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Freitag, 1. Februar 2019

"Age of Trinity - Das Licht des Ozeans" von Nalini Singh

Fast schon bittersüße, wunderschöne Liebesgeschichte 

Als sich Bowen Knight in den Weg einer Kugel wirft, die seine geliebte Schwester treffen soll, rechnet er mit seinem Tod. Seine Zeit ist ohnehin limitiert: Der experimentelle Chip, der sein Gehirn vor Übergriffen durch die Medialen schützen soll, degeneriert mehr und mehr.
Doch Bowen überlebt und wacht an dem wohl geheimsten Ort der Welt auf: in der Unterwasserstadt der BlackSea Gemeinschaft. Leider ist eine Zukunft für immer noch nicht garantiert: Zwar arbeiten brillante Wissenschaftler fieberhaft daran, den Chip zu stabilisieren, aber die Chancen sehen schlecht aus. Ausgerechnet in der Situation, in der er seine verbleibende Zeit in Tagen, ja fast in Stunden zählen kann, lernt Bowen die Frau kennen, die sein Innerstes berührt: Kaia ist ein Geheimnis und eine Versuchung. Sie durch dringt mühelos all seine Mauern, bricht durch seine Logik und lässt ihn sich wünschen, er hätte keine Verpflichtungen gegenüber dem Menschenbund, keinen Chip, der ihn zu töten droht, sondern nichts als eine Ewigkeit, nur um sie zu lieben …

Mit „Das Licht des Ozeans“ liegt endlich der zweite Band der „Age of Trinity“ Serie von Nalini Singh auf Deutsch vor. Eigentlich schließt diese Serie nahtlos an die Ursprungsserie an, allerdings sind stehen hier nicht mehr die DarkRiver Leoparden und die SnowDancer Wölfe im Mittelpunkt, sie tauchen nur hin und wieder als Randfiguren auf. So gerne man auch immer wieder einen Blick auf die liebgewonnenen Charaktere wirft, so schön ist es doch auch, eine Geschichte zu finden, die Zeit und Raum für ganz eigene, neue Charaktere hat.
Dazu zählt Bowen eigentlich gar nicht, weil er schon in der Ursprungsserie immer einmal wieder auftaucht. Er ist aber gerade zu Beginn eine Figur mit Licht und Schatten, was ihn sehr interessant macht. Bowen zeigt, obwohl er bis zu diesem Buch nur als Nebenfigur aufgetaucht ist, deutlich mehr Ecken und Kanten, als viele der anderen Helden der Serie. Er ist durchaus in der Lage, knallharte Entscheidungen zu treffen und kann diese noch nicht einmal mit Silentium „entschuldigen“. Kaia, die man hier ganz neu kennenlernt, verdächtigt ihn am Anfang der Geschichte, an einem schrecklichen Verbrechen beteiligt zu sein. Wenn man als Leser seinen Hintergrund kennt, überlegt man tatsächlich einen Moment lang, ob das möglich ist, ob es einen Grund für Bowen gibt, der ihn dazu getrieben hat …
Im Laufe dieser Story lernt man allerdings, dass es Grenzen gibt, die Bowen niemals überschreiten würde und dass er zwar bereit ist, sich und sein eigenes Leben für die Allianz zu geben, nicht aber das von denen, die ihm folgen oder sich seiner Führerschaft anvertrauen.
Kaia ist lange nicht nur für Bowen ein Geheimnis. Wie viele (fast alle?) BlackSea verrät sie nicht sofort jedem, welches Tier unter ihrer Haut wohnt. Fast schon witzig ist die Szene, als sie und Bowen kurz auf Mercy treffen, die auf den ersten Blick erkennt, welche Position Kaia in ihrem „Rudel“ hat. Das ist umso interessanter, weil die BlackSea Gemeinschaft nicht unbedingt in diesen Kategorien denkt. Für Fans ist es spannend, weil mit Kaia auf einmal glasklar wird, was Nalini Singh meint, wenn sie von … naja dieser Kategorie eben spricht.
*grins* Was Kaia im Rudel ist, verrate ich natürlich nicht. Vielleicht sind andere Leser ja erheblich schlauer als ich und kommen sofort darauf …
Geschuldet der Rahmenhandlung und dem engen Zeitfenster, das Kaia und Bowen haben, falls sein Chip wirklich versagt, hat die Story eine ganz besondere Atmosphäre. Einerseits tickt die Uhr unaufhaltsam. Anderseits ist gerade deshalb jeder einzelne Moment etwas ganz Besonderes. Wenn Bowen sich nicht JETZT die Zeit nimmt, etwas mit Kaia zu unternehmen, dann kann er es vielleicht nie mehr machen. Aber ist es fair, eine wunderschöne Frau zu umwerben, ihr Herz zu gewinnen, wenn man weiß, dass man es wahrscheinlich in wenigen Tagen mit Trauer erfüllen wird?
Bowen nennt Kaia seine „Sirene“ und kann ihrem Ruf unmöglich widerstehen. Er nennt sie auch „Kriegerin“ und hat recht damit. Sie kämpft mit allem was sie hat darum, ihn an ihrer Seite zu halten, nachdem sie sich für ihn entschieden hat.
Als letztes: Das Setting in der Unterwasserstadt ist sehr exotisch und super-interessant beschrieben. Beim Lesen ist man manchmal fast enttäuscht, wenn man hochschaut, und wie üblich Bäume und Vögel vor dem Fenster sieht, statt einen Schwarm neugieriger Fische, die hereinschauen und sich vielleicht gleich in Menschen verwandeln, um sich an Kaias köstlichen Speisen zu erfreuen …

Fazit: Wie immer unheimlich zärtlich und sinnlich. Diesmal aber auch sehr spannend und manchmal fast schon bittersüß. Wenn man einmal angefangen hat, kann man die Geschichte von Bowen und Kaia kaum aus der Hand legen, bis man weiß ob und wie die beiden zu ihrem verdienten HappyEnd kommen. Das Buch und seine Helden haben sich in mein Herz gestohlen. Deshalb bekommt es von mir mehr als 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
Wie immer empfehle ich natürlich die ganze Serie, allerdings kann man „Das Licht des Ozeans“ auch verstehen, wenn man die anderen Bände nicht kennt, weil es sich sehr auf Bowen und Kaia konzentriert.

Haben wollen? 
 Hier kann man die Bücher von Nalini Singh kaufen: 
- "Silbernes Schweigen" (Valentin & Silver)
"Das Licht des Ozeans" (Bowen & Kaia)

Falls es tatsächlich jemanden geben sollte, der die Gestaltwandler von Nalini Singh noch nicht kennt, hier der Link zu ersten Band einer der sinnlichsten Urban Fantasy Serien, die es am Markt gibt:
- "Leopardenblut" (Lucas & Sascha) 
(Hier wirklich nur ausnahmsweise der Hinweis, das Sascha eine Frau ist.)

Wer diese Bücher nicht kennt, verpasst in meinen Augen wirklich etwas!


Bildquelle: amazon

# Die Rezension enthält Werbelinks.

Montag, 28. Januar 2019

"Sue & Tyler: Dich nicht zu lieben 4" von Inka Loreen Minden

Good Girl, Bad Boy

Sue ist vom ersten Moment an fasziniert von dem geheimnisvollen Tyler … und überglücklich, als er sich auf die Anzeige meldet, mit der sie einen neuen Mitbewohner sucht. Ihre kühnsten Träume scheinen in Erfüllung zu gehen, als der sexy Bad Boy sich auf eine geheime Affäre mit ihr einlässt. Doch dann wachsen die Zweifel in Sue. Warum will Tyler nicht, dass sie ihren Freundinnen von der Beziehung erzählt? Und wohin verschwindet er immer wieder?
Sue zunächst keine Ahnung, was alles auf dem Spiel steht …

Mit dem Abschluss der „Dich nicht zu lieben“ Reihe findet endlich auch die ein wenig schüchterne Sue ihr Glück. Doch Inka Loreen Minden lässt sie zusammen mit Tyler zuerst durch alle Höhen und Tiefen einer Beziehung gehen. Tyler hat eine Menge Geheimnisse, die er um jeden Preis schützen muss. Eigentlich kann und will er sich nicht auf eine Beziehung einlassen, schon gar nicht mit Sue, die er süß und unschuldig findet. Da die Geschichte abwechselnd von Sue und Tyler erzählt wird, hat man als Leser einen kleinen Wissensvorsprung und fiebert mit den beiden, ob und wie sie es schaffen alle Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Das ist nicht nur sehr berührend, sondern auch zunehmend richtig spannend. Die Geschichte von Sue und Tyler ist mehr als eine Romanze! Neben den sehr zärtlichen und erotischen Szenen gibt es auch mehr als eine, die geradezu nervenzerfetzend ist. Wer auf romantische Thriller steht, ist hier definitiv richtig!

Man kann die Story als Stand Alone lesen, sie macht aber neugierig auf die anderen Bände der Serie. Fans dürfen sich auf kleine Auftritte von Amy, Jason, Penny und Logan freuen. Meine heimlichen Lieblinge Malte und Finn kommen allerdings leider ein wenig kurz.

Fazit: Gelungener Abschluss einer abwechslungsreichen und toll geschriebenen Serie, der Lust auf einen Re-Read der anderen Bände macht. Also Zeit einplanen!!! Von mir gibt es deshalb zufriedene 5 Punkte und eine Lese-Empfehlung.

P.S.: Warum eigentlich Abschluss? Die Autorin erklärt diesen Band dazu. Aber mir würde es durchaus Spaß machen, noch eine Weile in London zu bleiben. Was ist z.B. mit Mia? Hat die schon ein HEA?

Haben wollen?
 Hier kann man die Bücher von Inka Loreen Minden kaufen:
Links zu der "Dich nicht zu lieben"-Reihe
"Amy & Jason"
- "Penny & Logan"
- "Malte & Fynn"
- "Sue & Tyler"

Bildquelle: amazon

# Die Rezension enthält Werbelinks.

Montag, 14. Januar 2019

"Black Dagger 31: Die Diebin" von J.R. Ward

Diebin mit Herz

Nachdem einer ihrer ehemaligen Auftraggeber sie fast getötet hätte und dabei um ein Haar auch ihre geliebte Großmutter ins Visier der Verbrecher geraten ist, nimmt Sola Reißaus. In einem sicheren Haus, weit weg von Cadwell will sie wieder zur Ruhe kommen. Doch ein Teil ihres Herzen ist bei der wilden Flucht zurückgeblieben. Sie kann den geheimnisvollen Assail nicht vergessen, der sie von der ersten Sekunde an fasziniert hat und der ihr in der Stunde der Not zur Hilfe geeilt ist. Sola macht sich keine Illusionen darüber, wie gefährlich Assail ist. Er ist ein Teil jener kriminellen Welt, die sie hinter sich lassen will …

Doch kann sie wirklich einem sterbenden Mann den Rücken zukehren? Wider Willen folgt Sola Assails Cousins zurück nach Cadwell, ihre Großmutter im Schlepptau und muss sich erneut ihren Gefühlen stellen. Kann und will sie ohne Assail überhaupt leben?

Vishous und Jane geht es im Grunde nicht anders. Die beiden haben sich völlig in ihrer Arbeit vergraben und sich immer mehr voneinander entfernt. Gibt es einen Weg zurück? Oder ist ihre Liebe auf der Strecke geblieben?

Mit die „Die Diebin“ führt J.R. Ward nicht nur die Geschichte von Assail und Sola weiter, sondern schlägt auch bei V und Jane ein neues Kapitel auf. Damit folgt sie ihrem Schema aus den letzten Büchern, die sich parallel jeweils um ein „neues“ und ein „altes“ Paar drehen.

Die Beziehung von Assail und Sola ist voller Leidenschaft, aber auch mehr als schwierig. Sola weiß immer noch nicht, dass Assail kein Mensch ist. Während sie ihm bei seiner Genesung zur Seite steht, bemerkt sie Ungereimtheiten, versucht aber diese zu verdrängen. Ihr Herz und ihr Verstand zerren sie in verschiedene Richtungen. Das ist ebenso spannend wie berührend.

Richtig witzig dagegen sind die Szenen mit Solas Großmutter. Die winzige alte Frau hat ihren ganz eigenen Kopf und wenig Probleme damit, ihn durchzusetzen. Selbstbewusst übernimmt sie das Kommando über Assails Haushalt und die Küche. Der geneigte Leser kann einfach nicht anders, als herzlich zu lachen, wenn vier Vampire brav alles machen, was ihnen aufgetragen wird und (mit Genuss) alles essen, was auf den Tisch kommt.

Die Probleme zwischen V und Jane spielen sich auf einer ganz anderen Ebene ab. Obwohl die beiden sich einmal sehr geliebt haben, hinterfragen sie gerade alles. Beide sind absolute Verstandsmenschen, für die es unheimlich schwierig ist, sich mit Gefühlen auseinander zu setzen. Man möchte sie manchmal schütteln und weiß doch genau, dass man sie damit nicht wieder zueinander bringt. Sie werden ihrem Herzen niemals folgen, bevor ihr Kopf nicht mit Argumenten überzeugt werden kann.

In der Auseinandersetzung mit den „neuen“ Feinden gibt es einen absoluten Schockmoment, nicht nur für die Brüder, sondern auch für den Leser. Ausgerechnet an dieser spannenden Stelle unterbricht die deutsche Übersetzung die Story und macht es unglaublich schwer, auf die Fortsetzung zu warten, die erst im März unter dem Titel „Der Spion“ erscheint.

Mein Fazit: Zum Glück habe ich das Buch schon am Samstag (nach Vorbestellung) im örtlichen Buchhandel erhalten und konnte das verregnete Wochenende nutzen, ganz tief und ohne Unterbrechungen in die Welt der Black Dagger abzutauen. Die Story hat mich wirklich fasziniert, nicht zuletzt, weil J.R. Ward hier virtuos mit den Gefühlen der Leser spielt. Auch wenn ich mir eigentlich mehr Raum für die Geschichte von Sola, Assail und ihrer kleinen Wahlfamilie gewünscht hätte, so bin ich doch auch voller Spannung den Auseinandersetzungen zwischen V und Jane gefolgt. Throe, den neuen Feind der Black Dagger, kann ich irgendwie noch nicht so recht einschätzen, seine „Schattengestalten“ sind allerdings interessante Gegner. Es bleibt also – auch nach über 30 Bänden – noch spannend!!!

Also gibt es von mir 5 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung, die natürlich wie immer für die gesamte Serie gilt. Da die Storys aufeinander aufbauen, sollte man mit dem ersten Band anfangen.

Neueinsteiger profitieren davon, dass es die Serie mittlerweile auch in deutlich preiswerteren „Doppelbänden“ gibt, in denen die englischen Originale (wieder) zusammengefasst werden. Während der Verlag bei den aktuellen Bänden den Fans durch die Teilung jeweils knapp 20 € aus der Tasche leiert, gibt es die "Doppelbände" (eigentlich eine totale Frechheit, das so zu nennen!) neu für jeweils 9,99 €.

Leider gibt es diese Bücher aber nicht als kindle-Edition und der erste Band ist zurzeit nur gebraucht erhältlich.

Haben wollen? 

 Hier kann man die Bücher von J.R. Ward kaufen: 

- "Die Diebin" (Band 31)
- "Der Spion" (Band 32)

Die Doppelbände findet man z.B. hier:
- "Black Dagger - Wrath & Beth" (Band 1)
- "Black Dagder - Rhage & Mary" (Band 2)
- "Black Dagger - Zadist & Bella" (Band 3)

Im Englischen geht es bei den Black Daggern mit "The Savior", der Story von Murhder, am 02.April 2019 weiter.

Bildquelle: amazon

# Die Rezension enthält Werbelinks.



Mittwoch, 9. Januar 2019

"Prisoner of Night" von J.R. Ward (engl.)

Der Gefangene

Ahmare hat nur ein einziges Ziel vor Augen: Ihren jüngeren Bruder aus den Klauen des grausamen Drogenbarons Chalen zu befreien. Doch Chalen schickt sie auf eine geheimnisvolle Mission und gibt ihr dazu eine „Waffe“ mit. Schnell stellt Ahmare fest, dass es sich dabei weder um ein Messer noch um eine Schusswaffe, sondern um einen Mann handelt, der jahrelang gefangen gehalten und gefoltert wurde. Doch sie kann Duran unmöglich vertrauen, oder?
Duran hat ebenfalls nur ein Ziel: Rache. Ahmare bringt ihn diesem Ziel näher, deshalb hilft er ihr zunächst. Aber manche Dinge ändern sich schneller als erwartet …

In „Prisoner of Night“ findet man eine Story von J.R. Ward, die im Black Dagger Universum spielt, aber in meinen Augen keiner der beiden Serien (Black Dagger Brotherhood und Black Dagger Legacy) direkt zuzuordnen ist. 
Anscheinend hatten die beiden Verlage, die das Buch veröffentlichen, ein ähnliches Problem, den nur einer sortiert es in die Hauptserie ein, der andere in dem SpinOff.
(Verlinkt habe ich übrigens hier zu der britischen Veröffentlichung, die inhaltlich gleich, aber ganz erheblich preiswerter ist. Diese Phänomen gibt es bei den Romanen der Autorin öfter, dort lohnt es sich fast immer, den Preis zwischen den Verlagen zu vergleichen.)

Auch mit der Bewertung tue ich mich ein wenig schwer: Die Motive in der Story sind klasse, allerdings entwickelt sich die Beziehung zwischen Ahmare und Duran sehr, sehr schnell. Natürlich ist das dem Zeitdruck geschuldet, unter dem die beiden wegen Ahmares Bruder stehen, trotzdem wäre es schön gewesen, wenn die beiden ein paar mehr stille Momente miteinander gehabt hätten.

Gut gefallen hat mir, dass beide Charaktere trotz der kurzen Zeit eine nachvollziehbare Entwicklung durchmachen. Beide sind am Beginn sehr auf ein Ziel fixiert und bereit dafür alles, auch ihre Moral zu vergessen. Durch ihre wachsende Beziehung zueinander verschieben sich für beide zunächst unmerklich die Grenzen dessen, was wirklich wichtig ist. Das ist wirklich berührend.

Duran ist zu Beginn in viel mehr als einer Hinsicht ein „Gefangner“ und Ahmare bemüht sich auch, ihn so zu nennen, um zu verdrängen, dass er ein Mensch und nicht nur ein Mittel zum Zweck ist. Wie tief seine Gefangenschaft allerdings geht und wie lange sie wirklich schon andauert, erschließt sich allerdings erst im Laufe der Geschichte.

*grins* Bei aller Emotionalität kommt auch die Aktion in der Story nicht zu kurz, und damit sind nicht nur die erotischen Szenen gemeint. Sowohl Ahmare als auch Duncan kämpfen bis aufs Blut, um ihre Lieben zu schützen.

Richtig geärgert habe ich mich an allerdings einer Stelle. Was beim ersten Mal zwischen Ahmare und Duran passiert, kommt aufmerksamen Lesern der Serie in meinen Augen sehr bekannt vor …

Fazit: 4,5, aufgerundet 5 Punkte. Super für Fans geeignet, um die Wartezeit zum nächsten Buch zu überbrücken. Aber auch Neueinsteiger können hier mal reinschnuppern, weil die Story so gut wie kein Vorwissen aus den beiden Hauptserien erfordert. 

Haben wollen? 

 Hier kann man die Bücher von J.R. Ward kaufen: 

- "Prisoner of Night


Schon nächste Woche erscheint übrigens "Die Diebin - Black Dagger Band 31" auf Deutsch.

Auf Englisch geht es Anfang April bei den Black Daggern mit "The Savior", der Story von Murhder, weiter.

Bildquelle: amazon

# Die Rezension enthält Werbelinks.

Samstag, 17. November 2018

Zwei der besten Dinge im Leben ...





"Pralinenküsschen (Candy Man 1)" von Amy Lane

Sehnsucht, Sorge und die ganze Süße des Lebens

Das „Candy Heaven“ ist ein ganz besonderer Ort, der sich ganz harmlos als Süßwarengeschäft tarnt. Das weiß Adam natürlich nicht, als er auf der verzweifelten Suche nach einem Job hereinstolpert. Darrin, der Besitzer, stellt ihn sofort ein und damit beginnt für Adam eine Zeit, die die beste seines Lebens werden könnte … Oder ist er im Leben schon zu oft enttäuscht worden, um seine Chance auf Glück zu ergreifen? Gut, dass Finn nicht so schnell aufgibt!

Pralinenküsschen“ von Amy Lane ist ein wunderbares, tieftrauriges, zuckersüßes Buch mit einem winzigen Hauch Magie, die sich unmerklich auch um den Leser legt und ihn ganz und gar verzaubert. Es passt perfekt in die Vorweihnachtszeit (auch wenn man es natürlichzu jeder Jahreszeit lesen kann!).

Die Figur des „Adam“ hat mich mitten ins Herz getroffen. Adam hat sich selbst davon überzeugt, dass es für ihn kein echtes Glück geben wird. Viel zu oft schon haben die die Menschen, die eigentlich zu ihm stehen sollten verletzt und verraten. Er ist vorsichtig geworden, wie ein Hund, der einmal zu oft geschlagen wurde. Und doch … sein Herz ist noch nicht tot. So sehr Adam auch versucht, es zum Schweigen zu bringen, hartnäckig jubelt es jedes Mal auf, wenn er Finn entdeckt. Oder einfach nur an ihn denkt …

Finn ist eine der Süßigkeiten in dem Buch. Vielleicht ist er zu gut, um wahr zu sein, vielleicht ist es aber auch so, dass man Menschen wie ihn braucht, damit die Welt nicht zu einem dunklen und kalten Ort wird. Menschen, die vertrauen, Menschen die ihr Glück teilen möchten, Menschen die lieben, ohne Bedingungen zu stellen.

Wenn man sich nur ein klein wenig auf „Pralinenküsschen" einlässt, weiß man wie es Adam geht. Man will sich eigentlich gar nicht in das Buch bzw. in Finn verlieben, aber es / er gehen einfach unter die Haut und setzen sich gemütlich mitten im Herzen fest. Naja und dann will man sich so wenig wieder davon trennen, wie von einem kleinen, roten Kätzchen, dass sich vertrauensvoll schnurrend zum Schlafen neben einem niederlässt. (Nein, das ist nicht der Kater Gonzo, aber wenn man die Story liest, weiß man, auf wen ich anspiele.

Fazit:Pralinenküsschen“ könnte pappig süß sein, wenn die Sorgen und Nöte ihrer Helden nicht so echt und herzzerreißend geschildert wären. Das Buch verschweigt die dunklen Seiten nicht, aber es macht auch echte Hoffnung auf Liebe und Glück. Das ist einfach wunderschön. Dafür gibt es von mir 5 mehr als verdiente Sterne und auf jeden Fall eine Leseempfehlung.

P.S.: Wie der Untertitel „Candy Man 1“ schon verspricht, gibt es noch weitere Titel aus der Serie. Da „Pralinenküsschen“ definitiv Lust auf „mehr“ macht, hoffe ich wirklich, dass die möglichst schnell übersetzt werden …


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- "Pralinenküsschen" (Adam & Finn)

Weiter geht es bisher leider nur auf Englisch: 
- "Bitter Taffy (Candy Man Book 2)" (Rico & Derek)
- "Lollipop (Candy Man Book 3)" (Esza & Miguel)
- "Tart and Sweet" (Candy Man Book 4)" (Robbie & Cy)

😉Mir gefällt es richtig gut, dass einige der interessanten Nebenfiguren aus "Pralinenküsschen" in der Serie ihre eigene Geschichte bekommen. Außerdem freue ich mich auf ein Wiedersehen mit Adam, Finn, dem Candy Heaven, seinen verrückten Angestellten und ... natürlich auch auf den Schmuse-Kater und Clopper.

Bildquelle: Cursed Verlag

# Die Rezension enthält Werbelinks.

Freitag, 16. November 2018

"Im Fokus der Leidenschaft" von L.A. Witt

Geradezu verboten sinnlich

Ryan alias „Angel“ und Dante sind Partner bei allen wichtigen Dingen, beruflich wie privat. Sie ergänzen einander mittlerweile perfekt und auch in einer pikanten Sache sind sie sich völlig einig: Hin und wieder laden die beiden Doms einen Sub zu gemeinsamen Spielen um Schmerz und Lust ein. So beginnt auch ihre Affäre mit Jordan. Doch was ist, wenn aus Intimität und geteilter Leidenschaft mehr wird? Viel mehr! Genug für alle???

Um eines vorweg zu schicken: L.A. Witt hat mit „Im Fokus der Leidenschaft“ ein so unglaublich sinnliches Buch hingelegt, dass man es lesen sollte, egal welche „Konstellation“ man in einer Romanze bevorzugt. Ja, es ist speziell, wenn zwei Männer sich gemeinsam um einen Dritten bemühen. Oder ist es das doch nicht?

Die Liebe zwischen Angel und Dante spürt man in dem Buch von der allerersten Seite an. Sie drückt sich in vielen kleinen Gesten aus, in der gegenseitigen Akzeptanz, aber auch in der Fähigkeit, loslassen zu können, wenn der andere da ist. Wundervoll und selbstverständlich wird aber auch dargelegt, dass echte Liebe manchmal auch kleine (oder größere) Kompromisse braucht. Dante und Angel wirken so echt, weil jeder von ihnen bei allen Stärken auch Ängste und Zweifel hat, weil sie unter ihrem gutaussehenden Äußeren genug Ecken und Kanten haben, die sie menschlich und … liebenswert für diejenigen, die sie halt lieben machen. Merkwürdig ausgedrückt? Ich weiß nicht, wie ich es anders beschreien soll. Die beiden sind nicht perfekt, aber sie lieben einander trotzdem.

Mit Jordan kommt jemand ins Spiel, der das Gleichgewicht zwischen dem beiden Männern empfindlich stören könnte. Es ist absolut faszinierend zu lesen, was die beiden in Jordan sehen und welche Gefühle das in ihnen auslöst. Richtig gut hat mir persönlich gefallen, wie subtil sich Jordans Persönlichkeit als Sub nicht nur im Schlafzimmer, sondern auch in bestimmten anderen Situationen bemerkbar macht. Dabei ist er keineswegs schwach oder davon abhängig, dass jemand ihm sagt, wie er sein Leben zu leben hat. Es macht großen Spaß mitzuerleben, wie er lernt, sich seinem Wunsch nach Unterwerfung hinzugeben und gleichzeitig stärker wird.

Dem Thema geschuldet enthält die Story eine Menge explizite Szenen. Diese sind weit weg von "technischen" Beschreibungen des Akts, die man leider immer noch viel zu oft präsentiert bekommt. Die sinnlichen Spiele der drei sind manchmal simpel, manchmal überraschend. Wie auf den erotischen Fotos die Angel und Dante schießen, schafft es L.A. Witt ein Detail zu zeigen, ja manchmal nur anzudeuten und damit die Stimmung so aufzuheizen, dass man als Leser alles um sich herum vergisst. Man glaubt zu sehen, zu hören, zu riechen, zu schmecken und zu fühlen, was gerade vor sich geht. Das macht das Buch geradezu verboten sinnlich,

Man kommt allen drei Männern sehr nahe, weil sie die Geschichte abwechselnd aus ihrer eigenen Sicht erzählen und dabei nicht nur preisgeben, was sie empfinden, sondern auch welche Gefühle sie dabei entwickeln.

Fazit: Bei „Im Fokus der Leidenschaft“ stimmt einfach alles. Ich bin wirklich restlos begeistert! Vom tollen Cover über die wirklich gelungene Auswahl des Titels bis hin zu den interessanten Charakteren und der stimmigen Geschichte. Dafür erhält das Buch von mir deutlich mehr als 5 Punkte und ein „Must Read“!!!
Im Ernst: Wer diese Geschichte nicht liest, verpasst etwas!

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- "Im Fokus der Leidenschaft"

Bildquelle: Cursed Verlag

# Die Rezension enthält Werbelinks.