Montag, 21. November 2016

"Gebieterin der Schatten" (Dark Hunter 17) von Sherrily Kenyon

Uralte (Hass-)Liebe!

Stryker, der Anführer der Daimons, hängt schon lange nicht mehr an seinem Leben. Aber , trotz all der Bitterkeit und dem finsteren Hass, die er in sich trägt, für seine Leute will er endlich den jahrtausendealten Krieg mit den Dark Huntern gewinnen, der sie zu einem Leben im Verborgenen zwingt. Eiskalt entfesselt er eine uralte Waffe, gegen die auch die Götter selbst nichts ausrichten können. Er ahnt allerdings nicht, dass er damit eine Kette von Ereignissen in Gang setzt, die ihn nicht nur zu Bündnissen zwingt, die er sich in seinen kühnsten Träumen nicht hätte vorstellen können, sondern auch die einzige Frau in sein Leben zurückbringt, die er jemals geliebt hat.

Zephyra hat ihr Dasein auf ein einziges Ziel ausgerichtet: Sie will ihre Tochter schützen und dient dafür der Göttin Artemis als Vollstreckerin. Sie fragt nie, ob und warum jemand den Tod verdient hat. Als sie Stryker umbringen soll, ist diese Frage ohnehin belanglos. Sie hasst ihn abgrundtief, weil er sie einst schwanger und mit gebrochenem Herzen einem grausamen Schicksal überlassen hat.

Mit „Gebieterin der Schatten“ knüpft Sherrilyn Kenyon direkt an die Geschichte um Ash und Tory an, die im Deutschen in den beiden Büchern „Prinz der Ewigkeit“ und „Königin der Dunkelheit“ veröffentlicht wurde. Ich war mir zuerst gar nicht so sicher, ob ich wirklich eine Romanze um Stryker, einem der dunkelsten Charaktere in der ganzen Geschichte, lesen wollte und ob ich es ihm wirklich gönne, dass er sein Glück findet. Andererseits ist der Anführer der Daimons immer für eine Überraschung gut gewesen …

Als Leser wird man in „Gebieterin der Schatten“ sofort mitten das Universum der Dark Hunter gestoßen, das vor Göttern, Halbgöttern und unterschiedlichen Dämonengattungen nur so wimmelt. Der Kern der Geschichte ist aber auch dann klar, wenn man nicht von Anfang an jeden kleinen Zusammenhang vor Augen hat: Wieder einmal taumelt die Welt auf einen Abgrund zu. Stryker, ist nun nicht gerade der Held, dem man zutraut sich selbstlos dem Schicksal in den Weg zu stellen. Macht er auch nicht. Aus eigentlich sehr eigennützigen Motiven beschließt er das Unheil aufzuhalten und dabei möglichst auch noch Zephyra zurück zu erobern. Die ist davon zuerst alles andere als begeistert und zeigt Stryker nicht nur mit ihrem Schwert, sondern auch mit ihrer scharfen Zunge, dass sie nicht mehr das naive, junge Mädchen ist, das ihn einst angehimmelt hat. Dass zwischen den beiden nicht nur Hass, sondern auch immer noch andere starke Gefühle herrschen, ist in der Sekunde klar, in der sie aufeinandertreffen.

Wenn man einmal in die Story eingetaucht ist, kann man das Buch nur schwer wieder aus der Hand legen. Es ist faszinierend, wie Sherrilyn Kenyon es plötzlich schafft, dass man einem wirklich fiesen Charakter plötzlich Verständnis entgegenbringt und mit ihm hofft, dass sich für ihn alles zum Guten wendet.

Richtig, richtig spannend fand ich auch eine sehr überraschende, aber wohl leider nur temporäre Allianz, die Stryker eingehen muss. Die Rahmenhandlung wird in diesem Buch ein gutes Stück vorangetrieben. Während einige alte Konflikte sich lösen, zeichnen sich ganz neue ab.

Ich hoffe es ist kein Spoiler zu sagen, dass Stryker am Ende kein weichgespülter Softie wird, sondern sich selber treu und damit ganz der intrigante Bastard bleibt, der er immer gewesen ist. Das fand ich richtig klasse!

Ob das Buch trotzdem ein Happy End hat? *grins* Es ist auch eine Romanze und dieser Teil ist mindestens genauso wichtig, wie die epischen Schlachten, die geschlagen werden. Hier sucht halt mal einer der „Bösen“ sein ganz persönliches Glück und es wird sich zeigen, wie ihn das auf lange Sicht beeinflusst.

Kleine Rand-Info für Fans:
Wichtige Gastauftritte haben neben Ash, Tory und Simi diesmal Nick, Savitar und Jared. Bei dieser „Besetzung“ ist klar, dass die „Hassliebe“ ein zentrales Thema des Buches ist. Nicht nur Stryker und Zephyra müssen mit den widersprüchlichen Gefühlen klarkommen, die sie für einander empfinden …

Mein Fazit:Gebieterin der Schatten“ fängt ein wenig kompliziert, aber schon richtig spannend an und wird von Seite zu Seite besser. Ich konnte es nicht aus der Hand legen, deshalb 5 Punkte und eine Leseempfehlung für Fans.

Bei Neueinsteigern bin ich mir ehrlich gesagt nicht so sicher, ob die Geschichte mit den vielen Charakteren und ihren unterschiedlichen Fähigkeiten nicht sehr verwirrend ist, auch wenn die Autorin die Erklärungen immer wieder sehr geschickt einstreut. Denn meisten Spaß macht das Buch auf jeden Fall, wenn man die Serie kennt. Außerdem macht es sehr neugierig darauf, wie es nun – mit veränderten Grundvoraussetzungen – weiter gehen wird.


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Da sich die Nummerierung der Serie im Deutschen mit der Teilung von "Acheron" in zwei Bücher entgültig von der im Englischen verabschiedet, hier einer Übersicht über die Reihenfolge der einzelnen Bände:

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Bildquelle: amazon

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