Dienstag, 29. März 2016

„Little … einmal nur“ von Ann-Westphal

Einmal ist noch lange nicht genug!

Was macht frau, wenn der wunderschöne, verwilderte Park gleich um die Ecke, in dem frau wunderbar entspannen und mit dem Hund spazierengehen kann, in einen gewinnträchtigen Gebäudekomplex verwandelt werden soll?
Caro geht auf die Barrikaden und schafft es, das halbe Viertel zu mobilisieren. Nur der sexy Jogger, mit dem sie dabei zusammenknallt, will sich dem Volksbegehren nicht anschließen, sondern macht sie mit dem ältesten Spruch aller Zeiten an: „Kennen wir uns nicht?“
Es dauert eine Weile, bis Caro herausfindet, wer der Mann wirklich ist, warum er tatsächlich kein Unbekannter ist und was er mit dem kleinen Park zu tun hat. Noch länger braucht sie, um hinter seine Geheimnisse zu kommen und für sich selbst zu klären, ob einmal kein Mal ist, noch lange nicht genug oder sogar der Anfang von „für immer“.

Little … einmal nur“ ist der erste Band der grandiosen Callboy-Serie von Ann Westphal. Man kann theoretisch jede Story für sich genießen. Will man aber gar nicht, wenn man einmal mit der Reihe angefangen hat, deshalb kann man sie auch gleich in der richtigen Reihenfolge lesen. Die Storys sind einfach klasse! Ann Westphal erzählt locker und mit viel Witz, wie die sexy Kerle mit dem interessanten Nebenjob ganz unprofessionell ihr Herz verlieren.

Den Anfang macht Tom, als er nach vielen Jahren seine alte Schulfreundin Caro wiedertrifft. Das sich die beiden nicht auf Anhieb erkennen, ist kein Wunder, weil sie sich doch sehr verändert haben. Als Leser spürt man aber sofort, dass der Funke überspringt. Die beiden finden sich nicht nur körperlich attraktiv, sondern liefern sich auch erstklassige Wortgefechte, die einen während der Lektüre dazu bringen, immer wieder laut zu lachen.

Bei allem Humor fehlt aber auch die Erotik nicht. Es macht einfach Spaß, mit Caro den attraktiven Tom anzuschmachten. Die Story ist mehr als einmal auch da richtig heiß, wo die beiden ihre Klamotten noch anhaben. Ann Westphal schafft es wunderbar, die Sinnlichkeit von Blicken, Gesten und winzigen Berührungen einzufangen und zu transportieren. „Little … einmal nur“ ist damit zweifellos heißer, als viele Bücher, die seitenweise explizit Techniken schildern, aber irgendwie kein Gefühl aufkommen lassen.

Tom und Caro sind keine Teenies mehr, sondern stehen mitten im Leben. Sie wissen eigentlich, wer sie sind und was sie wollen. Ihre Begegnung bringt unerwartet eine Leidenschaft in ihren Alltag, mit der sie so gar nicht mehr gerechnet haben. Schließlich müssen sie sich entscheiden, ob sie gemeinsam einen Neuanfang wagen. Es ist mitreißend zu lesen, ob und wie sie sich zusammenraufen.

Fazit: Leseempfehlung? Echt jetzt??? Aber selbstverständlich! Und um das klarzustellen: Die gilt für die gesamte Serie.
Tom und Caro erhalten aber trotzdem verdiente 5 Punkte ganz für sich alleine.
Ok. Und für Herrn Schrader. Der männerhassende Labrador entwickelt sich in der Serie zu einer Art Running Gag. Oder – positiv ausgedrückt – zu einem wiederkehrenden Helden. Er taucht, wie auch Tom und Caro nämlich immer wieder auf und das ist gut so. „Einmal nur“ ist bei dieser Serie definitiv deutlich zu wenig!

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 "Little ... einmal nur" 

Übersicht über die Reihe:
Band 1: "Little ... einmal nur" (Tom und Caro)
Band 2: "Ein Callboy kommt selten allein" (Marc und Sophie)

Band 3: 
"Leo – Auftragslover küsst man nicht" (Leo und Jo)
Band 4: "Callboy gesucht - Engel gefunden" (Gabriel und Mona alias M)

Bildquelle: amazon

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