Donnerstag, 20. Februar 2020

"Elfenwolf: Der Magie verfallen XI" von Tanja Rast

Das Recht auf Frieden und Freiheit
Tiver ist entsetzt als er begreift, dass ihn Sklavenjäger mitten in der Nacht zu einem Verletzen gerufen haben. Aber seine Ehre als Heiler verlangt, dass er sein Möglichtest versucht. Das Angebot der Jäger, sie zu begleiten, lehnt er ab, trotzdem wird er wenig später zu einigen Elfenkindern gesperrt. Zu deren Erstaunen hilft der Mensch ihnen nicht nur gegen die Kälte, sondern versucht auch sie zu befreien. Das der Plan zunächst grandios scheitert und sie zusätzlich einen mehr als ungewöhnlicher Retter benötigen, dafür kann Tiver nichts.
Karrikan geht Menschen so gut wie möglich aus dem Weg, trotzdem wird er immer wieder dazu gezwungen um sein Leben zu kämpfen. Zuerst in der Arena, nun in der trügerischen Freiheit des Waldes. Kann er Tiver wirklich trauen?

„Der Magie verfallen“ ist eine lose Fantasy-Reihe von Tanja Rast, in der unterschiedliche Wesen in unterschiedlichen Welten ihr Glück suchen und hoffentlich auch finden. Gemeinsam ist allen nur, dass Magie zum Alltag gehört.

Elfenwolf“ erzählt die Geschichte des sanften Heilers Tiver und des geflohenen Arenasklavens Karrikan. Die beiden Männer könnten nicht unterschiedlicher sein und haben doch eines gemeinsam: Ein tief empfundenes Gefühl für Gerechtigkeit. Jeder versucht auf seine Weise, Schwächere zu beschützen und ihnen zu helfen.

Tiver hat zunächst Angst vor Karrikans Wildheit und befürchtet – nicht ganz zu Unrecht – dass der Menschen per se hasst. Trotzdem kann er nicht leugnen, dass der Krieger ihn anzieht.
Karrikan will eigentlich nur seine Ruhe. Er hat genug Kämpfe bestritten und Blut vergossen für mehr als ein Leben. Menschen betrachtete er mit Misstrauen und muss doch feststellen, dass nicht die Rasse, sondern das Herz bestimmen, wer ein Freund und wer ein Feind ist. Einen Mann wie Tiver, der Verletzte ohne Unterschied pflegt, hat Karrikan bisher noch nicht kennengelernt.

Obwohl die Geschichte (leider) recht kurz ist und sich die Beziehung der beiden deshalb sehr schnell entwickelt, berührt sie tief und lässt den Leser von Seite zu Seite mehr mitfiebern, ob und wie Tiver und Karrikan ihre Schutzbefohlenen in Sicherheit bringen können. Eine gemeinsame Zukunft scheint nicht möglich zu sein, ja selbst Intimitäten schließen die beiden zuerst einmal aus ganz verschiedenen Gründen aus. Allerdings hat das Schicksal nicht nur böse Überraschungen im Gepäck …

Ich habe mir voller Vergnügen mit Tiver und Karrikan die Nacht um die Ohren geschlagen, weil ich ihre Geschichte nicht zur Seite legen konnte, bis ich wusste, wie sie ausgeht. Man kann sie als spannendes Abenteuer lesen, als heiße Romanze und doch als zu Herzen gehendes Statement, dass jeder Mensch einzigartig ist und sein Wert weder von Äußerlichkeiten, noch von körperlichen Fähigkeiten bestimmt wird. Jeder hat das Recht frei und Frieden zu leben …

Fazit: Toller, wirklich lesenswerter Fantasy-Roman, an dem viel mehr dran ist, als es zunächst den Anschein hat. Dafür gibt es von mir mehr als 5 Punkte und eine begeisterte Leseempfehlung.

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"Elfenwolf: Der Magie verfallen XI" 

Bildquelle: amazon


P.S.: Es ist immer ein wenig peinlich, wenn man sich selbst bei einer Lüge ertappt ...
Ich behaupte immer, ich würde nicht nach Cover kaufen. 
Stimmt aber anscheinend nicht. Der Klappentext der Story hat ich gereizt, aber ich muss gestehen, dass ich die Cover der Serie - besonders dieses - nicht wirklich mag. Die Schrift ist mir oft zu grell, die Jungs wirken ein wenig wie ausgeschnitten und vor den Hintergrund geklebt. Das ist natürlich nur eine ganz persönliche Meinung, andere werden das ganz anders sehen. 
Statt mich auf das wirklich Wichtige, nämlich auf die toll erzählte Geschichte, zu konzentrieren, habe ich mich vom Cover ablenken lassen und ärgere mich gerade über mich selbst. 

Wie geht es euch? Kauft ihr manchmal ein Buch, nur weil euch das Cover gefällt? Oder lasst ihr euch auch schon einmal davon abschrecken?


1 Kommentar:

  1. Also spontan würde ich sagen, dass ich keine Coverkäuferin bin. Vielleicht gehe ich bei Büchern mit schönen Covern, die mein ästhetisches Empfinden streicheln, vertrauensvoller an die Story ran.
    Schöne Grüße
    Norma

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