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Samstag, 8. September 2018

"Frieden finden" von Sloane Kennedy

Unperfekt perfekt ...

Als Luke nach einer wilden Flucht vor dem Gesetz endlich in Montana ankommt, stirbt seine letzte Hoffnung auf Hilfe einen jähen Tod: Sein Adoptivbruder Rhys, bei dem er unterschlüpfen wollte, arbeitet wieder als Polizist. Luke will nur noch weg. Sein Leben ist verwirkt. Als er in einem Graben stolpert, bleibt er einfach liegen. Bis Gray ihn findet …
Nach und nach merkt Luke wieder, wie kostbar das Leben ist. Und er fühlt sich zu Gray hingezogen, obowohl ihn Männer bisher nie interessiert haben. Aber Gray scheint seine eigenen Geheimnisse zu hüten und glaubt schon lange nicht mehr an die Liebe …

Es ist beinahe unmöglich, "Frieden finden" zu besprechen, ohne zu spoilern. Deshalb die Bewertung vorweg: Es ist richtig toll, wahnsinnig berührend und voller interessanter Charaktere. Man verpasst etwas, wenn man es nicht liest! Von mir gibt es begeisterte 5 Punkte, die umso überraschender sind, weil ich zwischendrin überzeugt war, dass die Story so gar nicht in mein Beuteschema passt.
Leseempfehlung? Unbedingt!!! Und bloß nicht aufgeben, das Buch ist am Anfang … fast sperrig, aber es wird mit jeder Seite besser und intensiver.

Man muss die „Finden“ Serie von Sloane Kennedy übrigens nicht zwingend in der richtigen Reihenfolge lesen, es macht aber deutlich mehr Spaß, wenn man das tut.
Im Englischen gibt’s schon fünf Bände, vier davon (siehe unten) sind bisher auf Deutsch erschienen:

Ab hier SPOILER enthalten:

Eigentlich finde ich die meisten Gay-Geschichten in denen einer der Männer bisher straight war, eher unglaubwürdig. Daher mag ich sie nicht besonders. In „Frieden finden“ schafft es Sloane Kennedy aber, mit Luke einen unheimlich tollen und sehr glaubwürdigen Charakter vorzustellen. Der Mann hat zwar bisher nur mit Frauen geschlafen, doch man spürt beim Lesen deutlich, dass Sex in seinem Leben nicht unbedingt die größte Rolle gespielt hat. Als Luke Gray kennenlernt, löst das zum ersten Mal sofort etwas bei ihm aus. Aber Luke ist auf der Flucht, hat keine Ahnung, wem er noch trauen kann und glaubt nicht wirklich, dass er überleben wird. In dieser Situation versteht er zuerst gar nicht, was seine Gefühle zu bedeuten haben, danach versucht er lange, sie zu ignorieren. Zu Lukes Charakter passt es ausgezeichnet, dass er sich gar nicht gegen den Gedanken sperrt, schwul zu sein, sondern Gray nicht in seine Schwierigkeiten hineinziehen will.

Wenn es einen einzigen, kleinen Kritikpunkt an dem Buch (eher an der Serie) gibt, dann diesen: Auch wenn die Ausgangssituationen sehr verschieden sind, scheint es schon sehr unwahrscheinlich, dass ausgerechnet zwei Adoptivbrüder für Verbrechen verantwortlich gemacht werden, die sie gar nicht begangen haben. Rhys hat ja sogar unschuldig im Gefängnis gesessen. Ein wenig Grinsen musste ich bei Jax Reaktion auf Luke. Der Kerl war Agent und ist nun Cop, scheint aber das Gesetz eher als unverbindliche Richtlinie zu interpretieren.

Nicht immer einfach zu lesen ist das Buch übrigens aber aus einem anderen Grund: Gray kämpft gegen eine heimtückische Krebserkrankung. Er ist gerade tief verletzt worden und glaubt, niemand würde ihm beistehen, bis er ausgerechnet in Luke eine unerwartete Stütze findet. Es ist schwer, Grays Schicksal zu verfolgen, vor allem weil Sloane Kennedy sehr glaubwürdig schildert, wie die Krankheit nicht nur Auswirkungen auf den Körper hat. Die Auseinandersetzung mit dem Tod bringt Gray dazu, sein komplettes Leben in Frage zu stellen und zu überlegen, was ihm wirklich wichtig ist. Er trifft Luke an einem Punkt, an dem sie beide – wenn auch aus völlig unterschiedlichen Gründen – ganz unten sind und rechnet nicht mit dessen ruhiger, zupackender Hilfe. Wahrscheinlich hätte er Lukes Charakter gar nicht richtig einschätzen können, wenn er ihn ein paar Monate früher getroffen hätte.
Frieden finden“ hat also einen durchaus dramatischen Hintergrund und auch einen ernste Botschaft. Aber man fühlt sich als Leser weder belehrt noch gegängelt, sondern leidet und liebt mit den beiden Männern, gönnt ihnen von ganzem Herzen ihr Happy End und das sie endlich den „Frieden finden“, den sie sich von Herzen wünschen und verdient haben.

Zu den Büchern Sloane Kennedy, gehören eigentlich explizite, kochend heiße Szenen. Der Geschichte und Garys Erkrankung geschuldet, fehlen die hier zu Beginn.
Was dann kommt ist überraschend auf eine gute Weise: Gray ist mit Sicherheit kein klassischer „Held“ in einer erotischen Love-Story. Aber die Annäherung der beiden Männer und die zärtlichen und sehr erotischen Spielereien mit Luke gehen trotzdem unter die Haut und begeistern zusätzlich mit ihrer Selbstverständlichkeit. Guter Sex ist keine Frage eines perfekten Körpers, sondern die von Einfühlungsvermögen und … wahrer Liebe.

Haben wollen?
 Hier kann man die Bücher von Sloane Kennedy kaufen: 
- "Ein Zuhause finden“ (meine Rezi dazu *klick*)
- "Vertrauen finden"
- "Frieden finden"
- "Vergebung finden"

Hier eine Übersicht über die Serie im Orginal:
- "Finding Home" (Finding 1) (Rhys, Finn und Callan)
- "Finding Trust" (Finding 2) (Dane und Jax)
- "Finding Peace" (Finding 3) (Gray und Luke)
- "Finding Forgiveness" (Finding 4) (Hunter und Roman)
- "Finding Hope" (Finding 5) (Beck, Quinn und Brody)

Bildquelle: amazon

# Die Rezension enthält Werbelinks.

Freitag, 7. September 2018

Einrichtungs-Tipps und -Trends, die die Welt nicht braucht …


Wieso schreibe ich hier auf einmal über Einrichtung und Trends, obwohl das doch eigentlich mein Lesetagebuch ist?
Nun, das ist einfach: Ich bin umgezogen! Das ist mit Sicherheit für jeden ein ziemlicher Aufwand, aber die Bücherwürmer unter den Lesern dieses Blogs (also wahrscheinlich 100%) werden gut nachvollziehen können, wo mein Problem lag. Die Frage ist nicht, welche Bücher man mitnimmt (Alle!) und wo man sie unterbringt (In jedem Zimmer ist Platz für ein Regal. Oder für mehrere …), sondern wie man sie einsortiert. Nach Themen? Nach Autoren? Nach Titeln? Nach …

Es gibt unendlich viele Möglichkeiten. 
Papierjunkie, der ich nun mal bin, habe ich in den letzten Monaten Wohnzeitschriften gewälzt und außerdem Life-Style-Blogs durchstöbert, um mir Anregungen für die Einrichtung meiner neuen Bleibe zu holen.

*grins* Wie ich dabei feststellen durfte, lebt nicht jeder in einer WG mit unzähligen fiktiven Charakteren. Meistens sehen die gezeigten Räume so aus, als hätte das e-book seine auf echtem Papier gedruckten Kollegen schon komplett verdrängt. Oft werden Bücher (gerne großformatige Schinken über Kunst …) wie Accessoires präsentiert.
Wo bleiben die zerlesenen, aber heißgeliebten Taschenbücher? In einer dunklen Ecke? In der Papiermülltonne???

Ein Tipp hat bei mir nur fassungsloses Kopfschütteln ausgelöst: Man sollte alle (!) Bücher in weißes Papier einschlagen, alternativ in Papier einer Farbe, die zur Einrichtung passt.
Echt jetzt??? Ich soll meine Schätze verstecken? Meine Bücher darf ruhig jeder sehen. Wer sie genau anschaut, der wird mich wahrscheinlich besser kennenlernen, als Small-Talk das jemals leisten kann.


Eine andere Lösung  – die wirklich im Moment ziemlich angesagt zu sein scheint, wenn ich meinen Wohnzeitschriften und den tollen Live-Style-Blogs glaube – ist in meinen Augen einfach …

Ok, ich habe lange überlegt, aber ich komme wieder auf dieses eine Wort zurück: 
Es ist dämlich.
Gibt es da draußen wirklich echte Menschen, die ihre Bücher nach Farben und diese in der perfekten Harmonie eines Regenbogens einsortieren??? Ernsthaft???

Vielleicht bin ich einfach zu alt für so etwas. Ich kann und will mir nicht merken, welche Farbe der Bücherrücken meiner Romane hat. (Lieber schwelge ich in Erinnerung an die besten Szenen …) Bei diesem System nützt es mir nichts, Autor oder Titel zu kennen, weil ich meine Bücher mit diesen Infos niemals wiederfinden kann. Ich sehe förmlich vor mir, wie ich – statt gemütlich eine komplette Serie der Reihe nach zum x-ten Mal zu lesen – verzweifelt durch die Regale wühle, weil ich nicht mehr weiß, welche Farbe das Cover von z.B. Band drei hatte. War es nicht rot? Oder doch dunkelgrün?
Wie ordnet man bei dem System eigentlich dunkle Buchrücken mit farbiger Schrift ein? Bei „dunkel“ oder bei der Farbe der Schrift?

Vielleicht habe ich aber auch schlicht zuviele Bücher für das System. Wobei …
Nein! Zuviele Bücher kann man gar nicht haben. Höchstens zuwenig Platz.

Bei mir jedenfalls stehen meine Schätze jetzt alle wieder im Regal, die Romane ordentlich sortiert nach Autor, die Sachbücher nach Fachgebieten. Damit kann ich schnell und zielsicher zugreifen, wenn ich etwas suche.
Eine Ausnahme gibt es aber: Die Bücher meiner Lieblingsautoren haben einen Ehrenplatz neben dem Bett, in dem ich meistens lese. Ich freue mich jeden Tag an ihrem Anblick und wundere mich immer noch über einen weiteren schlauen Tipp aus einer Wohnzeitschrift:
Kein Bücher im Schlafzimmer!!! Das macht unruhig …

*grins* Ja-haa. Manchmal. 
Gute Bücher verleiten zum mitfiebern, zum träumen und hin und wieder machen sie richtig heiß …
Was will man mehr???

In diesem Sinne:
Viel Spaß beim Lesen!!!

P.S.: So sehr ich meine Bücher auch liebe ...
Nach dem Umzug bin ich doch froh, dass einige davon mittlerweile nicht mehr ins Regal einziehen, sondern ihren Platz auf dem Reader finden. Der ist - vor allem im Vergleich zu einer Kiste voller Papier - leicht, handlich und sortiert meine Lieblinge so, wie ich sie gerade brauche,
Und ... ich kann sie immer und überall hin mitnehmen. 😉


Bildquelle: Pixabay



Freitag, 29. Juni 2018

"Onyx & Maia: Warrior Lover Snack2" von Inka Loreen Minden

Aus der Dunkelheit ins Licht …

Maia hasst ihr Leben. Sie gehört einer kleinen Gemeinschaft von Menschen an, die den Krieg in einer Bunkeranlage überlebt haben. Doch noch immer fürchtet man dort die radioaktive Strahlung und … das Sonnenlicht! Schließlich verbrennt das die Haut ganz schrecklich, wenn man sich ihm aussetzt. Besonders schlimm für Maia ist aber, dass sie an einem Programm teilnehmen muss, das für Nachwuchs sorgen soll. Dabei möchte sie kein Kind der Dunkelheit und den Zwängen des Bunkers aussetzen!
Der Warrior Onyx hat nach dem Umsturz endlich einen Job gefunden, der ihm gefällt! Zusammen mit Verox und seinem Team soll er nach verstreut lebenden Gruppen von Menschen suchen. Ausgerechnet sein allererster Einsatz wird allerdings sehr persönlich. Die dreiste und merkwürdige Forderung einer alten Frau sorgt dafür, dass er mit der Amazone Maia intim werden soll. Was als Spionageauftrag beginnt, wird sehr schnell zu einem Erlebnis, dass Onyx ganzes Leben verändert.

Dieser „Warrior Lover Snack“ hat einen wirklich respektablen Umfang und kann auch gut als „Hauptmahlzeit“ dienen. Gut für die Fans! Mit „Onyx“ schenkt uns Inka Loreen Minden eine Story, die es vom Unfang her problemlos mit den Romanen in der Hauptserie aufnehmen kann. Von der Spannung und der Dramatik her übrigens auch! Wieder einmal muss ein Warrior gegen ein Unrechtsregime kämpfen, in dem die Menschen gnadenlos unterdrückt werden.

Onyx hat allerdings tatkräftige Hilfe! Die schöne Maia ist im Herzen eine Rebellin, die nur einen winzigen Anstoß braucht, um endlich für sich und ihre Träume zu kämpfen. Dass dieser Anstoß ein fantastisch aussehender Krieger mit einem perfekten Körper voller Muskeln ist, stört natürlich nicht … 😉

Der Logik der Serie geschuldet, verlieben sich Maia und Onyx sehr schnell ineinander. Das sorgt für eine Menge heißer, sehr erotischer Szenen, die ein guter Gegenpart zu der Düsternis und Hoffnungslosigkeit im Bunker sind. Man erlebt ein wahres Wechselbad der Gefühle, während Maia darum ringt, ihren Weg aus der Dunkelheit ins helle Sonnenlicht des Dschungels zu finden.

Zwei Dinge haben mir an „Onyx“ besonders gefallen: Inka Loreen Minden beschreibt das Setting und die archaische Gesellschaft, in der Maia aufgewachsen ist, unheimlich lebendig. Man kann sich gut die Umgebung und die Handlung nicht nur vorstellen, man glaubt wirklich, dass es so gewesen sein könnte.

Besonders berührt hat mich außerdem, ein unerwarteter Handlungstrang. Maia und Onyx sollen nach dem Willen von „Mutter“ ein Baby zeugen, etwas was Maia auf keinen Fall will und von dem Onyx glaubt, dass er dazu nicht in der Lage ist. Beide haben aus ganz verschiedenen Gründen sehr schlechte Erfahrungen mit Sex gemacht. Wie die beiden nun damit umgehen und welche Verwicklungen sich daraus ergeben ist wirklich herzzerreißend.

Inka Loreen Minden schafft es immer wieder, ihre Helden „echt“ werden zu lassen, indem sie ihnen Tiefe verleiht. Sie haben ihre Ecken und Kanten, Ängste, Sorgen und Hoffnungen. Maia und Onyx sind nicht eindimensional, sondern unverwechselbare Individuen, die man auch nicht vergisst, wenn man das Buch längst ausgelesen hat.

Fazit: Kochend heiß und super-spannend! Dabei gibt es aber durchaus eine tiefere Ebene, die nachdenklich macht. Für mich ein echtes High-Light im ohnehin großartigen Warrior-Lover-Universum. Deshalb 5 Sterne und eine uneingeschränkte Empfehlung.

P.S.: Das Buch ist durchaus auch für Neu-Einsteiger geeignet, weil es sich sehr auf Onyx und Maia konzentriert. Aber Vorsicht!!! Es macht Lust auf mehr!

P.S.2: Ich mag die Cover der Serie sehr. Das von "Onyx" hat mir auch gut gefallen. Wie toll es aber wirklich ist, merkt man erst, wenn man es sich noch einmal anschaut, nachdem man die Story gelesen hat.

Haben wollen?
 Hier kann man die Bücher von Inka Loreen Minden kaufen:

Teil 1: Jax 
Teil 2: Crome
Teil 3: Ice 
Teil 4: Storm
Teil 5: Nitro 
Teil 6: Andrew und Emma
Teil 7: Steel 

Teil 8: Fury
Teil 9: Tay
Teil 10: Shadow
Teil 11: Flame
Teil 12: Verox 

Warrior Lover Snacks:
Snack 1: Chaz & Anka
Snack 2: Onyx & Maia

Die Storys sind alle in sich abgeschlossen, gehören aber in einen übergreifenden Handlungsbogen. 

Bildquelle: amazon

# Die Rezension enthält Werbelinks.

Donnerstag, 28. Juni 2018

"Creature: A Bureau Story (The Bureau 3)" von Kim Fielding (engl.)

Besser zwei Tage voller Freude, als ein Leben lang nur Einsamkeit und Sorgen …
Allein in seiner Zelle, versucht John das beste aus seinem Leben zu machen. Aber ist er überhaupt ein Mensch? Irgendetwas stimmt nicht mit ihm …
Erst als man Harry zu ihm bringt, öffnet sich die Tür für John. Aber wohin wird „The Bureau“ die beiden schicken und was passiert mit ihnen, wenn sie ihren Auftrag erledigt haben?

Um es gleich vorweg zu schicken: Selbst wenn man die ersten beiden Geschichten von „The Bureau“ nicht kennt, diese Novelle von Kim Fielding sollte man unbedingt lesen!

Ja, ok. Sie ist schon fast ein wenig klischeehaft, aber sie geht dermaßen zu Herzen, dass man es gerne verzeiht. Sobald man einmal angefangen hat, ahnt man schnell, an welches berühmte Vorbild die Story angelehnt ist. Aber Kim Fielding erzählt nicht einfach einen Klassiker neu, sondern interpretiert ihn auf ihre ganz eigene Weise und spinnt die alten Ideen weiter. Das Buch mag auf den ersten Blick eine simple Story enthalten und nicht allzulang sein. Aber alle wirklich wichtigen Aspekte werden konsequent bis zum Ende hin weiterentwickelt und der Funke springt über. Man kann das Buch nicht zur Seite legen, bis man weiß, ob und wie die Geschichte für John und Harry endet.

Ich selbst bin John und seinem einzigartigen Wesen schon auf der allerersten Seite verfallen, habe mit ihm gelitten und gefiebert, ob es einen guten Ausweg für ihn geben kann. Harry ist dabei genau der Gegenpart, den John braucht.

Die Geschichte hat mich total berührt. Beim Lesen standen mir mehr als einmal die Tränen in den Augen. Der Titel dieser Rezi ist übriges die (sehr) freie Übersetzung einer, wie ich finde, entscheidenden Stelle in der Story.

Was soll ich sonst noch sagen? Ich liebe das Buch und werde es mit absoluter Sicherheit mehr als einmal … Unsinn! … immer und immer wieder lesen. Deutlich mehr als 5 Punkte und eine Leseempfehlung, die übrigens auch für die beiden ersten Bände der Serie gilt.


Haben wollen?

 Hier kann man die Bücher von Kim Fielding kaufen:

Leider bisher nur auf Englisch: "The Bureau"
Band 1: "Corruption"
Band 2: "Clay White"
Band 3: "Creature"


Diese Geschichten von Kim Fielding habe ich bereits auf Deutsch gelesen und kann sie ausnahmslos empfehlen, alle haben (bzw. hätten) von mir 5 Sterne und mehr erhalten:
- "Ein Wolf in der Küche"   

Bildquelle: amazon

# Die Rezension enthält Werbelinks.

Mittwoch, 27. Juni 2018

"Die neun Leben des Löwen" von Rose Lee Wayne

Viel mehr als nur körperliches Begehren?

Eigentlich ist Ryan „nur“ ein Tätowierkünstler, aber ein verdammt guter. Als er Ruslan kennenlernt, denkt er zuerst nur an eine unverbindliche Affäre und genieß das offene Begehren im Blick des anderen Mannes. Allerdings merkt Ryan schnell, dass man nicht mit der Mafia, bzw. einem ihrer Bosse ins Bett steigen kann, ohne dass dies Konsequenzen hat. Zuerst kostet es ihn die Freundchaft zu Ken und Jasmin, dann muss er sich mit Ruslans dunkler Seite auseinandersetzen. Und dann ist da ja auch noch Maggy, die ihm zwar eigentlich mehr als sympathisch ist, aber ihn mit einem ganz miesen Trick in eine Ehe hineinzwingt, die Ryan nie gewollt hat.
Zorn und verletzter Stolz lodern hoch. Ryan kann sein Verlangen nach Ruslan unterdrücken, aber was ist mit seinen Gefühlen?

Die (Unter-)Welt ist klein, denkt man unwillkürlich, wenn man „Die neun Leben des Löwen“ von Rose Lee Wayne liest und mit einem Grinsen feststellt, dass die Herren Gangsterbosse zumindest einige Interessen jenseits ihrer halbseidenen Geschäfte teilen.
Dabei verschweigt die Autorin nicht, dass sie knallhart sind und ihre Gegner nicht mit Samthandschuhen anfassen. Auch die wirklich miesen Seiten werden zumindest angedeutet. Ruslan ist alles andere als ein strahlender Held mit weißer Weste. Er steckt bis über beide Ohren in illegalen Aktivitäten. Hier geht es aber auch gar nicht darum, einen russischen Mafiaboss in einen Saubermann zu verwandeln, sondern viel mehr darum, ob er es schafft sein privates Glück zu finden. Ruslan begehrt Ryan, aber er kann sich auf für ihn nicht seines alten Lebens entledigen. Ryan muss für sich herausfinden, ob und wie er mit den dunklen Seiten seines Liebhabers umgehen kann.

Mir hat die Geschichte der drei (Ryan, Ruslan und Maggy) unheimlich gut gefallen. Man spürt wie die beiden Männer darum ringen einen gemeinsamen Weg zu finden, ohne sich selbst zu verleugnen. Besonders zu Herzen geht dabei Ruslan, der sich kaum eingesteht, ein wenig Glück verdient zu haben. Er ist ein Überlebenskünstler, der es nie einfach hatte und die Narben an seinem Körper wie die in seinem Herzen bezeugen dies. Eigentlich hat er die Hoffnung längst aufgegeben, jemanden zu finden, mit dem er sein Leben teilen kann. Es sagt viel über ihn aus, dass er den Menschen, die er wirklich mag ein besseres Schicksal wünscht, als an seiner Seite zu stehen.
Dabei zeigt Ruslan Ryan sein Verlangen ganz offen. Doch dass er mehr will, muss er sich erst einmal selbst eingestehen. Die Szenen zwischen den Männern sind kochend heiß. Hier spürt man das erotische Knistern auch als Leser ganz deutlich. Ihr Sex ist knallhart und explosiv, trotzdem gibt es auch Momente die atemberaubend zärtlich sind.
Wie Maggy zu den beiden passt, ist eine ganz eigene Geschichte. Für sie ist – trotz ihrer forschen Art – körperliche Liebe ein schwieriges Thema. Zum Glück kann ihr Ryan geben, was sie braucht. Die drei müssen ihre ganz eigene Form der Liebe und des Zusammenlebens finden.

Die Geschichte wäre – vielleicht Ruslans russischer Seele geschuldet – manchmal fast schon schwermütig, wenn die Autorin sie nicht immer wieder mit trockenem Humor, manchmal fast schon Sarkasmus würzen würde.
Abgerundet wird die Story von lebendigen und interessanten Nebencharakteren, die viel mehr als bloße Stichwortgeber sind und die Hoffnung darauf wecken, dass sie irgendwann ihre eigenen Geschichten bekommen.

Fazit: Klasse! Kein Mainstream. Wenn man einmal angefangen hat, kann man das Buch nicht zur Seite legen, bis man weiß ob und wie die Jungs und Maggy eine Lösung für ihr kompliziertes Liebesleben finden. Von mir gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
Bitte mehr davon!!!

Haben wollen?
 Hier kann man das Buch von Rose Lee Wayne kaufen:
- "Der Weg des Fuchses" (Ken, Jasmine und Ryan)
- "Die neun Leben des Löwen" (Ryan, Ruslan und Maggie)

Bildquelle: amazon

# Die Rezension enthält Werbelinks.


Dienstag, 26. Juni 2018

"Ihn oder Keinen" von Skylar M.Cates

Manchen Wahrheiten muss man sich stellen …

Aaron war eigentlich mit seinem Leben in der Army zufrieden, doch ein Herzleiden zwingt ihn dazu, seinen Abschied zu nehmen. Zuerst einmal zieht er bei seiner Mutter ein, merkt aber schnell, dass ihn das in den Wahnsinn treibt. Die Einladung zu einer Familienfeier ist eine willkommen Ausrede, eine kleine Auszeit zu nehmen. Aron fährt zu Jesse, dem „kleinen“ Bruder seinen besten Freundes aus Kindertagen, um ihn dazu zu überreden, ebenfalls an dem Fest teilzunehmen. Hoch in der Wildnis und Einsamkeit der Berge erlebt Aaron mehr als eine große Überraschung. Plötzlich hat er wieder Lust zu leben. Aber mit wem? Und da ist ja auch noch seine angegriffene Gesundheit …

Mit „Ihn oder Keinen“ führt Skylar M. Cates ihre „Kerle“-Serie weiter. Aaron durfte man bereits in „Der Kerl aus Glamor“ kurz kennenlernen, hier trifft man dafür Anthony und Dean wieder, die eine kleine, aber bedeutende Nebenrolle spielen.

Das Buch beginnt mit einem Prolog aus der Kindheit von Aaron, Jesse und dessen „perfektem“ Bruder Gregory. Schon dort begreift man, wo der Kern des Problem liegt, dass sich wie ein roter faden durch die Story zieht. Aber man ist dann auch schon dem Zauber der Geschichte verfallen. Skylar M. Cates beschreibt ihre Charaktere und deren Umgebung so eindringlich und liebevoll, dass man sofort lebendiges Bild der Situation vor Augen hat. Man fühlt sofort mit den Jungs und kann die Story nicht eine Sekunde aus der Hand legen, bevor man weiß, ob und wie sie ihr Schicksal meistern werden.

Im Klappentext steht sinngemäß, Aaron wäre ein Meister darin, vor etwas zu fliehen. So habe ich ihn eigentlich im Buch nicht kennengelernt. Aber er verdrängt gerne unangenehme Wahrheiten und scheint irgendwie zu hoffen, sie würden sich in Luft auflösen, wenn man nur nicht daran rührt. Dabei fehlt es ihm übrigens nicht an Mut! Den hat er in unzähligen Einsätzen als Hubschrauberpilot mehr als bewiesen. Nun ist Aaron gezwungen sich mehr als einer unangenehmen Wahrheit zu stellen, wenn er eine Zukunft haben und seine wahre Liebe finden will.

Jesse scheint auf den ersten Blick eine ähnliche Verdrängungs-Strategie zu verfolgen: Solange man nicht darüber redet, ist es nicht wahr! Am besten, man redet gar nicht! Je näher man ihm allerdings kennenlernt, desto mehr versteht man, warum er oft so merkwürdig handelt.

Die Story braucht übrigens keine „großen“ Dramen. Die Geschichte und die Beziehungen, die sich entwickeln, sind sehr genau und dabei unheimlich liebevoll erzählt. Man fühlt sich den Charakteren sehr nahe und hofft, liebt und leidet deshalb in jeder Sekunde mit ihnen. Ich hoffe wirklich, dass noch mehr Bücher der Autorin übersetzt werden, weil es einfach Spaß macht, sich in ihnen zu verlieren.

Fazit: Sympathische Charaktere, tolles Setting und ein wunderbarer Schreibstil machen „Ihn oder keinen“ zu einer Story, die man unbedingt lesen sollte! Von mir gibt es auf jeden Fall 5 Sterne und eine Empfehlung.

Man kann „Ihn oder Keinen“ problemlos als Stand Alone lesen. Man muss „Der Kerl aus Glamor“ nicht kennen, um die Story zu verstehen. Das buch hat allerdings genausoviel Charme und ist ebenfalls ein absoluter Lesegenuss.


Haben wollen? 

 Hier kann man die Bücher von Skylar M. Cates kaufen: 
"Der Kerl aus Glamour" (*meine Rezi dazu*)
- "Ihn oder Keinen"
(Leider sind die Bücher zur Zeit nicht verfügbar.)

Eine weitere tolle Rezension zu dem Buch findet man bei "Laberladen".

Bildquelle: amazon



Montag, 25. Juni 2018

"Kissed by Trouble 2: Der King of Kings" von Clannon Miller

Der König der Könige?! Oder: Troja`s zweiter Fall!

Nachdem Troja Steiner im ersten Band der Serie als Privatermittlerin einen kompletten Neuanfang gewagt hat und dabei gleich von zwei gefährlichen Männern heftig umworben wurde, scheint ihr Leben nun endlich in ruhigeren Bahnen zu laufen. Zusammen mit ihrem „Vermieter“ Titus arbeitet sie nun als zusätzlich als „Problemlöserin“. Aber Troja wäre nicht sie selbst, wenn sie sich nicht immer wieder mitten im größten Trouble wiederfinden würde. Dabei ist Titus besserwisserische Mutter zwar das lauteste und nervigste, aber längst nicht das größte Problem.
Auch wenn Troja es sich nicht eingestehen will, sie vermisst Maxim. Irgendwie. Ein bisschen. Ganz doll …
Aber mit der einer BKA-Beamtin an den Hacken und einem neuen Auftrag hat sie eh keine Zeit für den heißen Russen und der steht ohnehin mit einem Bein im Knast. Aber … ach … Maxim ist einfach ein ganz besonderer Mann!!! Nur wie stellt er sich eigentlich die Zukunft vor?

Ich mochte schon den ersten Band der Serie „Kissed by Trouble“ von Clannon Miller. Der zweite Band legt bei allem noch einen drauf und ist einfach nur genial. Wer der „King of Kings“ ist und warum er so genannt wird, erschließt sich recht schnell. Die Geschichte an sich ist herrlich, man amüsiert sich als Leser geradezu königlich, während man Troja durch ihren neuen Fall folgt. Temporeich und doch mit viel Humor wird natürlich nicht nur erzählt, wie die taffe Detektivin ihren Fall löst, sondern auch das, was in ihrem … komplizierten Beziehungsleben passiert.
Das Buch macht einfach Spaß. Man kann es nicht aus der Hand legen, bis man bis man das Buch mit einem lachenden und einem weinenden Auge ausgelesen hat.
Mit einem lachenden Auge, weil sich die Helden zwar durchaus mit harten Bandagen und echten Knarren zu kämpfen wissen, aber ihre stärkste Waffe der knochentrockene Witz ist. Die Dialoge sind so klasse geschrieben, dass man beim Lesen immer wieder unwillkürlich laut lachen muss. Mir gefällt unheimlich gut, dass die Helden alle ihre kleinen Macken und Schwächen haben. Besonderen Spaß macht natürlich Troja, die sich nicht zu schade ist, auch mal die Klischee-Blondine zu geben, wenn sie damit einen Gegner … sagen wir mal „über den Tisch ziehen“ kann. Maxim ist der sexy Bad Boy … aber leider zuerst nicht an Trojas Seite. Schließlich ist er auf der Flucht vor dem Gesetz. Allerdings findet so ein taffer Super-Gauner natürlich Mittel und Wege. Seine Werbung um Troja ist so ungewöhnlich wie spannend.

Für mich stimmt diese Mischung aus Romanze, Thriller, Krimi und Humor von der ersten bis zu allerletzten Seite. Die Story ist so gut, dass man sie bedenkenlos mehrmals lesen kann und dabei voller Vergnügen noch das ein oder andere Detail entdeckt, dass einem vorher entgangen ist. Mir hat „King of Kings“ sogar noch besser gefallen als „Der Schatz von Akkat“, der erste Teil der Serie.
Wie so oft bei Clannon Miller erinnert die Geschichte an erstklassiges Popcorn-Kino. Die Schauplätze fühlen sich absolut authentisch an und die meisten Charaktere sind so sympathisch, dass man sie gerne nach Feierabend auf ein Bier treffen würde. (Es gibt natürlich auch ein paar sehr, sehr finstere Bösewichte!) Wie bei einem guten (Hollywood-)Film vergisst man beim Lesen den Alltag für ein paar Stunden völlig und „glaubt“ jedes Wort, während man die Story verschlingt.

Fazit: Unbedingt lesen!!! Das Kopfkino wird auf Hochtouren laufen, versprochen!
Von mir gibt es mehr als 5 Punkte, auf jeden Fall eine Empfehlung und eine Suchtwarnung! Hoffentlich gibt es bald weitere Fälle von und mit Troja und ihrem Team von „Troubleshootern“!!!

Haben wollen? 

# Die Rezension enthält Werbelinks.