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Montag, 15. Juli 2019

"Näher als erlaubt" von L.A. Witt

Amerikanische Plotbunnies …

Nachdem Iskander abkommandiert worden ist, Troys Bodyguard zu geben, weiß er ziemlich schnell, dass er zwei Probleme hat: Zum ersten wird der junge Mann wirklich bedroht – auch wenn seine Kollegen und selbst sein Vater etwas anders glauben - und zum zweiten … ist er so heiß, dass Iskander nicht sicher ist, wie er die Finger von ihm lassen soll.
Um Troys Vertrauen zu gewinnen muss er ihm näher kommen, aber das ist gefährlich für seinen eigenen Seelenfrieden …

Ich kenne einige Geschichten von L.A. Witt, die geradezu verboten sinnlich sind und die man auf jeden Fall gelesen haben sollte, deshalb musste ich sofort in „Näher als erlaubt“ reinlesen …

Was soll ich sagen? Der Anfang von "Näher als erlaubt" ist klasse, dass Buch ist auf meinem Reader gelandet. Iskander und Troy sind zwei sehr interessante und sympathische Charaktere. Man spürt von der ersten Seite an, wie es zwischen den beiden blitzt und es macht unheimlich Spaß, zusammen mit Iskander – aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird – Troys Geheimnis zu ergründen.

Meine Probleme mit der Story fangen an der Stelle an, an der es Iskander gelingt, Troys Vertrauen zu erlangen und der sich ihm endlich offenbart. Troy ist ein verängstigter 20jähriger, der einen Fehler gemacht hat. Das er völlig kopflos ist, kann man sehr gut nachvollziehen. Wie sensibel Iskander auf seine Ängste eingeht und dass der junge Mann nicht nur ein Job für ihn ist, wird ebenfalls klar.

Meinem Verständnis entzieht sich allerdings, warum ein angeblich gestandener Mann seines Alters und mit seinen Erfahrungen als Militärpolizist im Verlauf der Geschichte so viele entscheidende Fehler macht. Damit meine ich gar nicht, die Beziehung zu Troy, gegen die er sich nicht wehren kann. Liebe folgt halt weder Regeln noch Befehlen. Aber Iskander verheimlicht – mal auf Bitten Troys, mal scheinbar aus purer Gedankenlosigkeit - seinen Kollegen wichtige Infos über Troys Problem (und seinen Aufenthaltsort). Vertrauen zwischen Liebhabern hin oder her – gerade diese Dinge führen im Endeffekt dazu, dass die Situation schließlich völlig eskaliert und schließlich auf eine durch und durch amerikanische Weise gelöst wird.

Im Nachwort spricht L.A. Witt von „tollwütigen Poltbunnies“, die sie anscheinend überall hin begleiten. Dieses hier … ist ein echter Ami und die NRA hätte sicher ihre Freude daran.

Fazit: Tolle Charaktere, zuerst spannende, aber leider zunehmend weniger überzeugende Geschichte. Obwohl ich die Story in einem Zug gelesen habe, schwanke ich zwischen 3 und 4 Sternen und kann einfach nicht behaupten, sie hätte mir richtig gut gefallen. Es bleibt also bei: Kann man lesen, muss man aber nicht unbedingt.

Haben wollen? 
 Hier kann man die Bücher von L.A. Witt kaufen: 
- "Näher als erlaubt

Geradezu verboten sinnlich ist diese Buch, das ich keine Sekunde aus der Hand legen konnte, und das nach wie vor zu meinen Lieblingsbüchern zählt:
- "Im Fokus der Leidenschaft" (Meine Rezi: *klick*)

Bildquelle: amazon

# Die Rezension enthält Werbelinks.


Freitag, 16. November 2018

"Im Fokus der Leidenschaft" von L.A. Witt

Geradezu verboten sinnlich

Ryan alias „Angel“ und Dante sind Partner bei allen wichtigen Dingen, beruflich wie privat. Sie ergänzen einander mittlerweile perfekt und auch in einer pikanten Sache sind sie sich völlig einig: Hin und wieder laden die beiden Doms einen Sub zu gemeinsamen Spielen um Schmerz und Lust ein. So beginnt auch ihre Affäre mit Jordan. Doch was ist, wenn aus Intimität und geteilter Leidenschaft mehr wird? Viel mehr! Genug für alle???

Um eines vorweg zu schicken: L.A. Witt hat mit „Im Fokus der Leidenschaft“ ein so unglaublich sinnliches Buch hingelegt, dass man es lesen sollte, egal welche „Konstellation“ man in einer Romanze bevorzugt. Ja, es ist speziell, wenn zwei Männer sich gemeinsam um einen Dritten bemühen. Oder ist es das doch nicht?

Die Liebe zwischen Angel und Dante spürt man in dem Buch von der allerersten Seite an. Sie drückt sich in vielen kleinen Gesten aus, in der gegenseitigen Akzeptanz, aber auch in der Fähigkeit, loslassen zu können, wenn der andere da ist. Wundervoll und selbstverständlich wird aber auch dargelegt, dass echte Liebe manchmal auch kleine (oder größere) Kompromisse braucht. Dante und Angel wirken so echt, weil jeder von ihnen bei allen Stärken auch Ängste und Zweifel hat, weil sie unter ihrem gutaussehenden Äußeren genug Ecken und Kanten haben, die sie menschlich und … liebenswert für diejenigen, die sie halt lieben machen. Merkwürdig ausgedrückt? Ich weiß nicht, wie ich es anders beschreien soll. Die beiden sind nicht perfekt, aber sie lieben einander trotzdem.

Mit Jordan kommt jemand ins Spiel, der das Gleichgewicht zwischen dem beiden Männern empfindlich stören könnte. Es ist absolut faszinierend zu lesen, was die beiden in Jordan sehen und welche Gefühle das in ihnen auslöst. Richtig gut hat mir persönlich gefallen, wie subtil sich Jordans Persönlichkeit als Sub nicht nur im Schlafzimmer, sondern auch in bestimmten anderen Situationen bemerkbar macht. Dabei ist er keineswegs schwach oder davon abhängig, dass jemand ihm sagt, wie er sein Leben zu leben hat. Es macht großen Spaß mitzuerleben, wie er lernt, sich seinem Wunsch nach Unterwerfung hinzugeben und gleichzeitig stärker wird.

Dem Thema geschuldet enthält die Story eine Menge explizite Szenen. Diese sind weit weg von "technischen" Beschreibungen des Akts, die man leider immer noch viel zu oft präsentiert bekommt. Die sinnlichen Spiele der drei sind manchmal simpel, manchmal überraschend. Wie auf den erotischen Fotos die Angel und Dante schießen, schafft es L.A. Witt ein Detail zu zeigen, ja manchmal nur anzudeuten und damit die Stimmung so aufzuheizen, dass man als Leser alles um sich herum vergisst. Man glaubt zu sehen, zu hören, zu riechen, zu schmecken und zu fühlen, was gerade vor sich geht. Das macht das Buch geradezu verboten sinnlich,

Man kommt allen drei Männern sehr nahe, weil sie die Geschichte abwechselnd aus ihrer eigenen Sicht erzählen und dabei nicht nur preisgeben, was sie empfinden, sondern auch welche Gefühle sie dabei entwickeln.

Fazit: Bei „Im Fokus der Leidenschaft“ stimmt einfach alles. Ich bin wirklich restlos begeistert! Vom tollen Cover über die wirklich gelungene Auswahl des Titels bis hin zu den interessanten Charakteren und der stimmigen Geschichte. Dafür erhält das Buch von mir deutlich mehr als 5 Punkte und ein „Must Read“!!!
Im Ernst: Wer diese Geschichte nicht liest, verpasst etwas!

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- "Im Fokus der Leidenschaft"

Bildquelle: Cursed Verlag

# Die Rezension enthält Werbelinks.