Montag, 30. September 2019

"Ich bin Seraphine" von Annie Stone

Facetten der Liebe

Durch Zufall treffen sich Seraphine, die sich gerade entschlossen hat, Fotografin zu werden, und Dylan, die nicht nur wegen ihrem ersten Hit, sondern auch wegen ihres Privatlebens von der Presse verfolgt wird. Für Seraphine ist es Liebe auf den ersten Blick, aber Dylan ist hetero, lebt in einer Beziehung und braucht gerade wirklich eine (platonische) Freundin. Ist das für Seraphine genug? Oder wird vielleicht doch mehr aus den beiden?

Um eines vorweg zu schicken: Auch in der Story „Ich bin Seraphine“ spielt Annie Stone wieder einmal gekonnt mit den Erwartungen der Leser, während sie unbeirrt ihre ungewöhnlichen Heldinnen präsentiert. Die Frauen suchen ihren eigenen Weg, der nicht immer geradlinig ist. Sie treffen Entscheidungen, die sie im Nachhinein nicht mehr mögen, mit denen sie aber leben müssen.

Richtig gut gefallen hat mir die langsame Annäherung der beiden Frauen. Liebe gibt es in vielen verschieden Facetten. Dazu zählt auch die Liebe zum eigenen Ich, mit der sowohl Seraphine als auch Dylan gerade Probleme haben. Es ist sehr interessant, wie die beiden – quasi durch die Augen der jeweils anderen – lernen, sich selbst wieder zu mögen, oder zumindest in einem freundlicheren Licht zu betrachten. Selbstliebe – nicht Narzissmus, darum geht es wirklich nicht – bedeutet sich selbst als wichtig und wertvoll wahrzunehmen, nur so kann ein Mensch Selbstvertrauen entwickeln und in einer Beziehung ein gleichwertiger Partner sein.

Ich finde nicht, dass die Story ein „Roman für Lesben“ ist. Warum … kann man anderen Rezis entnehmen, ich möchte hier nicht spoilern. Der Schluss des Buches hat mich völlig überrascht, wenn man allerdings andere Geschichten von Annie Stone kennt, ist er fast schon logisch.

Die Story endet eindeutig mit einem Cliff und scheint der Beginn einer (kleinen) Reihe zu sein, zu der es auch einige „Vorgeschichten“ gibt, die man lesen kann, aber nicht kennen muss.

Seraphines Bruder Kyle und ihre Schwägerin Aubrey haben ihre eigene Story in „Rock’n’Ralley“, ihre Freundin Carly findet in „Tausend falsche Schritte“ zu sich selbst … und zu ihrem Glück.

Fazit: Die Story ist gewohnt schön geschrieben und hat mir gut gefallen. Das offene Ende … ärgert mich allerdings ein wenig. Deshalb gibt es von mir 4 Punkte und die Hoffnung auf eine Fortsetzung.


Edit: Passiert selten, ist aber hier gerechtfertigt: Nachträglich erhöhe ich die Punktzahl auf 5, weil erstens neuerdings aus dem Klappentext ganz klar hervorgeht, dass diese Story nicht in sich abgeschlossen ist. Außerdem kann man jetzt erkennen, wie sie sich in die Reihe "Rock'nRalley' einfügt.

Eigentlich möchte ich aber auch mehr Punkte geben, weil die Story einen "Haben-wollen" Reflex ausgelöst hat. Ich kenne nun die komplette Serie, die wirklich klasse ist und richtig taffe Frauen präsentiert, die ihren ganz eigenen Weg gehen. Davon kann man gar nicht genug lesen!


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Bildquelle: amazon

# Die Rezension enthält Werbelinks.

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