebt die Geschichte weit über den Inhalt der eigentlichen Handlung hinaus. Dabei kommt neben der Spannung und den phantastischen Abenteuern der Humor nie zu kurz.

Leseempfehlung? Ja! Klar! Immer und immer wieder!!! Mit einer Skala bewerten kann ich dieses Buch nicht. Es wird und würde bei mir jederzeit die höchst mögliche Punktzahl erhalten.


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# Die Rezension enthält Werbelinks. (Und ich liebe das Buch so sehr, dass ich unheimlich gerne Werbung dafür mache. Würde ich auch tun, wenn ich nix dafür bekomme!)


Montag, 8. September 2014

"Damals, heute & irgendwo dazwischen" von Melanie Hinz

Traumhaft! 

Als Mia sich von ihrem Mann verabschiedet, weil der für zwei Wochen auf eine Dienstreise muss, ahnt sie noch nicht, dass sich in dieser Zeit ihr ganzes Leben von Grund auf ändern wird. Sie trifft nicht nur ihre alte (und erste) Liebe Joe wieder, sondern findet auch noch etwas Unglaubliches heraus.

Als sie versucht, ihre Verzweiflung und ihren Schock mit Alkohol zu betäuben, wacht sie erstaunlicherweise nicht mit einem Kater auf, sonder träumt einen merkwürdigen realen Traum.

Aber irgendwann ist jede Nacht vorbei und als Mia erwacht, ist ihr klar, dass es wie bisher nicht weitergehen kann. Aber wie kann und wie soll ihr Leben in Zukunft aussehen? Muss sich Mia nicht zuerst einmal selbst finden, bevor sie eine neue (alte?) Beziehung (weiter-)führen kann?

Wenn man alle Romane von Melanie Hinz kennt, kommen einem einige der Motive als dem Buch bekannt vor. Das heißt aber auf gar keinen Fall, dass es nicht spannend und interessant ist!!! Die Autorin hat in meinen Augen eine geradezu magische Gabe, lebendige Charaktere zu erschaffen. Mia, Clara, und wie sie alle heißen, sind nicht perfekt. Sie machen Fehler, müssen damit leben und daraus lernen.

Aber gerade weil sie so real wirken, finde ich ihre Geschichten so spannend. Mia ist für mich nicht nur eine Figur, sie scheint ein richtiger Mensch zu sein.

*Grins* OK. Joe ist ziemlich perfekt und der absolute Traummann. Aber, wie nicht zuletzt dieses Buch beweist, Träume sollte man nicht unterschätzen. Manchmal weisen sie auf etwas hin, dass der Verstand einfach bei Tag nicht wahrhaben will. Also: Ein Hoch auf alle Traummänner!


Übrigens: Ich habe die geschmackvollen, erotischen Szenen in den anderen Büchern von Melanie Hinz sehr gerne gelesen. Hier beschränkt sich die Sinnlichkeit eher auf die spürbare Sehnsucht zwischen Mia und Joe und auf zärtliche, sanfte Berührungen. Explizite Schilderungen gibt es nicht.

Haben sie hier gefehlt? Nein! "Damals, heute & irgendwo dazwischen" (Wie auch alle anderen Bücher vorher!) lebt von seiner wunderbaren Geschichte.

Begeistertes Fazit: Mindestens 5 Punkte, eine Leseempfehlung und die träumerische Hoffnung, dass es eine Fortsetzung gibt.

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# Die Rezension enthält Werbelinks.

Samstag, 14. Juni 2014

"Harvestine" von Clannon Miller


Harvestine: Sieben Jahre und vier Sommer (Gesamtausgabe)Aschenputtel war gestern …


Emma ist zwölf, hat zwei mehr als furchtbare Schwestern und eine völlig gleichgültige Mutter. Ihr Leben ist alles andere als einfach. Aber als ihre Mutter eine Stelle auf dem Land als Krankenpflegerin erhält, fühlt sie sich zum ersten Mal frei und glücklich. Sie würde alles tun, um in der Schwarzmühle bleiben zu dürfen ...
Mit dem alten Baron kommt sie bestens klar. Aber der hat zwei Söhne, die beide auf ganz unterschiedliche Art von Emma fasziniert sind. Während der ruhige Leon ihren hellen Verstand und ihre blühende Fantasie mag, sieht sein Bruder Max in dem jungen, unschuldigen Mädchen schon eine Frau, die er unbedingt besitzen will.
So birgt schon der erste, traumhaft schöne Sommer in der Schwarzmühle die Saat der Katastrophe. Egal, wie hart Emma dafür kämpft, ihr Paradies zu erhalten, das Schicksal ist gegen sie.
Erst als erwachsene Frau kommt Emma zurück. Aber auch wenn sieben Jahre vergangen sind, so ist die Vergangenheit doch mehr als lebendig. Sie muss zuerst klären, was damals wirklich geschah, bevor sie eine Zukunft hat.

Wenn man anfängt, "Harvestine" von Clannon Miller zu lesen, glaubt man unversehens, sich in einer modernen Version von Aschenputtel zu befinden. Aber Vorsicht! Das hier ist nicht die Variante, die man als "Gute-Nacht-Geschichte" den Kindern vorliest!
Wie in den Originalen geht es auch hier teilweise grausam zu und schon im ersten Teil, der immerhin Emmas Kindheit / frühe Jugend beschreibt, zeigt sich eine düster-erotische Komponente. Das Ganze wird allerdings immer wieder geschickt aufgelockert, wenn man liest, wie Emma ihren teilweise chaotischen und furchtbaren Alltag in ihren Fantasiegeschichten verarbeitet und diese in unzähligen Schulhefen aufschreibt.
Während aber das Original-Aschenputtel recht schnell von ihrem Prinzen gerettet wird, scheint "Frau" sich im 21. Jahrhundert auf so etwas nicht mehr verlassen zu können. Die erwachsene Emma muss für ihre Liebe kämpfen und zuerst ist nicht einmal der Prinz auf ihrer Seite.
Der zweite und dritte Teil des Buches sind weniger märchenhaft erzählt, aber nicht weniger gut geschrieben. Ob und wie sich das furchtbare Drama aus dem ersten Teil auflöst werde, ich hier natürlich nicht verraten.

Clannon Miller hat schon in ihren beiden ersten Romanen eine ganz unvergleichliche Art zu schreiben gezeigt: Spannend, opulent, höllisch sexy und voller gut beobachteter und Charakter und Situationen. Dabei ließen sich die Bücher eigentlich nicht in eine bestimmte Kategorie einordnen: Romanze? Thriller? Komödie? Erotischer Roman? Von allem ein wenig und doch etwas ganz Eigenes.
Insofern passt ihr neues Buch in diese Reihe: "Harvestine" ist ein modernes Märchen, ein verzwickter Thriller, eine tiefromantische Love-Story und gleichzeitig die Geschichte zweier völlig verkorkster Familien. Das Buch könnte leicht ein Drama sein. Ist es aber nicht! Mit Ironie und Humor (und mit magischen und hin und wieder rotzfrechen Worten) verführt es dazu, laut zu lachen, wo man doch eigentlich einen dicken Kloß im Hals hat.
Dieses Buch hat mich begeistert und mir den Schlaf geraubt, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht. Es steckt voller unerwarteter Wendungen, bis am Ende ... (nein, ich verrate es nicht!)

"Harvestine" ist etwas ganz Besonderes. Ich liebe diese Geschichte wirklich und kann sie jedem nur ans Herz legen. 5 Punkte reichen für eine Bewertung nicht aus. Unbedingt lesen!!!
Aber Vorsicht! Zeit einplanen!!! Das Wort "episch" aus dem Klappentext steht da nicht zufällig. Der Preis von 3,48 für die kindle-Ausgabe ist ein (sehr kundenfreunlicher) Witz für ein Werk dieses Umfangs.

P.S.1: Ich könnte jetzt hier noch eine ganze Weile über das Buch und die vielen geschickten, wunderbaren Anspielungen schwärmen oder über die Dinge, die nicht ausgesprochen sind, und die man trotzdem finden kann. Aber das würde nur die Zeit stehlen, dieses moderne Märchen selber zu genießen.
P.S.2: Für Insider: "Harvestine" von Clannon Miller kenne ich jetzt. Nun möchte ich eigentlich am liebsten alle drei Teile von "Harvestine" von E.M. Short lesen. Die Abenteuer von Sagya Drachentochter sollen ja wirklich der Hammer sein ...

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# Die Rezension enthält Werbelinks.

"First Day - Die Mission" von Clannon Miller

Ganz großes Kino!!!

First Day - Die MissionIm Gegensatz zu den meisten anderen habe ich "First Day", also den zweiten Teil der Geschichte um Julia, zuerst gelesen, weil mich der Klappentext hier erheblich mehr gereizt hat. Gefunden habe ich einen Roman, der mich an einen amerikanischen Blockbuster erinnert, ganz großes (Popcorn-) Kino also! Und das meine ich durchaus positiv!

So ganz ernst kann ich die beiden superreichen, super aussehenden und super kampferprobten Helden nicht nehmen, aber das mindert das Lesevergnügen keine Sekunde.
Die beiden haben nämlich genügend Macken, um nicht zu unsympathischen Abziehbildern zu verkommen: Dem coolen und kampferprobten Ex-SEAL Marc sinkt tatsächlich regelmäßig bei Julia nicht das Herz in die Hose. Er vermisst eher sein Hirn und handelt nur noch aus ... sagen wir mal dem Herzen heraus. Julia dagegen hat eine lange Trauerzeit hinter sich und verspürt zum ersten Mal wieder Gefühle. Natürlich hat sie Angst, verletzt zu werden, aber dem erotischen Feuerwerk, das sich zwischen ihr und Marc entzündet, kann und will sie nichts entgegensetzen.
Abgerundet wird die Love-Story von einem Thriller-Anteil um den russischen (Super-)Schurken Morosow.

Für mich punktet Clannon Miller auch hier mit ihren hintersinnigen Humor. Wenn (fast) alle Angestellten von Julia, die ihren ersten Mann natürlich kannten, sie andauernd daran erinnern, was "... der Herr Mahler wohl dazu sagen würde..." oder ihr Ex-Bodygard Silvio nicht nur dreckige Sprüche klopft, sondern auch noch herrlich politisch unkorrekt ist, kann man sich einfach nur amüsieren. Und mal ehrlich: Wer hätte nicht auch genau das schon mal gerne gemacht, was Julia mit ihrem zunächst alles andere als freundlichen Schwiegervater in Spe in dem Club anstellt???

Wäre dies wirklich ein Film, würde man sagen, dass alle Darsteller ihre Rollen mit großer Spielfreude ausfüllen. Man liebt und leidet mit ihnen und kann das Kino nicht verlassen ... ich meine das Buch nicht aus der Hand legen, bis der letzte Vorhang gefallen bzw. die letzte Seite gelesen ist.

Fazit: Von mir gibt es 5 Punkte, eine Leseempfehlung und eine Oscar - Nominierung.
Natürlich habe ich im Anschluss sofort "First Night - Der Vertrag" gelesen. Das Buch hat mir genauso viel Spaß gemacht.

P.S.: Wer den Roman zu ernst nimmt, dem empfehle ich stattdessen "James Bond" zu lesen. Als Fachlektüre, um etwas über den MI 6 zu lernen...


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# Die Rezension enthält Werbelinks.


"First Night - Der Vertrag" von Clannon Miller

Ein (un)moralisches … Aschenputtel

Eine Million für die erste Nacht mit einem gutaussehenden Millionär? Warum zögert die Studentin Julia eigentlich noch? Nun, weil sie einerseits nur aus Liebe mit einem Mann schlafen will und anderseits riesige Angst davor hat, sich ernsthaft zu verlieben.

"First Night" von Clannon Miller sticht aus zwei Gründen aus der Masse der erotischen Liebesromane heraus, die man auf dem e-book-Markt findet:
1. Der Roman ist ganz erheblich länger als die meisten anderen Bücher, die zu diesem Preis angeboten werden.
2. Er ist wirklich genau dass, was der Klappentext verspricht: Heiß, süß, witzig und spannend!

Spätestens, wenn Julia bei "C&C" (!!!) preiswerte Klamotten kauft oder Thomas den angeschlagenen Discounter "Sparfox" übernehmen will, weiß man, dass man den Roman einfach mit einem Augenzwinkern lesen muss. Und er macht richtig Spaß!
Kleiner Insider: Den Namen des Politikers, den Julia als Bennis Vater im Verdacht hat, muss man sich einfach auf der Zunge zergehen lassen... (Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind natürlich nicht beabsichtigt ;D ...)

Jo, die zwei Helden sind manchmal ein wenig klischeehaft, aber deshalb nicht weniger sympathisch. Außerdem haben sie genügend Macken, um nicht zu Abziehbildern zu verkommen. Wenn der große Herr Mahler mal wieder voller Wut sein Handy zerdeppert oder sich mit der eigentlich unschuldigen Studentin im Dirty talk übt, schwankt man zwischen Lachen und Faszination. Die Story wird nie langweilig, schnulzig oder primitiv und verkommt auch nicht zur Komödie. Sie ist eine gelungene, erotische Liebesgeschichte mit einem leichten Thrilleranteil, die deutlich vielschichtiger und intelligenter ist, als es auf den ersten Blick scheint und den Leser richtig gut unterhält!

Fazit: Von mir gibt es jedenfalls 5 Punkte und eine Leseempfehlung!

Anmerkung: In vielen Rezensionen wird angemerkt, dass die Geschichte viele Rechtschreibfehler enthält. Das ist mir nicht aufgefallen. Entweder die Story hat mich zu sehr gepackt, oder die Überarbeitung hat etwas genutzt. Und ja, hin und wieder ist vielleicht, sagen wir mal ... eine kleine juristische Unschärfe drin. Aber das hat mich nicht wirklich gestört. Wenn der Roman, wie so viele andere, in den USA gespielt hätte, wäre es vermutlich niemand aufgefallen und ein klein wenig "dichterische Freiheit" gestehe ich persönlich der Autorin jetzt einfach mal zu!


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# Die Rezension enthält Werbelinks.

Mittwoch, 2. April 2014

"Liebe im Paket" von Melanie Hinz

Liebe im Paket

(leider zurzeit nur gebraucht verfügbar)
"Liebe im Paket")

Diese Sonderausgabe enthält die Romane:

- "Nie genug"
- "Ungeplant"
- "Unerwartet"
- "Durch den Sommerregen"
- "Unvermeidlich"
und die Kurzgeschichte "Nie genug von dir"


Melanie Hinz beglückt ihre Fans (und die, die es werden wollen!) mit der Sonderausgabe ihrer bisher erschienenen Romane rund um den Tattoo-Shop von Sam, Markus und Gabriel in Mönchengladbach.
Über 900 Seiten laden dazu ein, die Geschichten in einem Zug durchzulesen:

In "
Nie genug" lernt die Emma den Tätowierer Sam kennen. Leider verhindert ihr mangelndes Selbstbewusstsein zunächst, dass sie erkennt, wie sehr Sam an ihr interessiert ist. Ihren früheren Freunden war sie nämlich "nie genug". Außerdem hat sie eine geheime Identität als "Gemma", die sie zunächst nicht preis geben will. Sie traut sich einfach nicht zu zugeben, dass sie eine erfolgreiche Erotik-Autorin ist. Dabei findet Sam: "Deine Bücher habe ich durch. Die Storys sind tiefgründig und mit einer nachvollziehbaren Handlung. Die Sexszenen sind genau richtig platziert und verdammt heiß."
Genau das trifft übrigens zu 100% auch auf die Bücher der Autorin Melanie Hinz zu. Ihre Geschichten stecken voller lebendiger, sympathischer Charaktere, sie gehen unter die Haut und bleiben im Gedächtnis haften! (Und das, sehr geehrte Frau Hinz, IST und BLEIBT eine weitere Parallele zu Emma, auch wenn Sie behaupten, diese würden sich auf die Liebe zu Erdnussbutterschokoriegeln und Tattoos beschränken! ;D)

Auch Sven geht seine Sandkastenfreundin Melina in "
Ungeplant" unter die Haut und nistet sich direkt in seinem Herzen ein. Aber Melina besteht auf eine Beziehungspause, um zu testen, ob ihre Gefühle füreinander wirklich echt sind. Sam geht darauf ein und leidet wie ein Hund. Richtig schlimm wird es aber erst, als Lina wegen "ungeplanter Umstände" glaubt, ihre Freundschaft hätte keine Zukunft und sie wäre seine Liebe nicht wert. Gut dass Sven nicht aufgeben will!

Wie es mit Jakob weitergeht, erfährt man dann in "
Unerwartet". Er lernt nach seinem Umzug seine neue Nachbarin Kati kennen, die erst ziemlich erbost ist, weil er ihre Ruhezeiten stört. Die hat sie als Unternehmerin und Alleinerziehende auch dringend nötig! Schließlich muss sie sich nicht nur um einen Coffeeshop, sondern auch um ihren pubertierenden Bruder Ben kümmern.
Trotzdem rutscht sie irgendwie in eine Affäre mit ihrem attraktiven Nachbarn. Richtig kompliziert wird es, als dessen Freund Paul auftaucht. Oder ist es etwa doch ganz einfach?
Melanie Hinz präsentiert hier eine sehr ungewöhnliche Liebesgeschichte, obwohl sie auch sonst ein Händchen dafür hat, zu schildern, dass moderne Beziehungen oft eben nicht mehr viel mit dem klassischen Bild einer Vater-Mutter-Kind-Familie zu tun haben. Familie ist, was man daraus macht!

Die Story um Kati, Jakob und Paul wird in der letzten Geschichte in diesem Sammelband als Nebenhandlung weitergeführt: In "
Unvermeidlich" muss sich Daniela, Jakobs jüngere Schwester, fragen, wie sie ihr zukünftiges Leben gestalten will. Trotz ihrer Jugend ist sie bereits Mutter einer aufgeweckten Sechsjährigen. Der leibliche Vater ihrer Tochter zeigt allerdings wenig Interesse. Ganz anders sein Bruder Alex, der einfach immer da ist, wenn es darauf ankommt. Aber darf sie sich in ihren "Fast-Schwager" verlieben? Und wie wird ihre Familie, ihre Tochter und deren Vater darauf reagieren?
Dani will alles richtig machen und steht sich dabei manchmal selber im Weg. Gut dass Alex nicht aufgibt, sondern für ihr gemeinsames Glück kämpft!

Natürlich fehlt auch die Story "
Durch den Sommerregen" nicht in der vorliegenden Sammlung. Sie erzählt, wie sich Helena und Gabriel (Genau! Der aus dem Tattoo-Shop!) kennen- und lieben lernen. Dieses Buch ist immer noch meine persönliche Lieblingsgeschichte: Wie sich Helena, die voller Bindungsängste und Selbstzweifel steckt, und Gabriel, der mit seiner traumatischen Vergangenheit kämpft, einander vorsichtig nähern, sich langsam öffnen und schließlich merken, dass sie zueinander gehören, ist einfach nur wunderbar zu lesen.

Als Bonbon zum guten Schluss findet man die Kurzgeschichte "
Nie genug von dir", die erzählt wie sich Markus und Nadine "wiedertreffen".

Alle Geschichten von Melanie Hinz haben eines gemeinsam: Sie sind spannend und berühren das Herz, die Charaktere sind glaubhaft und lebendig und die erotischen Szenen sind nie Selbstzweck, sondern passen in die Handlung und sind ziemlich heiß.

Vom mir gibt es deshalb, wie auch schon für jeden der Romane als Einzelbuch, mehr als 5 Punkte und eine Leseempfehlung. Aber Vorsicht! Die Bücher machen süchtig! Es kann also passieren, dass man das Buch / den reader über 900 Seiten lang leider nicht mehr aus der Hand legen kann.

Wer danach immer noch nicht genug hat: Eines der Bücher der Autorin ist in dem Sammelband nicht enthalten:"Eine zweite Chance für den ersten Eindruck"

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# Die Rezension enthält Werbelinks.



Sonntag, 16. März 2014

"Die Gefährtin des Jaguars" von Jennifer Ashley

Spannend, sexy und knallhart

Den Gestaltwandlern ("Shifter") in Jennifer Ashlesy's Serie "Shifters unbound" ist ihr "Outing" nicht sehr gut bekommen: Die Menschen haben sie zusammengetrieben und zwingen sie magische Halsbänder zu tragen, die ihre Aggressionen unterdrücken sollen. Darunter fallen auch die Rangkämpfe, die in ihrer Natur liegen. Als Bürger zweiter Klasse leben sie am Rande der Städte in sogenannten Shiftertowns, eigenen Ghettos, und werden von den Menschen verachtet.
Die Shifter haben sich allerdings ihre Identität bewahrt. Unbemerkt von den Menschen existiert eine Parallelgesellschaft mit eigenen Regeln. Langsam werden die Shifter stärker. Trotz oder wegen der Unterdrückung haben sie gelernt, zusammen zu halten, statt gegen einander zu kämpfen. Aber nicht alle finden diese neue Einigkeit gut: Einige der Gestaltwandler sind dafür, die "alten Sitten" wieder ein zu führen, die von einer einzigen Regel beherrscht wurden: Dem gnadenlosen Gesetz des Stärkeren, geschrieben im Blut der Besiegten.

An dieser Stelle setzt auch mit "Die Gefährtin des Jaguars" die Geschichte von Spike und Myka ein:
Spike ist zwar ein hochrangiges Mitglied der Gemeinschaft, aber Liam, sein Anführer, vertraut ihm noch nicht wirklich, weil sie sich erst relativ kurze Zeit kennen. Liam steht für eine gemäßigte Politik und versucht verschiedene Clans möglichst friedlich zu einigen, um sie so alle zu stärken. Entsprechend braucht er zwar Kämpfer wie Spike, setzt sie aber nur selten ein.
Spike lebt seine angeborene Aggressivität in halb legalen Kampfclubs aus. Dort holt ihn die Vergangenheit gleich von zwei Seiten ein: Zuerst erfährt er von der hübschen Myka, dass er Vater eines Sohnes ist, um den er sich in Zukunft kümmern muss, weil dessen Mutter im Sterben liegt, dann taucht ein alter Bekannter bei ihn auf und will ihn für eine hinterhältige Intrige gegen Liam gewinnen.
Spike ist ratlos: Was ist das Beste für die Zukunft seines Sohnes und wie soll er mit den Gefühlen umgehen, die Myka unerwartet in ihm wachsen lässt?

Zuerst war ich irritiert, warum die Serie, die im Englischen mittlerweil zehn Teile umfasst, nicht in der richtigen Reihenfolge veröffentlicht wird. "Die Gefährtin des Jaguars" ist nämlich vom zeitlichen Ablauf her die fünfte Geschichte. Aber "Hard Mated", wie die Story im Englischen heißt, ist eine außerordentlich kluge Wahl, um richtig neugierig auf die Serie zu machen: Die Eigenheiten der Shifter, ihre Stärken und Schwächen, sind klar heraus gearbeitet. Man versteht die grundsätzliche Problematik ihrer Lebensweise am Rande der Gesellschaft, ohne dass im Detail darauf eingegangen wird, wie es dazu gekommen ist und man lernt eine Menge der wichtigsten Charaktere der Serie kennen, so dass man neugierig auf deren eigene Geschichten wird.

Wenn es in Urban Fantasy Romanen um Gestaltwandler geht, komme ich nicht darum herum, sie mit Nalini Singh zu vergleichen, die für mich persönlich in dieser Beziehung das Maß der Dinge ist. Umso erfreutet habe ich festgestellt, dass die Shifter die Gegenüberstellung nicht zu scheuen brauchen: Jennifer Ashley hat eine interessante Welt für ihre Gestaltwandler geschaffen. Die Jungs (und Mädels) haben es deutlich schwerer und sind entsprechend rauher und ungeschliffener, als die Changelings ocn Nalini Singh. Aber sie sind trotzdem auch klasse! Spike und seine innerern und tatsächlichen Kämpfe um seine Zukunft sind mitreißend und nach vollziehbar geschildert. Man spürt seine Einsamkeit und Hoffnungslosigkeit und verfolgt dann gespannt, wie er mit Jourdan und Myka plötzlich etwas findet, das seinem Leben Sinn und Ziel gibt.

Ich bin richtig begeistert und hoffe darauf, dass die komplette Serie möglichst rasch übersetzt wird. Von mir gibt es auf jeden Fall 5 Punkte und eine Leseempfehlung.
Nur zur Warnung: Ich war schon nach der ersten Seite süchtig...

Zur Info hier noch ein Überlick über die bereits erschienenen Titel der Serie. Warum sie so merkwürdig nummeriert ist, weiß ich nicht. Die Zahlen stammen von der homepage der Autorin:



Shifters unbound Reihenfolge:
1.
Pride Mates (Liam + Kim)
2. Primal Bonds (Sean + Andrea)
2,5. Bodyguard (Ronan + Jennifer); deutsch: "Bodyguard: Unter dem Schutz des Bären"
3.
Wild Cat (Diego + Cassidy)
3,5. Hard Mated (Spike + Myka); deutsch: "Die Gefährtin des Jaguars"
4.
Mate Claimed (Eric + Iona)
4,5. Lone Wolf (Ellison + Maria)
5. Tiger Magic (Tiger + Carly)
5,5. Feral Heat (Jace + Deni)
6. Wild Wolf (Graham + Misty)

6,5 Bear Attraktion (Walker + Rebecca)
7. Mate Bond (???) (erscheint im April 2015)

Kurzgeschichten:
- Perfect Mate (auch in "Unbound") (Cormac + Nell)
- Shifters Made Perquel (Niall + Alanna)



Tipp: Das "Shifters Unbound Boxed set" enthält die Storys "Bodyguard", "Hard Mated" und "Shifters Made". Da die Amerikaner keiner Buchpreisbindung kennen, lohnt sich der Preisvergleich. Das ist meist billiger als die Einzelbände, aber nicht immer.


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# Die Rezension enthält Werbelinks.

Mittwoch, 12. März 2014

"Engelslied" von Nalini Singh



Blutige Schlachten und zärtliche Szenen

In dem mittlerweile sechsten Band über die "Gilde der Jäger" wendet sich Nalini Singh nach zwei Büchern über Mitglieder der "Sieben" wieder in erster Linie Raphael und Elena, ihrer Beziehung und den Ereignissen im "Kader der Zehn" zu.

Natürlich haben auch die "Sieben" alle kurze oder längere Auftritte, denn Raphael muss sich auf einen Krieg vorbereiten: Eine zunächst unbekannte Kraft greift ihn aus dem Verborgenen hinterhältig an. Mitten im Zentrum seiner Macht fallen Engel vom Himmel und tränken die Straßen mit Blut. Die gesamte Welt hält entsetzt den Atem an.
Aber der Erzengel darf keine Schwäche zeigen. Während er und seine geliebte Elena alles tun, um nach außen Stärke zu demonstrieren, arbeiten sie im Geheimen an Strategien und Bündnissen, die ihr Territorium und die Menschen, Vampire und Engel darin schützen sollen.
Die Unsterblichkeit erweist sich wieder einmal als sehr relativ, den nicht nur die Engel sind gefährdet, auch die Vampire haben mit einer Bedrohung zu kämpfen. Ihre Selbstheilungskräfte versagen plötzlich gegenüber einer bisher unbekannten Krankheit. Keir, der Heiler, vermutet, dass sie nicht auf eine natürliche Ursache zurück geht, sondern speziell entwickelt wurde.
Alle Zeichen stehen also auf Sturm! Oder hat das Alles doch nur mit der "Kaskade", einem periodische auftretenden Phänomen, zu tun, in dem sich nicht nur die Kräfte der Erzengel weiter entwickeln?

Die Faszination des Buches liegt aber nicht nur in der spannenden Geschichte. Nalini Singh schafft es auf ihre einzigartige Weise mit ihren Worten nicht nur fantastische, wunderschöne, eindringliche Bilder zu malen, sie spricht gerade in den "Gilde"-Büchern wirklich alle Sinne an: Wenn sie das herbstliche Manhattan beschreibt, glaubt man, den Verkehrslärm zu hören, die blitzenden Lichter der Häuser vor dem stürmischen Horizont zu sehen und den Schnee in der Luft zu riechen.

Die Beschreibung der Gefühle ist genauso intensiv und geht entsprechend tief unter die Haut. Die Liebe zwischen Raphael und Elena ist in jedem der Worte zu spüren und wenn die Beiden miteinander "tanzen", findet sie ihren Ausdruck in einer sinnlichen Erotik, die einem den Atem nimmt.
Besonders berührt hat mich auch die Beschreibung von Elenas Sorgen: Die schwierige Beziehung zu ihrem Vater macht sie besonders anfällig für Verlustängste, egal, ob es dabei darum geht, ihren geliebten Erzengel zu enttäuschen und dann mit leerem Herzen zurück zu bleiben, oder um die verzweifelte Überlegung, dass ihre Unsterblichkeit sie irgendwann einmal ohne ihre (sterblichen) besten Freunde aus der Gilde zurücklassen wird...
Aufgewogen werde die ernsten Momente im Buch (und davon gibt es viele, dass hier ist nix für schwache Nerven) von Szenen voller Sinnlichkeit, aber auch von solchen, die auf unterschiedliche Weise pure, ursprüngliche Lebensfreude zum Ausdruck bringen: Das Bild von Ransom und Elena und ihrer wilden Fahrt auf dem Motorrad werde ich bestimmt nie vergessen.

Das Kernthema des Buches ist für mich Liebe, Freundschaft und Sorge für die Wesen, die einem am Herzen liegen. Raphaels und vor allem auch Elenas Gedanken drehen sich immer wieder darum: Ihre tiefe Liebe für einander, aber auch dass, was sie für andere empfinden, schwächt und stärkt sie gleichermaßen. Es macht sie angreifbar und verletzlich, weil die Menschen (Vampire, Engel) ihnen so nahe stehen und es macht sie gleichzeitig gefährlicher, weil sie mit allen Mitteln und ohne etwas zurück zu halten, für ihre Leute kämpfen.

Fazit: Ich könnte noch seitenweise weiter schwärmen, weil ich wirklich begeistert bin. Von mir erhält "Engelslied" mindestens 5 Punkte und eine Leseempehlung. Auch nach über 560 eng beschriebenen Taschenbuchseiten habe ich noch nicht genug davon.

Fairerweise muss ich aber eines anmerken: Man wird dieses Buch vermutlich nur wirklich lieben, wenn man (wie ich) detailreichen und sinnlichen Bilder genießt, die Nalini Singh hier zu Papier bringt und es mag, dass sich eine Geschichte und die Personen darin langsam, Stück für Stück, weiter entwickeln. Die wunderschönen Szenen mit Aodhan, der sich langsam öffnet, mit Illium, der allmählich durch seine Liebe zu Elena heilt, aber auch mit Sara, Ransom und den anderen Jägern, machen für mich den besonderen Reiz dieser Geschichte aus. Sie gehören aber nicht nur in das Buch, sondern vor allem auch in die übergreifende Rahmenhandlung.

Wer eine Story sucht, in der sich knallharte Action-Szenen (die auch nicht fehlen!) dicht an dicht reihen, ist hier nicht ganz richtig. Allen anderen sollten sich darauf freuen, wieder einmal in die Welt der Erzengel einzutauchen und alles um sich herum für eine ganze Weile zu vergessen.

P.S.: Schlaf wird überbewertet. Ich glaube das sagt Elena ziemlich am Anfang. Es kann aber auch Ra
nsom gewesen sein. Ich habe da auf diese weisen Worte noch nicht so richtig geachtet...

Bildquelle: amazon

# Die Rezension enthält Werbelinks.