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Samstag, 13. August 2016

"Casto – Gefährte des Feuers: Gods of War 1" von Xenia Melzer

Fürchte dich, die Aufmerksamkeit eines Gottes zu erregen!

Casto glaubt nicht an Götter. Als die Karawane, mit der er reist, überfallen wird, sieht er nur ein Rudel aus wilden Barbaren, die ihn und seinem wilden Hengst Lysistratos gefangen nehmen wollen. Mit Geschick und Schnelligkeit schafft er es zu entkommen. Fast. Ausgerechnet der Anführer der Aggressoren, der stolze Renaldo, bringt Casto zu Fall und beansprucht ihn als Sklaven. Casto rast vor Wut. Seine Freiheit ist ihm kostbarer als sein Leben. Außerdem darf niemand hinter das Geheimnis kommen, das er und Lys hüten, schon gar nicht ein arroganter Krieger, der sich selbst für einen Halbgott hält …
Renaldo und sein Bruder Canubis leben schon ewig. Ihr Mütter sind die Göttinnen, die die Welt erschaffen haben. Während Canubis sein „Herz“, die Liebe seines Lebens, schon gefunden hat, ist der rastlose Renaldo noch auf der Suche. Dabei mangelt es ihm niemals an Männern und Frauen, die sein Bett wärmen. Bis er plötzlich in die leuchtend blauen Augen eines jungen Mannes sieht, der sich nicht vor Verlangen verzehrt, sondern nicht einmal zu bemerken scheint, was Renaldo von ihm will …


Casto – Gefährte des Feuers“ ist der erste Band der neuen Fantasy-Serie „God of War“ von Xenia Melzer. Um das Einzige, was ich an dem Buch ehrlich hasse, gleich vorweg zu nehmen: Die Story ist nicht wirklich in sich abgeschlossen, man hat das Gefühl – ähnlich wie bei den auf Deutsch willkürlichen getrennten Büchern der Serie „Black Dagger“ – das die Story einfach mitten drin aufhört.

Das ist allerdings gleichzeitig auch (und ich überrasche mich selbst dabei, dass zu schreiben!) positiv: Die unheimlich spannende Beziehung zwischen Casto und Renaldo ist noch lange nicht (!!!) zu Ende erzählt.

Auch wenn zwischen den beiden auf den ersten Blick ein großes Ungleichgewicht zu herrschen scheint – auf der einen Seite ein beinahe tausendjähriger Halbgott und auf der anderen Seite ein junger Sklave – wird schnell klar, dass sie einander ebenbürtig sind. Überraschenderweise mag man sie sofort, obwohl sie nur wenige der in vielen Fantasy-Romanzen üblichen guten Eigenschaften eines Helden haben. Sie sind beide arrogant, aufbrausend, von sich eingenommen und wenig duldsam gegenüber anderen. Allerdings macht das auch einen großen Reiz der Geschichte aus. Die beiden Männer sind sehr starke Charaktere. Wie können sie es schaffen, eine echte Beziehung zu einander aufzubauen? Es ist manchmal schon fast amüsant zu lesen, wie fassungslos Renaldo wirkt, wenn Casto wieder einmal völlig anderes reagiert, als er es erwartet hat.

Man spürt die Funken, die hin- und her fliegen, nicht nur weil Renaldo auch der Herr des Feuers ist, der alles um sich herum zum Schmelzen bringen kann. Die Charaktere sind in sich schlüssig und sehr glaubwürdig. Es macht Spaß, zu verfolgen, wie die beiden sich in einer Beziehung verstricken, von der sie selbst nicht zugeben wollen oder können, was dahinter steckt.

Abgerundet wird der Roman von starken Nebencharakteren, die alle neugierig darauf machen, mehr von ihnen und ihrer eigenen Geschichte zu erfahren. Einige Einblicke in die Vergangenheit werden geschickt eingeflochten, als Casto eine alte Chronik liest.

Sehr gut gefallen haben mir nicht nur die Beschreibung der Beziehungen, sondern auch die der Kämpfe, die man förmlich vor dem inneren Auge miterlebt. Ebenso farbenfroh und eindringlich wird die Natur und der Wechsel der Jahreszeiten geschildert. Erfreulicherweise ist dies hier keiner von den Romanen, in denen sich ein Unsterbicher in einer Woche von Grund auf ändert. Tatsächlich erzählt er die Geschichte von Casto und Renaldo über zwei Jahre hinweg.

Wirklich begeisternd sind übrigens die Szenen mit Casto und Lys. Sie wirken so lebendig, dass man hochschaut und das lebendige Bild eines wilden, schwarzen Hengstes und seines Reiters in allen Einzelheiten vor sich sieht.


Fazit: Für mich ist „Casto – Gefährte des Feuers“ eine wirklich gelungene Mischung aus großartiger Fantasy und … „Romanze“ trifft es nicht wirklich, weil zwischen den Männern das Feuer zu heiß brennt, um wirklich Raum für Zärtlichkeiten und Romantik zu lassen. Immer wieder prallen sie auf einander, messen ihren Willen und ihren Stolz und können doch nicht voneinander lassen. Der Sex ist gleichzeitig Kampf und Erlösung.

Ich konnte die Geschichte keine Sekunde aus der Hand legen und brenne darauf, zu erfahren, wie es weitergeht. Deshalb von mir faszinierte 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung an Fantasy-Fans, die auf der Suche nach ungewöhnlichen und starken Charakteren sind. Leser, die klassische Romanzen bevorzugen, sollten eine gewisse Offenheit mitbringen. Diese tolle Geschichte ist es einfach wert!

Ausnahmsweise hier noch zwei P.S. an die Autorin:
P.S.1:
Hin und wieder gibt es in der Sprache, die ansonsten wirklich toll und vor allem sehr bilderreich ist, kleine „Ausreißer“, die nicht 100%tig in einen Fantasy-Roman passen. Wenn Renaldo seine Truppe mit „Dann wollen wir mal!“ in die Schlacht schickt … ok. Vielleicht ist man irgendwann so abgebrüht. Aber sexuelle „Performance“ im Bett und ein „Pool“ im Marmorbad, das passt nicht wirklich in die antik angehauchte Welt.
P.S.2: Wann geht es endlich weiter??? Die „God of War“ haben echtes Suchtpotential! Ich kann es wirklich kaum erwarten …

Ganz zum Schluß:
- Auf "Jules bunte Welt der Bücher" findet man ein aktuelles Interview mit Xenia Melzer: *klick*.
- Bei "Like a Dream" gibt es eine weitere Rezenion zu lesen. *klick* Koriko2000 hat eine ganz andere Meinung zu der Geschichte als ich. 
Trotzdem gibt es auf ihrem Blog ein Special zu dem Roman. Bereits veröffentlicht sind die Vorstellung der Autorin *klick* und eine Abhandlung über die Orte, an denen die Story spielt. *klick*

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 Hier kann man das Buch von Xenia Melzer kaufen: 
 "Casto - Gefährte des Feuers: Gods of War"

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# Die Rezension enthält Werbelinks.

Montag, 8. August 2016

"Alpha Helix -Dunkles Verlangen" von Lara Steel

Altes Thema – ganz neu und ziemlich heiß interpretiert!
Dr. Revenge Carter bestraft sich 
selbst mit einem miesen Job für einen furchtbaren Fehler, der ihr auf der Seele lastet. Trotzdem nimmt sie ihre Arbeit ernst. Als sie ein geheimes Labor entdeckt, macht sie sich damit mächtige Feinde. Todfeinde! Die Männer haben allerdings nicht einkalkuliert, dass das Instrument, mit dem sie Revenge entsorgen wollen, einen eigenen Willen hat und nicht nur seinen Instinkten folgt.
Caleb ist kein Mensch. Jedenfalls nicht ganz. Oder ist er mehr als ein Mensch? Zusammen mit Revenge macht er sich auf die Suche nach seinem „Schöpfer“ und findet dabei mehr über sich heraus, als er vermutet hat …

Wenn man die Inhaltsbeschreibung von „Alpha Helix – Dunkles Verlangen“ von Lara Steel liest, glaubt man die x-te Version einer altbekannten Geschichte aufgetischt zu bekommen: Menschliche Frau verliebt sich in genmanipulierten Supermann. Das ist natürlich auch der Kern, allerdings gewinnt die Autorin dem Thema neue und überraschende Aspekte ab. Während die anderen Storys in dem Genre immer ein wenig von „Die Schöne und das Biest“ haben, wird hier eindeutig eher das „Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ Motiv aufgegriffen. Caleb ist nicht nur unschuldiges Opfer, er ist auch eine reißende Bestie und konnte sich in der Vergangenheit nicht immer kontrollieren. Revenge hat zu Beginn nur deshalb keine Angst vor ihm, weil sie eigentlich nicht mehr an ihrem Leben hängt. Zusammen suchen die beiden nach einem Weg, mit ihrer Schuld fertig zu werden und merken dabei zuerst gar nicht, dass sie sich näher kommen.

Das Buch ist härter, als viele andere des Genres und hat nur sehr wenig Zucker. Aber es ist intensiv und berührend. Trotz der Kürze kommt man als Leser sehr dicht an Revenge und Caleb heran. Ihre Handlungen und Gefühle sind immer nachvollziehbar. Auch die sinnliche Anziehung, die zunächst deutlich von Gefahr überschattet wird, ist spürbar.

Mein Fazit: Ich finde, die Story ist sehr hart, aber unheimlich gut geschrieben. Ich konnte sie keine Sekunde aus der Hand legen und werde mir - falls es Fortsetzungen gibt - auch diese zu Gemüte führen. Von mir erhält das Buch 5 Punkte und eine Leseempfehlung, besonders für Fans des Genres. Das hier ist echt mal eine andere Variante des altbekannten Themas.


Mittlerweile gibt es bereits drei Bände der Serie, die lose aufeinander aufbauen.

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 Hier kann man die Bücher von Lara Steel kaufen: 
 "Alpha Helix - Dunkles Verlangen" (Caleb und Revenge)
-  "Alpha Helix - Schwingen der Nacht" (Hawk und Shelley)
-  "Alpha Helix - Wolfsmond" (Armand und Mary-Ann)

Bildquelle: amazon

# Die Rezension enthält Werbelinks.

Freitag, 5. August 2016

"Orlandos Herz – Teil 1" von Norma Banzi

Schatten der Vergangenheit

Orlando und Mike scheinen endlich „angekommen“ zu sein. Sie haben einander und sind mehr als nur Angestellte für den sexy Anwalt Vincent Gable und seine ungewöhnliche Familie, auch wenn sie bisher die letzte Grenze noch nicht überschritten haben.
Als Mike den Anruf erhält, dass der Betreiber des Escort-Services, für den er einmal gearbeitet hat verstorben ist, ahnt er noch nicht, wie sehr das die Leben aller auf den Kopf stellen wird.

Es ist kein Geheimnis, das ich ein absoluter Fan der „Popstar-Serie“ von Norma Banzi bin. Also habe ich dieser Fortsetzung entgegengefiebert.

Orlandos Herz“ ist … 

Das Buch hat mich verrückt gemacht! Zuerst steuert es in eine Richtung, die man als Leser der Serie schon länger erwartete hat. Die Story ist heiß, erotisch und die Charaktere kümmern sich einen Sch*** darum, was andere von ihrem Sexleben halten. Sie genießen es einfach und zwar nicht nur mit einem Mann oder einer Frau. Dabei wird die Geschichte nie zu einem P***. Es geht nie um die Technik alleine oder um den Effekt, sondern immer auch um die Gefühle, die dahinter stehen. (Natürlich fehlen explizite Szenen nicht. Bei Norma Banzi geht das Licht im Schlafzimmer an, nicht aus, wenn ihre Helden diesen Raum betreten …)

Wer die Serie kennt, weiß natürlich, wofür „Orlandos Herz“ steht. Man kennt den Mann, den er als „mi Corazon“ bezeichnet.

Mikes unerwartete Erbschaft führt dazu, dass er sich mit einer Truppe von knallharten Bikern auseinandersetzen muss. Überraschenderweise sorgen gerade diese Männer in dem Buch sowohl für eine Menge Humor, als auch für einige sehr berührende Szenen.

Wie immer gibt es ein Wiedersehen mit vielen altbekannten und liebgewonnenen Charakteren. Ich habe mich besonders gefreut, das James aus „Die Scherben der Kindheit“ hier eine große Rolle spielt.

Ich kann und will in meiner Rezi aber auch eines nicht verschweigen: Diese Geschichte wird gegen Ende hammerhart. Sie ist nichts für schwache Nerven, vor allem weil sie sich nicht scheut, die dunklen Abgründe aufzuzeigen, zu denen die Männer, die man als Leser eher von ihrer sanften Seite kennengelernt hat, fähig sind.

Das Buch ist in sich abgeschlossen. Aber ich weiß jetzt, warum Norma Banzi es als „Orlandos Herz – Teil 1“ bezeichnet hat und kann es kaum erwarten, den zweiten Teil zu lesen, der zum Glück schon nächsten Monat erscheinen wird. Darauf zu warten, ist schon fast Folter.

Die Geschichte ist komplex, kochend heiß, unheimlich hart und packt einen von der ersten Seite an. Die Charaktere sind nie eindimensional. Sie haben ihre Ecken und Kanten, man spürt, dass das Buch nur einen Teil ihres Lebens erzählt, eine Episode. Gerade das macht mich – auch völlig ohne Cliffhanger – immer wieder unheimlich neugierig, wie es weiter gehen wird.

Orlandos Herz – Teil 1“ erhält von mir mindestens 5 Sterne und eine Leseempfehlung. Ich würde allerdings dazu raten, nicht gerade mit diesem Buch in die Serie einsteigen, das die Beziehungen der Charaktere zueinander sehr komplex sind und man sie besser versteht, wenn man einen Teil ihrer Vergangenheit schon kennt.

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 Hier kann man die Popstar-Reihe  von Norma Banzi kaufen:
Der Popstar und sein Anwalt" (Teil 1, Neuauflage!)
Wir halten dich, Bruder!“ (Teil 2)
Peter und Rebecca - Es ist unser Weg!" (Teil 3)
Marina - Überraschungsgeschenk des Schicksals" (Teil 4)
- Orlandos Herz – Teil 1 (Teil 5)
Orlandos Herz – Teil 2 (Teil 6, erscheint im Sep. 2016)

Tough SEALs in Love:
Die Scherben der Kindheit und das brüchige Glück der Gegenwart
   (James und Sam,Teil 1) 
Sonne, Strand, Cocktails und zwei knallharte SEALs (Mike und Orlando, Teil 2)
Verabredung am Bootshaus" (Chris und Dylan, Teil 3)
Konsequenzen (Richy und Tyler, Teil 4)
Two Snipers" (Mike und Orlando, Teil 5 - der aber den Beginn der Beziehung schildert und damit eigentlich ein Prequel ist)

Link zur Homepage: Norma Banzi 

Bildquelle: amazon

# Die Rezension enthält Werbelinks.

Donnerstag, 4. August 2016

"Liebesblind" von Renae Kaye

Gegensätze ... ergänzen sich perfekt!

Jake ist ständig pleite. Nicht etwa, weil er nicht arbeitet oder nicht mit seinem Geld umgehen kann, sondern weil er gegenüber seiner Familie ein viel zu gutes Herz hat. Er nimmt jeden Job an und verzichtet auch schon mal auf eine Mahlzeit, um seine Mutter und seine jüngeren Schwestern zu unterstützen. Er muss jeden Job annehmen, weil er sich trotz seiner bescheidenen Situation nicht alles gefallen lässt und sein Mundwerk manchmal schneller als sein Gehirn ist …
Patrik ist das genaue Gegenteil: Reich, arrogant und egoistisch. Sagen alle, die jemals bei ihm gearbeitet haben. Jake bekommt den Job, sein Patriks Haus sauber zu halten über einen Hausmeisterservice und lernt seinen Arbeitgeber zuerst nur über die unhöflichen Listen mit Anweisungen kennen, die er jeden Morgen in der Waschküche vorfindet.
Ob das gut geht?

Ich habe mich in „Liebesblind“ von der ersten Seite an verliebt! Das Buch von Renae Kaye ist einfach klasse. Jake ist zwar enorm gutmütig, hat aber auch seine Ecken und Kanten, so dass er nicht eindimensional wirkt. Er versprüht trotz seiner schwierigen Situation so viel Optimismus und Humor, dass man ihn einfach gern haben muss.

Patrik scheint zunächst das absolute Gegenteil zu sein. Man lernt ihn als Leser am Anfang nur durch Erzählungen und seine unhöflichen Listen kennen. Während Jake im Haus saubermacht, ist Patrik bei seiner Arbeit. Da die Geschichte aus Jakes Sicht in der Ich-Perspektive erzählt wird, kann man nicht anders, als Jakes Unvoreingenommenheit zu übernehmen. Das ist echt klasse gemacht! Wie Jake andere Menschen sieht, sagt so viel über ihn aus, wie über sein Gegenüber.

„Liebesblind“ erzählt eine Geschichte, die eigentlich voller Tragödien steckt mit einer Leichtigkeit und einen Humor, die einfach Spaß machen. Die Chemie zwischen Jake und Patrik stimmt und der Funke springt sofort auf den Leser über. Man verfolgt voller Spannung und mit einem hoffnungsvollen Lächeln auf den Lippen, ob und wie die beiden Männer zueinander finden. Gerade dass sie so unterschiedlich sind, macht einen Teil der Faszination aus und man spürt von Anfang an, dass sie sich vermutlich perfekt ergänzen werden. Toll fand ich auch, dass die Probleme, Zweifel und Ängste der beiden Männer niemals aufgesetzt wirkten, sondern immer zu hundert Prozent nachvollziehbar waren.

Abgerundet wird ihre Story durch interessante und liebevoll gezeichnete Nebencharaktere, die mehr als bloße Stichwortgeber sind.

Ich habe mir mit der Geschichte die Nacht um die Ohren geschlagen, weil ich nicht aufhören konnte zu lesen, bis ich ganz durch war. Das Buch macht definitiv Lust auf mehr. Zu meiner großen Freude habe ich festgestellt, dass das englische Original Band 1 einer Serie ist. Ich hoffe wirklich, dass auch die anderen Geschichten aus „The Tav“, der Kneipe in der Jake am Wochenende jobbt, übersetzt werden.

Mein Fazit: Mindestens 5 begeisterte Sterne und unbedingt eine Leseempfehlung! Das Buch ist einfach klasse!!!


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 "Liebesblind"

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# Die Rezension enthält Werbelinks.

Dienstag, 2. August 2016

"Secrets at Midnight" von Nalini Singh (engl.)

Mit dem ganzen Charme einer große Katze …

Hinweis: Diese Geschichte ist bereits einmal in dem Sammelband „Night Shift“ veröffentlicht worden. Auf Deutsch kann man sie unter dem Titel „Versprechen der Dunkelheit“ lesen.

Zur Geschichte:
Als Bastien im Gewimmel von China-Town zum ersten Mal einen bestimmten Duft wahrnimmt, ist er völlig elektrisiert. Er ist sich sicher, endlich seine Gefährtin gefunden zu haben. Wieso nur kann er der verführerischen Fährte nicht folgen?

Kirby umgibt ein Geheimnis, von dem sie nicht einmal selber etwas ahnt. Als Bastien sie eher zufällig endlich findet, ist es vollends um ihn geschehen. Nie mehr, will er diese Frau gehen lassen! Also umwirbt er sie mit dem geballten Charme, zu dem nur eine große Katze fähig ist und lässt sich auch von ihrer anfänglichen Kratzbürstigkeit und dem Verdacht, sie wäre krank nicht abschrecken …

Seit man Mercys Brüder in „Sengende Nähe“ kennengelernt hat, war ich gespannt ob die Jungs auch irgendwann ihre eigenen Geschichten bzw. Gefährtinnen bekommen. Den Anfang macht Bastien, aber natürlich hat auch seine komplette Familie, einschließlich Mercy, ihren Auftritt. M
an muss übrigens keine Angst vor Spoilern haben. Das Buch spielt vor "Allegiance of Honor" (Diese Geschichte erscheint unter dem Titel "Der letzte Schwur" am 09.12.2016 auf Deutsch).
Secrets at Midnight“ oder auch Versprechen der Dunkelheit" können schon fast als Stand-Alone gelesen werden, weil sich die Geschichte sehr auf Kirby und Bastien konzentriert. Die übergreifende Rahmenhandlung der Serie spielt kaum eine Rolle. Nalini Singh beschreibt wieder einmal sehr sinnlich, wie sich körperliches Begehren und die Sehnsucht nach wirklicher Nähe hochschaukeln, bis sie ihren Höhepunkt finden. Das Besondere an der Serie ist für mich die Mischung aus ansprechender, wirklich heißer Erotik und der gefühlvollen Schilderung der verschiedenen Beziehungen. Auch wenn es hier in erster Linie um die erwachende Liebe zwischen Bastien und Kirby geht, ihre Familienbande und Freundschaften, die Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten im Rudel machen einen ebenso wichtigen Teil des Buches aus. Vielleicht deshalb wirken die Figuren immer so real und lebendig: Man erlebt sie nicht nur als Liebhaber, sondern im Kreise der Familie, bei der Arbeit oder in ihrer Position als Rudelgefährte.  


Fazit: Bastien ist eine „typische Katze“ der Gestaltwandler-Serie und damit so sexy wie die Hölle. Wenn er noch seinen unwiderstehlichen Charme anknipst, ist jede Frau verloren. Kirby ergibt sich natürlich gerne und es macht einfach Spaß, die Geschichte zu lesen. Also auf jeden Fall 5 Punkte und eine Empfehlung!

Da „
Secrets at Midnight“ nicht wirklich in die Rahmenhandlung eingebunden ist, eignet es sich auch für Serien-Neueinsteiger, die gerne mal reinschnuppern wollen.

Vorsicht! Suchtwarnung!!! Man sollte aber nicht mit „Allegiance of Honor“ weitermachen, so verlockend der enthaltene Teaser auch sein mag, sondern die Serie in der richtigen Reihenfolge lesen. Es lohnt sich! Versprochen!



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- "Secrets at Midnight"
- "Versprechen der Dunkelheit"

Die Serie beginnt übrigens mit dem Buch "Leopardenblut", in dem sich Luc und Sasha kennen- und liebenlernen.  

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# Die Rezension enthält Werbelinks.

Samstag, 30. Juli 2016

"Audreys Rückkehr" von Ann Westphal

"Geistreiche“ Hilfe zum Glück!

Die Brüder Max und Paul scheinen auf den ersten Blick alles zu haben. Sie sind erfolgreich im Beruf, nicht unvermögend und die Frauen liegen ihnen zu Füssen oder wo auch immer sie sie haben wollen. Trotzdem scheint beiden etwas zu fehlen, mit dem Herzen sind sie nicht bei der Sache.
Als ihr Vater plötzlich erklärt, dass er auf jeden Fall sein großes Haus mit dem riesigen Garten behalten will, weil dort nicht nur die Erinnerungen an seine verstorbene Frau lebendig sind, sondern er sogar ihren Geist immer wieder körperlich spürt, halten seine Söhne ihn zuerst einmal für verrückt.
Aber ist dieses merkwürdige Kribbeln im Nacken, das sie manchmal fühlen, wirklich auf einen Windhauch zurückzuführen? Max beginnt zu „glauben“, als ihm eine Böe seine absolute Traumfrau in die Arme weht. Mitten auf einem windstillen, unterirdischen U-Bahnhof wohlgemerkt …

Wenn man die Callboy-Reihe von Ann Westphal kennt und bei „Audreys Rückkher“ etwas Ähnliches erwartet, wird man überrascht sein. Während es sich bei den Callboy-Romanen um klassische erotische Romanzen handelt, in denen sich pro Buch ein Pärchen findet, muss „Audrey“ dafür sorgen, dass ihre beiden Söhne glücklich werden und auch ihr geliebter Mann Hans seinen Lebensmut wieder findet. Das Buch handelt also im Grunde von drei Männern und ihrer Suche nach dem Glück.

Den größten Anteil an der Story bestreiten Max und Charlotte aka Charlie. Max ist geschieden und keine Kind von Traurigkeit. Charlie hat die Nase voll von gutaussehenden Männern, denen die Frauen zu Füssen liegen. Es macht totalen Spaß zu lesen, wie Max sich mächtig anstrengt, um Charlie nicht nur von seinen Vorzügen zu überzeugen, sondern auch von seinen ernsten Absichten. Er ist sich nämlich sicher, dass Charlie die eine Frau ist, mit der er bis an sein Lebensende glücklich sein wird. Dabei gerät er allerdings hin und wieder in ziemliche Erklärungsnöte, schließlich lösen sich seine zahlreichen (Ex-)Gespielinnen auch mit „geistreicher“ Hilfe keineswegs in Luft auf.

Paul dagegen treibt es immer wilder und erst als gar nichts mehr geht, begreift er, dass er die Liebe seines Lebens längst gefunden und durch sein Verhalten wieder vertrieben hat. Audreys kleine „Hilfen“ ignoriert er, bis sie schwere Geschütze auffahren muss. Seine Fehler ungeschehen machen ist nicht möglich. Aber darf er vielleicht auf einen Neuanfang hoffen?

Lieder kann ich nicht verraten, ob und wie auch Hans schließlich wieder glücklich wird. Das wäre ein echter Spoiler.

Die Story ist temporeich und mit viel Humor erzählt. Sie punktet mit sexy Traummännern, die nur umso liebenswerter sind, weil sie eben nicht perfekt sind. Das scheint zwar bei Paul die Untertreibung des Jahrhunderts zu sein, allerdings ist gerade seine Wandlung vom Saulus zum Paulus (Nomen est omen?) richtig spannend zu lesen. Wenn ich einen einzigen Kritikpunkt an dem Buch habe, dann den, dass ich gerne noch mehr von den Brüdern und ihren Frauen gelesen hätte.

Fazit:
Audreys Rückkehr“ ist nicht unbedingt Mainstream und gerade deshalb so lesenswert. „Geistreich“ wird die Geschichte einer Familie erzählt, die durch einen tragischen Todesfall ein wenig aus der Bahn gerät, bis sie mit „geistreicher“ Unterstützung ihr Glück findet. Spannend, humorvoll, erotisch, berührend. Bitte mehr davon!
Ach ja! Von mir gibt's natürlich auch was: 5 Punkte und eine Leseempfehlung.

Übrigens: Sonst empfehle ich ja immer, vor dem Kauf die Leseprobe zu lesen. Hier ausnahmsweise nicht, weil die ersten Kapitel zwar für die Geschichte notwendig sind, aber aus bestimmten Gründen einen deutlich anderen Tenor als der Rest des Buches haben.

Zwei Dinge noch:
1. Ich habe mir aktuell dieses Buch sehr bewusst ausgesucht, weil Ann Westphal in ihren Büchern nicht nur sexy Kerle, sondern auch sympathische, kluge Frauen präsentiert, die mit beiden Beinen im Leben stehen. Bin auch hier nicht enttäuscht worden!!!

2. Bei Skoutz.de hat die Autorin gerade (Juni 2016) ein tolles Interview gegeben: 


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 Hier kann man das Buch von Ann Westphal kaufen: 
 "Audreys Rückkehr"

Übersicht über die Callboy-Reihe:
Band 1: "Little ... einmal nur" (Tom und Caro)
Band 2: "Ein Callboy kommt selten allein" (Marc und Sophie)

Band 3: 
"Leo – Auftragslover küsst man nicht" (Leo und Jo)
Band 4: "Callboy gesucht - Engel gefunden" (Gabriel und Mona alias M)

 Ich freue mich jetzt schon darauf, dass es wohl noch in diesem Jahr die Geschichte von "Jonas" geben wird, der in Band 4 seinen ersten und ziemlich beeindruckenden Auftritt hatte.

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# Die Rezension enthält Werbelinks.

Sonntag, 24. Juli 2016

Wo sind die “starken” Heldinnen?

Wo sind die “starken” Heldinnen?

Ich glaube einer der Gründe (nicht der einzige, aber ein sehr wichtiger) warum ich so gerne Gay-Romanzen lese, ist der, das ich Geschichten mag, in denen die Partner gleich stark sind. Ich finde es unheimlich spannend zu verfolgen, wie zwei einander ebenbürtige Menschen – egal welchen Geschlechts - eine Beziehung aufbauen.

Dass es dabei nicht um körperliche Kraft geht, muss ich ja wohl nicht extra betonen. Natürlich darf auch jeder der Helden bzw. der Heldinnen seine / ihre Schwächen haben, sonst wäre es ja langweilig. Aber ich mag es nicht, wenn sich die Geschichte darum dreht, dass einer der Partner ohne den anderen quasi nicht lebensfähig ist.

Wie ich gerade jetzt darauf komme? Vergangene Woche ist der neueste Band einer Serie erschienen, die ich am Beginn wirklich mochte, weil sie intelligent und mit augenzwinkerndem Humor geschrieben ist und in den ersten Teilen kluge, starke Frauen präsentiert, die es schafften, ihren sexy Traum-Mann zu erobern.

Ich rede hier von der Hailsboro-Reihe von Poppy J. Anderson, die es eigentlich wirklich drauf hat, in ihren Büchern Frauen zu präsentieren, mit denen man sich richtig gut identifizieren kann. Sie sind nicht unbedingt perfekt, aber sie stehen mit beiden Beinen im Leben und man spürt deutlich, dass sie sich einem Partner an ihrer Seite zwar wünschen, aber ihn nicht brauchen, um ihren Alltag zu meistern. Das gilt übrigens auch für die meisten Geschichten von den New York Titans (Die anderen Serien der Autorin kenne ich nicht, kann also nix darüber sagen).

Gerade beim letzten Band der Hailsboro-Serie hat aber mit „Rouke“ eine … neee „Heldin“ kann man hier wirklich nicht sagen … also … eine … mhhhh … Tussi (?) ihren Auftritt, wie sie mir in letzter Zeit in aktuellen Romanen häufiger begegnen. Die junge Dame ist eigentlich Psychologin, präsentiert sich aber schon auf der allerersten Seite als von ihren Patienten eher genervt und nicht auf den Job konzentriert, wirft auf den nächsten ihrem unsäglichen Noch-nicht-Exmann mal eben 100.000 Dollar hinterher, die sie gar nicht hat und muss / darf dann das Haus ihrer Eltern verkaufen, dass diese allerdings schon länger nicht mehr bewohnen. Rourke kehrt also nach Hailsboro zurück, in dem sie als Teenie gemobbt wurde (nicht verwunden, trotz Job als Psychologin) und …

… von da an wird es echt grausam. Wenn es wirklich heute noch Frauen gibt, die so unfähig sind, ihren Alltag zu organisieren, will ich nichts darüber lesen. Wirklich nicht. Darüber wird mich auch der tolle und sexy Nachbar, der sich - für mich völlig unerklärlich - in Rourke verliebt, in Zukunft nicht mehr hinwegtrösten.

Nach all dem Gemeckere: Um es noch einmal zu betonen, positive Beispiele für tolle Heldinnen sind bei Poppy J. Anderson auch zu finden. Ich weiß genau, dass ich das in einer oder zwei Rezis zu ihren Büchern explizit erwähnt habe.

Eigentlich war „Der und niemand sonst“ nur der Tropfen, der das Fass zum überlaufen gebracht hat. Ich habe schon in den Wochen davor in gefühlt 1000 Leseproben hineingeschaut, um ein Buch zu finden, das mir eine nette und kluge Heldin präsentiert. Eine, bei der ich dem Kerl, der sich für sie interessiert, nicht ständig zurufen will: „Flieh! Renn so schnell und so weit du kannst! Sieh dich nicht um!!!“



Also: Mich interessiert wirklich, ob ich die einzige bin, der in letzter Zeit in Hetero-Romanen jede Menge … richtig dumme Tussis begegnen. Schaue ich mir die falschen Geschichten an? Wo sind sie, die (erotischen) Romanzen mit witzigen, selbstbewussten, intelligenten Frauen, die einen Mann suchen, weil er das Leben schöner macht und nicht, weil sie ohne ihn an ihrer eigenen Unfähigkeit ersticken werden? Die ihre Frau stehen, statt einen Betreuer zu brauchen, der sie auf Schritt und Tritt vor ihrer eigenen Dummheit bewahrt?

Übrigens: Auch wenn jemand eine tolle Gay-Romanze mit zwei gleich starken Helden kennt, die ich unbedingt lesen sollte: Immer her damit!

Hilfe erwünscht!
Ich bin auf Anregungen gespannt und für Tipps wirklich dankbar!

Bildquelle: pixabay